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Ob das hält?

Skyline von Frankfurt
Ohne die Berechnungen von Statikern wäre der Bau von Hochhäusern und Brücken nicht möglich.
Foto: Roman Größer

Statiker

Ob das hält?

Statiker tragen die Verantwortung dafür, dass uns nicht buchstäblich die Decke auf den Kopf fällt. Ihr Fachgebiet ist es, die Stabilität und Belastbarkeit von Konstruktionen zu ermitteln. Ein Job, den nur hochqualifizierte Spezialisten ausüben dürfen.

Ob Industriegebäude oder Eigenheim, ob Brücke, Treppe oder Fußballtribüne – Statiker sorgen dafür, dass die Pläne von Architekten auch in die Tat umgesetzt werden können. Erst durch ihre Berechnungen von Standsicherheit- und Tragfähigkeit wird gewährleistet, dass die Bauten halten – und das am besten für die Ewigkeit. Jedes Detail muss berücksichtigt werden. Wird das Gebäude potenziell Stürmen, Erschütterungen, starken Regenfällen oder schweren Schneemassen ausgesetzt sein? Wie dick müssen Wände und Decken sein? Wie viele Menschen werden sich dort aufhalten? Der Statiker hat viel Verantwortung und muss die normativ geforderten Sicherheiten umsetzen, egal, wie hoch der Termindruck der Bauträger ist. Dabei wendet er rechnerische, zeichnerische und experimentelle Verfahren an, sitzt also nicht nur am Schreibtisch, sondern besucht auch Baustellen.

„Statik ist ein Teil des Bauingenieurwesens“, erklärt Dr. Jörg Erdmann, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik e.V. und Inhaber eines Ingenieurbüros in Düsseldorf. Der Ausbildungsweg kann demnach über ein Studium in diesem Bereich führen. An vielen Hochschulen wird die Vertiefungsrichtung „Statik“ im Rahmen eines Bauingenieurstudiums angeboten. Alternativ können Interessierte auch ein Architekturstudium absolvieren.

Ausgezeichnete Perspektiven

Statiker arbeiten in Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung, bei Hoch- oder Tiefbaufirmen mit eigener Konstruktionsabteilung, in der Planungsabteilung von Bauträgern oder Behörden. Dabei handelt es sich vorwiegend um Büroarbeit. „Aber es sollte ein Bezug nach draußen, also zum Ort der Realisierung, bestehen: Man darf sich nicht über schmutzige Schuhe ärgern“, weiß Jörg Erdmann. „Als Statiker sollte man Spaß am Entwickeln und Konstruieren haben, die Mathematik auf entsprechendem Niveau beherrschen, EDV mögen und der Physik nicht abgeneigt sein.“

Die Einstellungschancen sind dem Experten zufolge gut – auch bedingt durch einen erhöhten Fachkräftebedarf. „Der Statiker-Anteil unter den Absolventen ist relativ gering, so dass sich die Beschäftigungsmöglichkeiten weiterhin positiv darstellen. Besonders hinsichtlich des Erhalts von Bestandsbauten und der Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur“, ist sich Jörg Erdmann sicher. Auch gut sei die Bezahlung für Berufseinsteiger. „Das Anfangsgehalt liegt etwa bei 3.500 Euro brutto, abhängig von der Region“, sagt der Experte. „Die Entwicklung nach oben ist offen und hat immer auch mit dem persönlichen Leistungsvermögen und Engagement zu tun.“

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Statiker)http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Bundesländer in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen.
www.studienwahl.de

Bundesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik e.V.

www.bvpi.de

Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. (BDB)

www.baumeister-online.de

Verband Beratender Ingenieure VBI

www.vbi.de

 
abi>> 16.07.2015