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Austausch mit den Anwendern

Mann beim Programmieren
Beim Thema IT-Sicherheit geht es vor allem darum, schnell auf Hacker-Angriffe zu reagieren und Sicherheitslücken zu schließen.
Foto: Andreas Tamme

Softwareentwickler

Austausch mit den Anwendern

Es sind vor allem Fragen der IT-Sicherheit, die Sven Biedenbach in seinem beruflichen Alltag umtreiben. Der 31-Jährige arbeitet als Softwareentwickler bei der DATEV in Nürnberg.

I ch bin für die Software zuständig, die die Benutzer- und Rechteverwaltung regelt“, erklärt der Informatiker. „Das sind stets sicherheitsrelevante Themen, bei denen Benutzernamen, Passwörter und andere Sicherheitsvorkehrungen eine Rolle spielen.“ Beim Nürnberger Softwarehaus und IT-Dienstleister DATEV betreut er meist die technischen Anliegen anderer Entwicklungsabteilungen seines Arbeitgebers, die beispielsweise für die Programme rund um Lohnabrechnung oder Rechnungswesen zuständig sind. Aber auch mit externen Kunden hat er zu tun.

Updates, wenn andere frei haben

Ein Porträt-Foto von Sven Biedenbach

Sven Biedenbach

Foto: Hendrik Schmahl

„Den Großteil meiner Arbeitszeit verbringe ich zwar vor dem Computer, gleichzeitig ist es aber wichtig, sich mit den Teams aus der IT und den Fachabteilungen auszutauschen“, betont Sven Biedenbach. „Denn die Anwender müssen schließlich am Ende mit der Software arbeiten und mit ihr zurechtkommen.“ Vor allem bei größeren Änderungen sind Abstimmungen nötig, denn das laufende Geschäft darf durch die Arbeiten an der IT oder eventuelle Ausfälle der Software nicht beeinträchtigt werden. Deshalb werden Updates oft früh am Morgen oder am späteren Abend eingespielt, wenn die Fachabteilungen nicht besetzt sind. „Manchmal muss ich dafür früh im Büro erscheinen. Allerdings kann ich Updates auch aus meinem Home Office hochladen“, sagt Sven Biedenbach.

Eigenbrötler haben’s schwer

Das Softwareteam, in dem er tätig ist, arbeitet mit der Scrum-Methode: Wenn eine größere Aufgabe ansteht, wird diese in kleine Einheiten aufgeteilt, die nach und nach von den Kollegen abgearbeitet werden. Bei Softwareneuentwicklungen arbeiten die IT-Experten zu zweit: Einer programmiert und der andere prüft sofort, ob der Code funktioniert. „Hier muss man einen gemeinsamen Nenner für die Zusammenarbeit finden – das ist für Leute, die früher nur allein für sich programmiert haben, oft gar nicht so leicht“, gibt der 31-Jährige zu bedenken.

Übung macht den IT-Meister

Beim Thema IT-Sicherheit geht es vor allem darum, schnell auf Hacker-Angriffe zu reagieren und Sicherheitslücken zu schließen. Darüber hinaus ist es für Sven Biedenbach wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu sein – und zwar nicht nur bei der IT-Sicherheit. „Ich besuche regelmäßig Seminare, um in Sachen IT fit zu bleiben, aber ich lese auch Fachzeitschriften oder informiere mich im Internet über neue Trends und Entwicklungen“, erzählt er. Sein Tipp für angehende Softwareentwickler: So früh wie möglich mit dem Programmieren beginnen. Die Theorie aus Studium und Literatur ist zwar wichtig, aber im Grunde lernt man Programmieren nur durch regelmäßiges Üben.

Sven Biedenbach selbst begann bereits mit 14 Jahren, Software zu programmieren. Der Umgang mit dem Computer faszinierte ihn von Beginn an, weshalb er sich schließlich für ein Informatik-Studium an der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm in Nürnberg entschied – und dies bis heute nicht bereut.

abi>> 15.03.2016