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Mathe trifft Praxis!

Ein junger Mann schreibt mathematische Formeln an eine Tafel.
Technomathematiker arbeiten an der Schnittstelle zwischen Mathe und Technik. Sie berechnen mithilfe komplexer Gleichungen und Modelle, ob technische Anwendungen möglich oder wie sie zu verbessern sind.
Foto: Becker

Technomathematiker/in werden

Mathe trifft Praxis!

Mathematiker rechnen und simulieren, Ingenieure planen, bauen und entwickeln. Der Studiengang Technomathematik bringt beides zusammen und vermittelt, wie teils abstrakte Rechenmodelle praktisch angewandt werden.

Technomathematiker entwickeln in erster Linie mathematische Modelle, die komplexe Probleme auf rechnerische statt auf experimentelle Weise lösen. Sie können zum Beispiel den Luftwiderstand bei Karosserieentwürfen von Fahrzeugen und Flugzeugen am Rechner simulieren oder herausfinden, welche Auswirkungen der Aufprall eines Autos auf die Insassen hat. Sie bilden die Schnittstelle zwischen Technik und Mathematik und können in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen zwischen den beiden Disziplinen „übersetzen“.

Schwerpunkt: Mathematik

Der Studiengang wird – jeweils als Bachelor und Master – über 30 Mal in Deutschland angeboten. „Die Technomathematik ist weniger bekannt als die reine Mathematik oder andere Naturwissenschaften“, erzählt Regine Supplié, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit in Paderborn. Dabei kann das Studienfach für alle interessant sein, die sich generell für ein naturwissenschaftliches Studium interessieren.

Der Schwerpunkt liegt auf Mathematik: 60 Prozent der Module kommen aus diesem Bereich. Die Studierenden erwerben das Handwerkzeug für die Lösung mathematischer Probleme in Linearer Algebra, Analysis, Stochastik, Funktionstheorie und Numerik. Hinzu kommt ein ingenieurwissenschaftliches Schwerpunktfach, auf das 30 Prozent der Module entfallen.

Je nach Hochschule wählen die Studierenden etwa Chemie- und Bioingenieurwesen, Elektrotechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Maschinenbau, Medizintechnik oder auch allgemeine Ingenieurwissenschaften. Wesentlicher Bestandteil ist außerdem die Informatik, allen voran Modellierung. „Wenn Mathematik auf technische Fragestellungen eine Antwort geben soll, werden mathematische Erkenntnisse meist in Computerprogramme umgesetzt“, erklärt Regine Supplié.

Starke analytische Fähigkeiten

Die Sorge, dass man bei der Kombination weder als „ganzer“ Mathematiker“ noch als „ganzer“ Ingenieur gilt, räumt Regine Supplié aus. „Ich sehe keine Nachteile – im Gegenteil: Es wird Universalwissen vermittelt, das vor allem die analytischen Fähigkeiten stärkt. Durch das breite Grundlagenstudium können Technomathematiker Aufgaben übernehmen, bei denen Ingenieure an ihre Grenzen stoßen.“ Die Vertiefung erfolgt im Master. „Anders als im Bachelor besteht hier auch eine größere Wahlfreiheit“, sagt die Berufsberaterin.

Eingesetzt werden Technomathematiker in allen Branchen. Mögliche Arbeitgeber sind Versicherungen, Banken, IT-Unternehmen, Unternehmensberatungen, Pharmaunternehmen, Rechenzentren oder Unternehmen der Logistik. Auch gefragt sind sie in der Medienbranche sowie in der Forschung.

Weitere Informationen

BERUFENET

Datenbank für Ausbildungs- und Tätigkeitsbeschreibungen der Bundesagentur für Arbeit (Suchwort: Technomathematiker/in)

www.berufenet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen. (Suchwort: Technomathematik)

www.studienwahl.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

KURSNET

Portal für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du insbesondere nach schulischen Ausbildungen suchen (Suchwort: Technomathematik).

https://kursnet-finden.arbeitsagentur.de

BERUFETV

Das Filmportal der Bundesagentur für Arbeit

www.berufe.tv

Deutsche Mathematiker-Vereinigung e.V.

www.mathematik.de

abi>> 16.05.2018

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