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Fußball von früh bis spät

Fußball auf einem Fußballfeld.
Philipp Arnold verbringt den Großteil seiner Zeit auf dem Fußballplatz.
Foto: Nicole Schwab

FSJ im Sport

Fußball von früh bis spät

Philipp Arnold (18) wollte nach dem Abitur erst einmal eine Pause vom Lernen und entschied sich deshalb für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport. Als Jugendtrainer beim Sportverein SG Hohenschambach in der Nähe von Regensburg bringt er Kindern das Fußballspielen bei.

Steckbrief

Name: Philipp Arnold
Alter: 18 Jahre
Woher: Hemau
Abitur: 2015
Macht gerade: Freiwilliges Soziales Jahr im Sport
Und später: irgendetwas mit Sport studieren

Sport als Leistungskurs, Mitglied im Fußballverein, tägliches Zusatztraining und der Wunsch, später etwas in Richtung Sport zu studieren: „Ich bin definitiv sportverrückt“, gesteht Philipp Arnold. Genau dieses Interesse führte ihn zu seinem Freiwilligen Sozialen Jahr beim Sportverein SG Hohenschambach. „Viele meiner Freunde zog es nach der Schule direkt an die Uni. Ich wollte lieber erst einmal eine Auszeit nehmen und außerschulische Erfahrungen sammeln“, erklärt er seine Beweggründe. Sich sozial zu engagieren und gleichzeitig seine Sportbegeisterung auszuleben, schien ihm die perfekte Lösung.

Erst Schule, dann Training

Ein Porträt-Foto von Philipp Arnold

Philipp Arnold

Foto: Privat

Auf den Verein in Hemau wurde Philipp Arnold durch seinen Vater aufmerksam, der an der dortigen Mittelschule Lehrer ist. „Da ich die Vorsitzende des Vereins bereits kannte, lief meine Bewerbung sehr entspannt ab. Wir trafen uns zu einem Gespräch und dann war mein FSJ auch schon in trockenen Tüchern“, berichtet der 18-Jährige, der seine Vormittage meistens in der Mittelschule verbringt und dort die Sportlehrer beim Unterricht unterstützt. Am Nachmittag trainiert er dann die Jugendmannschaften der Sportgruppe (SG) Hohenschambach. „Ich übe zum Beispiel Torschüsse mit ihnen, bereite Passübungen vor und gehe mit ihnen die Aufstellung durch“, erzählt Philipp Arnold. Hauptsächlich ist er für die Acht- bis Zehnjährigen, die sogenannte E-Jugend, verantwortlich.

Bevor er jedoch überhaupt in die Trainerrolle schlüpfen durfte, musste er zuerst eine Übungsleiterausbildung im Breitensport absolvieren. „Das ist bei der SG Hohenschambach üblich. Diese drei Wochen waren wirklich anstrengend. Wir hatten von acht Uhr morgens bis zum späten Nachmittag Programm“, erinnert sich Philipp Arnold. Die Kosten, Organisation und Durchführung der Übungsleiterausbildung übernimmt dabei die Bayerische Sportjugend.

Sieben Tage die Woche Fußball

Erst nach der Übungsleiterausbildung ging es mit seinem Freiwilligen Sozialen Jahr richtig los. Neben dem Trainieren der Jugendmannschaften unter der Woche ist Philipp Arnold auch oft am Wochenende eingespannt – meistens als Turnierleiter oder Schiedsrichter. Da der 18-Jährige zudem selbst in einem Verein Fußball spielt, bleibt nebenbei nicht viel Zeit für weitere Aktivitäten. „Nachdem ich die Jugend trainiert habe, fahre ich meistens direkt zu meinem Training beim TSV Kareth Lappersdorf. Am Wochenende lege ich als Trainer die Heimspiele meiner E-Jugend dann so, dass sie sich nicht mit meinen eigenen Spielen überschneiden. Das hat bislang echt gut funktioniert“, erzählt Philipp Arnold.

Für seine FSJ-Tätigkeit erhält er 300 Euro Taschengeld im Monat. Damit kommt er auch gut zurecht, schließlich sind es von seinem Elternhaus zum Verein nur zehn Minuten mit dem Auto.

Hilfe bei der Studienwahl

Fast acht Monate ist Philipp Arnold mittlerweile bei dem Verein und würde sich jedes Mal wieder für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport entscheiden. Die Arbeit mit den Kindern macht ihm viel Spaß und auch die Trainerrolle liegt dem Abiturienten. „Mit Kindern wird es nie langweilig. Es gibt immer witzige Geschichten zu erzählen“, sagt der 18-Jährige.

Auch bei der Studienwahl hat ihm die Auszeit schon geholfen. Philipp Arnold weiß inzwischen zumindest, was er nicht studieren möchte: Grundschullehramt. „Obwohl ich die Kinder gerne trainiere, ist es mitunter anstrengend. Ich würde später lieber Sportler oder junge Erwachsene betreuen oder unterrichten“, erklärt er. Doch bis es so weit ist, wird er bis Ende August 2016 weiterhin als Trainer des SG Hohenschambach auf dem Fußballplatz stehen.

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ im Sport

Das FSJ im Sport ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr für Jugendliche zwischen 15 und 26 Jahren und dauert mindestens sechs und maximal 18 Monate.

Das FSJ im Sport in Bayern wird über die Bayerische Sportjugend absolviert. Auf der Webseite www.freiwilligendienste.bsj.org findest du alle Einsatzstellen in Bayern, die einen Freiwilligendienst im Sport anbieten.

 

abi>> 21.04.2016