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Zwischen Labor und Baustelle

Ein junger Mann füllt Beton in eine Form um ein Prüfmuster herzustellen.
Baustoffprüfer untersuchen, ob Materialien wie Asphalt, Beton oder Mörtel für ein Bauvorhaben geeignet sind.
Foto: Hans-Martin Issler

Hintergrund: Baustoffprüfer/in

Zwischen Labor und Baustelle

Hält der Baugrund der Belastung eines Hochhauses stand? Kann der Straßenbelag eisiger Kälte, aber auch starker Hitze trotzen? Entscheidend ist die richtige Basis. Ob Materialien wie Asphalt, Beton und Mörtel für das jeweilige Bauvorhaben geeignet sind, untersuchen Baustoffprüfer.

Baustoffprüfer arbeiten in der Bauwirtschaft, können aber auch in der Forschung, in der öffentlichen Verwaltung sowie in neutralen Überwachungseinrichtungen Beschäftigung finden. „Ihr Hauptarbeitsplatz ist das Labor und die Baustelle“, erklärt Heinz-Peter Louis, Vorsitzender des Prüfungsausschusses der IHK Essen. „Baustoffprüfer befassen sich primär mit der Prüfung von Baustoffen und den Gewerken im Rahmen der Bauausführung. Sie sind aber auch für die werkseigene Produktionskontrolle zuständig.“ Sind Produkte direkt für den Verkauf bestimmt, überprüfen sie, ob die Zusammensetzung den Spezifikationen wie beispielsweise den EU-Normen entspricht.

Untersuchen, prüfen, dokumentieren

Ein Porträt-Foto von Heinz-Peter Louis

Heinz-Peter-Louis

Foto: privat

Für ihre Untersuchungen entnehmen Baustoffprüfer Proben und führen mit chemischen und physikalischen Methoden Messungen durch. Dabei orientieren sie sich an Sollwerten, Gütevorschriften, Baustoffnormen und anderen Regelwerken. Im Anschluss dokumentieren sie ihre Ergebnisse, werten sie aus und erstellen für ihre Kunden Prüfberichte.

Neben naturwissenschaftlicher Begabung sind handwerkliche Fähigkeiten, aber auch technisches Verständnis für den Beruf notwendig. „Mittlerweile ist die gesamte Datenverarbeitung computergestützt“, sagt der Experte. Wichtig sei auch, gut mit Menschen umgehen zu können: „Dies gilt sowohl im internen als auch im externen Umgang.“ Wenn es darum geht, eventuelle Fehlerquellen aufzudecken, ist analytisches Denken gefragt. „Baustoffprüfer sollten immer mit ihrem kompletten Wissen an konkrete Sachverhalte herantreten.“

Drei Fachrichtungen

Die Ausbildung zum Baustofftechniker dauert in der Regel drei Jahre. Bei guten Leistungen in der Berufsschule besteht die Möglichkeit, die Ausbildung zu verkürzen. Ausgeübt wird der Beruf in drei Schwerpunkten. Baustoffprüfer mit der Fachrichtung „Asphalttechnik“ analysieren die Beschaffenheit von Straßenbaustoffen. Mit dem Schwerpunkt „Mörtel- und Betontechnik“ untersuchen sie die Zusammensetzung von Baumaterialien wie Beton und Mörtel. In der „Geotechnik“ werden Bodenverha?ltnisse zum Beispiel auf ihre Wasseraufnahmefähigkeit und ihr Tragverhalten getestet. An der Berufsschule werden alle drei Felder vermittelt, im Betrieb konzentriert sich die Arbeit in der Regel auf einen der drei Bereiche.

Wer sich nach der Ausbildung weiterbilden möchte, kann zum Beispiel eine Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Werkstofftechnik absolvieren. Möglich ist aber auch ein Studium, etwa im Bereich Werkstoffwissenschaft.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Baustoffprüfer/in)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen.
www.studienwahl.de

JÖBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

Bundesverband der Bauindustrie

www.bauindustrie.de

Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden e.V.

www.baustoffindustrie.de

Deutscher Asphaltverband

www.asphalt.de

abi>> 23.03.2017

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