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Anlagen planen und optimieren

Der Pharmatechniker bedient die Verpackungsmaschine.
Einen Großteil der Arbeitszeit verbringen Pharmatechniker vor dem PC, um Anlagen zu planen.
Foto: Helge Gerischer

Ingenieur für Chemietechnik

Anlagen planen und optimieren

Seine Begeisterung sowohl für Natur­wissenschaften als auch für Technik wollte Markus Hofmann beruflich gerne verbinden. Es gelang ihm schließlich bei der L. Brüggemann GmbH & Co. KG. Am Hauptstandort Heilbronn hat der 27-Jährige als Ingenieur für Chemietechnik vielfältige Aufgaben.

Nach dem Abitur entschied sich Markus Hofmann zunächst für eine Ausbildung zum Chemikanten – bereits bei seinem heutigen Arbeitgeber. „Es gefiel mir dort sehr gut, doch mir wurde schnell klar, dass noch weitaus mehr möglich ist: Ich wollte anschließend gerne noch studieren.“ Das Unternehmen unterstützte seine Ambitionen und ermöglichte ihm das praxisintegrierende duale Bachelorstudium Wirtschaftsingenieurwesen mit Vertiefung Chemie- und Verfahrenstechnik. Er absolvierte es am Campus Mannheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). „Das Studium bestand aus jeweils drei Monaten Praxis im Betrieb, die sich mit den Phasen an der Hochschule abwechselten“, berichtet er. „Während zwei dieser Praxisphasen war ich an unserem weiteren Firmenstandort in Lutherstadt Wittenberg, um die dortigen Produktionsprozesse mit denen in Heilbronn zu vergleichen.“

Zwischen PC und Produktionshalle

Ein Porträt-Foto von Markus Hofmann

Markus Hofmann

Foto: Christine Lendt

Nahtlos ging es für Markus Hofmann nach dem Bachelorabschluss weiter: Er konnte im Unternehmen bleiben, von nun an als Ingenieur für Chemietechnik. Gemeinsam mit seinem Vorgesetzten ist er dort für die beiden Produktionsbereiche Alkohol und Industriechemikalien zuständig. Auch die stellvertretende Leitung der Instandhaltung gehört zu seinen Aufgaben. „Ansonsten bin ich vor allem bei der Neuplanung und Optimierung von Anlagen dabei“, erklärt der Ingenieur. „Es kann sich dabei zum Beispiel um einen neuen Sprühtrockner handeln, um eine Mühle für eine Verpackungsanlage, eine Kühlung oder eine Filteranlage – letztlich um alles, was bei der Herstellung und Weiterverarbeitung von Chemikalien eine Rolle spielt.“ Er ist dann bei allen Planungsschritten involviert, holt Angebote ein und vergleicht sie hinsichtlich der technischen Aspekte. „ Zudem überwache ich den gesamten Aufbau der Anlage“, schildert er.

Einen großen Teil seiner Arbeitszeit verbringt Markus Hofmann vor dem PC, wo er die Anlagen plant. „Oft bin ich aber auch direkt vor Ort, um Maße mit aufzunehmen oder mir anzusehen, was sich an der Anlage noch verbessern lässt.“ Die Verteilung zwischen Büro und Anlage variiert dabei. „Meist sind es schätzungsweise 70 Prozent am Schreibtisch, wenn große Inbetriebnahmen anstehen können es aber auch mal nur 50 sein.“

Ist alles sicher?

In seinem Beruf übernimmt Markus Hofmann viel Verantwortung: „Man ist schließlich auch für die Sicherheitstechnik an den Anlagen zuständig und muss bereits bei der Planung beachten, dass daran später Menschen arbeiten. Wir müssen deshalb auch Faktoren wie Explosionsschutz, Isolierungen als Schutz vor Wärme oder den Schallpegel im Blick haben.“ Deshalb hält der Ingenieur ständig Rücksprache mit der zuständigen Fachkraft für Arbeitssicherheit und lässt sich von ihr beraten. Neben Verantwortungsbewusstsein sind nach Einschätzung des 27-Jährigen „vor allem ein gewisses Maß an Neugier, Experimentierfreudigkeit und natürlich technischem Verständnis“ wichtig für seine Tätigkeit.

Weil es sich um ein vergleichsweise kleines Team handelt, hat Markus Hofmann bereits vielfältige Aufgaben. „Man ist hier kein kleines Rädchen im Getriebe, sondern hat als Ingenieur den kompletten Überblick. Ich könnte mir sogar vorstellen, zukünftig noch mehr Verantwortung zu übernehmen, da wir als Unternehmen wachsen“, blickt er in die Zukunft.

abi>> 18.09.2018

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