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Im digitalen Auftrag der Natur

Daniel Süpke, 29, arbeitet als Umweltinformatiker bei der Firma WeSustain. Hier beim Präsentieren am Whiteboard.
Effizientes Arbeiten mit Nachhaltigkeitsgedanken: Umweltinformatiker unterstützen Unternehmen unter anderem bei Fragen zum Thema Arbeits- und Umweltschutz.
Foto: Sonja Brüggemann

Umweltinformatiker

Im digitalen Auftrag der Natur

Unternehmen müssen ihre Emissionen und andere Gefahren für die Umwelt im Blick und vor allem im Griff haben – dabei hilft Marvin Schulze-Quester. Der 34-Jährige kann in seinem Beruf als Nachhaltigkeitsmanager und IT-Berater seine zwei Leidenschaften verbinden: Umwelt und Informatik.

Dabei kam Marvin Schulze-Quester erst auf Umwegen zu seiner Tätigkeit, denn zunächst spezialisierte er sich auf den Bereich Wirtschaftsinformatik. Während seines Studiums an der Technischen Universität Braunschweig war er in einer studentischen Arbeitsgruppe aktiv. Das Thema: Umwelt und Nachhaltigkeit. „Die Arbeit dort hat mein Interesse an Nachhaltigkeitsthemen geweckt“, erinnert er sich.

Nach seinem Diplomabschluss arbeitete er zunächst in einem IT-Unternehmen ohne Umweltbezug und entschied sich, durch das berufsbegleitende Fernstudium „Sustainability Management“ zum Master of Business Administration an der Universität Lüneburg auf sein Interessengebiet hinzuarbeiten. Schon während des Aufbaustudiums zum Nachhaltigkeitsmanager wechselte er zu der Berliner Softwarefirma EcoIntense, die für ihre Kunden eine webbasierte Software für Arbeitssicherheit, Umweltmanagement und Nachhaltigkeit anbietet.

Enge Zusammenarbeit mit den Kunden

Ein Porträt-Foto von Marvin Schulze-Quester

Marvin Schulze-Quester

Foto: Natalja Stseglova

Seither ist Marvin Schulze-Quester dort als Berater tätig. „Ich helfe unseren Kunden bei allen inhaltlichen und technischen Fragen – von der Auswahl der Software-Module und der Abbildung von Umweltdaten im System bis zur Erarbeitung von Lösungen für komplexe Aufgaben im Arbeits- und Umweltschutz.“ Viele Unternehmen unterliegen gesetzlichen Auflagen, müssen zum Beispiel Emissionsgrenzwerte einhalten und ihre Anlagen darauf technisch prüfen lassen oder Gefährdungen für die Umwelt minimieren.

Die Software von EcoIntense erfasst die hierfür nötigen Informationen und Daten zentral, dokumentiert sie und wertet sie aus. „Es ist sehr spannend, die Anwender über mehrere Jahre zu betreuen und zu sehen, wie sie immer mehr Aufgaben immer besser mit unserer Software erledigen“, berichtet Marvin Schulze-Quester.

Auf Kundenseite muss der Informatiker verschiedenen Ansprechpartnern sowohl die Software als auch das Management von Umweltaspekten im Betrieb erklären können. So schult er beispielsweise die Mitarbeiter der Kundenfirmen im Umgang mit der Anwendung. Dafür ist Kommunikationsstärke gefragt.

Gute Organisation ist das A und O

Intern hat Marvin Schulze-Quester mit unterschiedlichen Abteilungen zu tun: Für das Marketing schreibt er über umwelt- und nachhaltigkeitsrelevante Themen. Den Vertrieb begleitet er für die Produktvorstellung zu potenziellen Kunden. Mit den Kollegen aus der IT steht er vor allem bei der Einrichtung der Software in engem Kontakt. Und mit dem Produktmanagement bespricht er neue Ideen, die er von seinen Beraterterminen mitbringt. „Tiefergehende Programmierkenntnisse brauche ich für meine Arbeit nicht, das machen die IT-Entwickler. Aber ich muss natürlich verstehen, was unsere Software leistet, und mich stets über aktuelle Technologien informieren“, erklärt er.

Als Berater betreut Marvin Schulze-Quester immer mehrere Kunden und Projekte gleichzeitig, daher muss er sich selber gut organisieren können. Je nach Größe des Projekts arbeitet er auch mit Kollegen in einem Beraterteam. „Ich freue mich, dass ich dank meines Aufbaustudiums Unternehmen helfen kann, ein Nachhaltigkeitsmanagement aufzubauen oder ein bestehendes zu verbessern“

abi>> 17.01.2017