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Oft sind es Kleinigkeiten, die zählen

Junger Mann bindet eine Krawatte im Bad.
Der Start in eine neue Ausbildung bringt viele Fragen mit sich, beispielsweise die nach der angemessenen Kleidung.
Foto: Martin Rehm

Ausbildungsstart: Erfahrungsbericht

Oft sind es Kleinigkeiten, die zählen

Niklas Busse hat vor kurzem seine Ausbildung zum Medienkaufmann beim Heise Verlag in Hannover begonnen. Eine Einführungsveranstaltung hat ihm den Start in die Berufswelt erleichtert. Für abi>> berichtet der 19-Jährige von seinem Ausbildungsstart.

Schule ist Schule: Stundenplan, Kurse, Lehrer – das ist bekanntes Terrain. Aber woher soll man wissen, wie der Arbeitsalltag in einem Unternehmen abläuft? Hilfreich war für mich ein Vortreffen mit Auszubildenden aus dem zweiten Lehrjahr. Wir Neuen wurden in ein Hotel in der Hannover Innenstadt eingeladen, konnten uns ungezwungen kennlernen und austauschen. Wir haben verschiedene Situationen besprochen, die man aus der Schule nicht so kennt – etwa das Thema Duzen. Im Verlag wird sehr viel geduzt. Es ist aber so, dass man nicht einfach jemanden duzen sollte, bevor man es nicht angeboten bekommt. Generell herrscht im Verlag ein sehr freundlicher und höflicher Umgangston, den man selbst auch pflegen sollte.

Offiziell gab es dann vier Einführungstage, an denen ganz unterschiedliche Veranstaltungen auf dem Programm standen. Dazu gehörte ein Rundgang durch die verschiedenen Abteilungen des Verlags, auf dem wir die neuen Kollegen kennenlernen durften. Natürlich kann man sich nicht gleich alle Namen merken, hat aber die Leute zumindest schon mal gesehen.

Dresscode und Telefontraining

Ein Porträt-Foto von Niklas Busse

Niklas Busse

Foto: Jessica Lumme

Ein ganzer Tag wurde dem Thema Dresscode gewidmet. Die Azubis aus den höheren Lehrjahren haben für uns eine Modenschau organisiert und sind in ganz unterschiedlichen Outfits aufgetreten. Wir haben darüber diskutiert, welche Außenwirkung die Kleidungstile haben. Für uns ist das ein wichtiges Thema, weil wir im Verlag im Service arbeiten und viel Kontakt zu Kunden haben und auch auf Messen unterwegs sind. Auch ein Telefontraining gehörte dazu, in dem es etwa darum ging, wie man sich am Telefon korrekt meldet, wie man weiterverbindet oder eine Telefonnotiz erstellt.

Schließlich gab es dann noch das Organisatorische: Wie funktioniert die Zeiterfassung? Wie beantragt man Urlaub? Was ist zu tun, wenn man krank wird und wen kann man ansprechen, wenn es in der Berufsschule nicht so gut läuft? Ein Auszubildender hat uns das alles erklärt – das war sehr hilfreich.

Notizen machen

Anders als in der Schule bekommt man Aufgaben übertragen, die man dann eigenverantwortlich abarbeiten muss. Ich habe schnell gemerkt, dass es besser ist, sich Notizen zu machen, um nicht alle zehn Minuten nachfragen zu müssen. Es ergeben sich auch so noch genügend Fragen. Schließlich ist alles erst einmal neu.

Wenn man fünf bis zehn unterschiedliche Aufgaben erledigen soll und die Arbeitsschritte zum ersten Mal macht, sind es oft Kleinigkeiten, die man vergisst. Im Zweifel ist es immer besser, einmal zu viel zu fragen, als zu wenig. Die Kollegen sind immer sehr hilfsbereit.

abi>> 07.02.2017