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Von Daten zu Prognosen

Jemand tippt auf einem Tablet herum. (Foto: Axel Jusseit)
Zahlenwerk für Fortgeschrittene: Wer große Datenmengen analysieren will, kommt um die Unterstützung durch Bits und Bytes nicht herum.
Foto: Axel Jusseit

Wirtschaftsmathematikerin

Von Daten zu Prognosen

Große Datenmengen analysieren – unter anderem damit beschäftigt sich die Wirtschaftsmathematikerin Stefanie Hartmann. Die 26-Jährige arbeitet beim IT-Dienstleister msg systems ag in Ismaning bei München.

Stefanie Hartmann ist als Data Scientist im branchenübergreifenden Querschnittsbereich „Business Intelligence“ beschäftigt: „Meine Abteilung ‚Analytics & Reporting‘ erstellt aus vorliegenden Daten beispielsweise Prognosemodelle, die bei Entscheidungen und der Ausrichtung der weiteren Unternehmensstrategie unterstützen.“

Muster finden

Porträt von Stefanie Hartmann. (Foto: Privat)

Stefanie Hartmann

Foto: privat

Ihre Projekte gestalten sich abwechslungsreich – je nachdem, für welche Themen die Expertise von Stefanie Hartmanns Abteilung gefragt ist. „Mein genereller Arbeitsablauf bleibt jedoch konstant. Zunächst sammle ich Daten und Informationen, die ich dann analysiere und visualisiere“, erklärt sie. Anhand der Daten erstellt sie Grafiken, um bestimmte Muster zu erkennen. Zudem berechnet sie Kennzahlen, um Anhaltspunkte über die Datenstruktur zu gewinnen. „Dabei helfen uns mathematische Modelle. Sie erlauben, Zusammenhänge zu identifizieren – beispielsweise sich gegenseitig beeinflussende Faktoren“, erklärt die Wirtschaftsmathematikerin. Aus diesen Vorarbeiten entwickelt sie schließlich ein Prognosemodell.

Im Kundenauftrag

„Damit der Kunde die Ergebnisse weiterverwenden kann, bereiten wir sie weiter auf. Zum Beispiel erstellen wir nach seinen Anforderungen grafische Software-Oberflächen, mit denen er sich die gewünschten Auswertungen selbst zusammenstellen kann“, ergänzt sie. Nach verschiedenen Funktionstests erhält der Kunde das Endprodukt zur Abnahme. „Im Moment arbeite ich 100 Prozent beim Kunden“, beschreibt Stefanie Hartmann ihr aktuelles Projekt. Mithilfe der Auszeichnungssprache HTML implementiert sie Web-Oberflächen mit Filtermöglichkeiten zur Analyse von Personaldaten. Später kann der Kunde damit selbst Berichte erstellen oder Kennzahlen ermitteln. „Obwohl ich meine Aufgaben größtenteils selbstständig erledige, arbeite ich immer in einem interdisziplinären Team, das sich je nach Projekt neu zusammensetzt“, erläutert sie.

Lieblingsfach Mathematik

Stefanie Hartmann studierte Mathematik mit der Ausrichtung Wirtschaftsmathematik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. „Mathematik war während der Schulzeit mein absolutes Lieblingsfach“, erinnert sie sich. „Mich fasziniert, wie sich mithilfe mathematischer Methoden komplexe Fragestellungen lösen lassen.“ Nach ihrem Bachelorabschluss 2012 arbeitete sie einige Zeit in der Softwareentwicklung bei einem Handelsunternehmen, bevor sie ein Masterstudium mit wirtschaftsmathematischer Ausrichtung anschloss: „Im Rahmen meiner Masterarbeit entwickelte ich ein Prognosemodell für das Risikomanagement eines Versicherungsunternehmens, das ich mithilfe einer Statistik-Software implementierte.“ Im Februar 2016 begann sie in ihrer heutigen Position bei msg systems. „Ein Personalberater machte mich auf das Unternehmen aufmerksam. Mir haben dort die gebotenen Entwicklungsmöglichkeiten und das gute Betriebsklima gefallen“, erinnert sie sich.

Analysefähigkeit und Kundenorientierung

Für ihren Beruf besonders wichtig sind analytische Fähigkeiten und eine strukturierte Arbeitsweise. „Die Arbeit mit Daten, Datenbanken und Auswertungs-Software erfordert zudem mathematische und statistische Kenntnisse sowie Programmiererfahrung und eine gewisse IT-Affinität“, weiß Stefanie Hartmann. Bei einem IT-Dienstleister wie msg systems kommen dazu Kundenorientierung, Kommunikationsfähigkeit und räumliche Flexibilität. Für ihren weiteren Berufsweg wünscht sich Stefanie Hartmann: „Ich möchte bei msg systems noch mehr Berufserfahrungen in weiteren Bereichen sammeln und meine Kenntnisse vertiefen. Dabei unterstützt mich das Unternehmen mit regelmäßigen Fortbildungsangeboten.“

abi>> 15.12.2016