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Im internationalen Handel zuhause

Junge Frau schlägt ein Wort in einem Lexikon nach
Französisch, Englisch oder Hindi - je mehr Fremdsprachen Betriebswirte im Außenhandel beherrschen, desto besser.
Foto: Ingo Wagner

Betriebswirt im Außenhandel

Im internationalen Handel zuhause

In seiner Ausbildung zum angehenden Betriebswirt im Außenhandel setzt Johnvir Singh Khattar (19) verschiedene Fremdsprachen ein. Die Kunden, mit denen er zu tun hat, kommen aus über 120 Ländern.

„Im internationalen Handel weiß man nie, welche Sprache man benötigt – am besten, man kann viele“, sagt Johnvir Singh Khattar. Der 19-Jährige Hamburger absolviert eine Ausbildung zum Betriebswirt im Außenhandel bei der Wulf Gaertner Autoparts AG, die Autoersatzteile herstellt und vertreibt. Die Kunden des Unternehmens kommen aus über 120 Ländern auf der ganzen Welt. „Fremdsprachen ermöglichen einerseits die Korrespondenz zwischen Käufer und Verkäufer und andererseits ist es doch toll, in einem international agierenden Unternehmen den Kunden in ihrer Muttersprache begegnen zu können“, sagt Johnvir Singh Khattar, dessen Familie aus Indien stammt.

Sprachen lernen in der Berufsschule

Ein Porträt-Foto von Johnvir Singh Khattar

Johnvir Singh Khattar

Foto: Privat

„Meine Muttersprache ist Punjabi, ich spreche aber auch Indiens Nationalsprache Hindi. Englisch habe ich schon seit der Grundschule als Schulfach und spreche es auch oft im Verwandtenkreis.“ Seine Fremdsprachenkenntnisse konnte er auch schon diverse Male während seiner Ausbildung anwenden. „Einmal habe ich einen Französisch sprechenden Kunden vom Flughafen abgeholt, mit dem ich mich dann in seiner Sprache unterhalten konnte. Und für einen Vertriebsleiter konnte ich mal einen indischen Werbetext ins Deutsche übersetzen. Englisch verwende ich oft, wenn ich mit Lieferanten und Kunden per E-Mail kommuniziere.“

In der Berufsschule ist Englisch Pflichtfach, außerdem lernt der angehende Betriebswirt dort Französisch. Dazu kommen Fächer wie Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Rechnungswesen und Recht. Außerdem werden im Berufsschulunterricht Themen wie Vertrieb, Marketing oder Mediation behandelt. „Mich hat Global Business schon lange interessiert und fasziniert“, berichtet Johnvir Singh Khattar, der sich im zweiten Ausbildungsjahr befindet.

Ausbildung statt Studium

Nach dem Abitur hatte er sich bei seinem jetzigen Arbeitgeber für ein duales Studium beworben. „Da für das Jahr 2014 keine Stellen mehr angeboten wurden, wurde mir im Bewerbungsgespräch die Ausbildung zum Betriebswirt im Außenhandel vorgestellt. Das Gespräch lief super.“ Zu Hause angekommen, klingelte schon das Telefon und er erhielt die Zusage. Voraussetzungen waren unter anderem gute Englischkenntnisse beziehungsweise generell Fremdsprachenkenntnisse. Insgesamt dauert die Ausbildung zum Betriebswirt im Außenhandel drei Jahre. Danach besteht die Möglichkeit, ein verkürztes Bachelorstudium anzuschließen.

Während der Ausbildung durchläuft der 19-Jährige verschiedene Unternehmensbereiche wie das Qualitätsmanagement, diverse Vertriebsabteilungen, Marketing, Produktdatenmanagement, Controlling, Produktstrategie und -entwicklung und Logistik. „Eine wichtige Voraussetzung ist auf jeden Fall, dass man kommunikativ ist, da man ständig neue Leute kennenlernt. Egal, ob es um die interne Kommunikation mit Teamkollegen, die Kommunikation mit dem Kunden oder mit dem Lieferanten geht: Man sollte stets offen für Fragen, Anmerkungen, Kritik und Lob sein.“ Seine Zukunft sieht der Auszubildende im internationalen Handel. „Das Tolle an der Ausbildung ist ja: Ich lerne viele Abteilungen kennen – das heißt, ich muss mich jetzt noch nicht entscheiden.“

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abi>> 21.09.2015

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