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Marketing im Zeichen der Hygiene

Detailaufnahme einer Person, die am Waschbecken steht und sich die Hände wäscht
Wie oft werden Desinfektionsspender in Kliniken und Krankenhäusern benutzt? Markus Marek wirkt an der Vermarktung eines Hygiene-Monitoring-Systems mit.
Foto: Julien Fertl

Wirtschaftsingenieur

Marketing im Zeichen der Hygiene

Websites konzipieren? Patente recherchieren? Den Markt analysieren? Für Markus Marek sind Marketingaufgaben wie diese kein Problem. Dabei profitiert der 27-jährige Wirtschaftsingenieur auch von seinem technischen Fachwissen – sehr zur Freude seines Arbeitgebers, der niederrheinischen Ophardt Hygiene-Technik GmbH in Issum.

Am Studium des Wirtschaftsingenieurwesens hat Markus Marek vor allem die Vielfalt gereizt: Technische, wirtschaftliche und rechtliche Themen waren Inhalt seines Bachelorstudiums an der Hochschule Niederrhein in Krefeld. „Als Schwerpunkt habe ich mich für Hygienemanagement entschieden“, berichtet der 27-Jährige, der sein Wissen über dieses Spezialgebiet in einem dreimonatigen Praktikum in einem Krankenhaus und in seiner Bachelorarbeit vertieft hat. Auf einer Messe für Medizintechnik lernte Markus Marek seinen heutigen Arbeitgeber kennen, die Ophardt Hygiene-Technik GmbH im niederrheinischen Issum. „Angefangen habe ich als Projektassistent für unser Hygiene-Monitoring-System“, erklärt der Wirtschaftsingenieur. Mithilfe dieses Systems werden Daten erhoben, wie häufig Desinfektionsspender für die Händehygiene in Kliniken und Krankenhäusern benutzt werden. Vor ein paar Monaten ist Markus Marek ins Marketing gewechselt und nun auch dort für das Hygiene-Monitoring-System zuständig.

Vom Flyer bis zur Hygiene-Richtlinie

Portrait von Markus Marek. Foto: Privat

Markus Marek

Foto: Privat

„Ich arbeite vor allem eng mit den Kollegen im Vertrieb und im Produktmanagement zusammen“, berichtet der Hochschulabsolvent. Die Vertriebsmitarbeiter benötigen Flyer, Produktbroschüren, sonstiges Werbematerial oder eine neue Website, um den Kunden das Monitoring-System verkaufen zu können. Den Web-Auftritt konzipiert Markus Marek derzeit zusammen mit den Produktmanagern, die Printmaterialien gestalten die Designer in der Marketingabteilung. Andere Unterlagen werden direkt für die Kunden erstellt: Die IT-Mitarbeiter in den Kliniken benötigen Datenschutzerklärungen und IT-Leitfäden für die Einführung des Systems, die Hygieniker Informationsmaterial für das Personal.

„Da wir nicht das einzige Unternehmen sind, das solch ein Monitoring-System anbietet, muss ich immer wieder den Markt analysieren, Messen besuchen und Patentrecherchen machen“, fügt Markus Marek hinzu. Alle drei bis vier Wochen recherchiert er in Datenbanken und bereitet die Ergebnisse für das Produktmanagement und den Vertrieb auf. Außerdem hält er die gesetzlichen Richtlinien für Händehygiene im Auge und gewinnt daraus neue Informationen für sein Produkt. Für die Unternehmenskommunikation schreibt er über die Neuerungen Beiträge, die auf den Social-Media-Kanälen des Unternehmens veröffentlicht werden. „Durch die zwei Marketingmodule, die ich in meinem Studium belegt habe, fühlte ich mich sehr gut auf meine Aufgaben vorbereitet“, betont Markus Marek. Bei der Arbeit als Projektassistent hat er zudem das zu vermarktende Produkt sehr gut kennengelernt – eine perfekte Kombination.

Fortbildung in Marktforschung

Für die Arbeit im Marketing sind jedoch nicht nur Fachkenntnisse, sondern auch zahlreiche persönliche Fähigkeiten wichtig: Kommunikations- und Organisationstalent für die Zusammenarbeit im Team, strukturiertes Denken – etwa wenn es um den Aufbau einer Broschüre geht – und analytische Fähigkeiten, zum Beispiel für das Verständnis von Studien und Patenten. Demnächst will Markus Marek noch eine Fortbildung in Marktforschung absolvieren, um sich noch breiter aufzustellen. „Das Marketing macht mir großen Spaß, vor allem die verschiedenen Aufgaben sind sehr interessant“, so der Wirtschaftsingenieur. Auch, dass er hin und wieder ins Ausland fährt, um dort Fachsymposien zu besuchen oder sich Vorträge anzuhören, gefällt ihm gut. Es sieht ganz so aus, als hätte der Hygiene-Experte seinen Traumjob gefunden.

abi>> 03.05.2017

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