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Soziales Engagement am Hyde Park

Zu sehen ist stark befahrene Hauptstraße in London, im Vordergrund ein roter Doppeldeckerbus, darüber befindet sich ein Underground-Schild. Rechts ragt eine Jack Union Flagge aus einer Hausfassade.
Elf Monate verbrachte Johannes Hitzegrad in der Hauptstadt Englands. Genügend Zeit, um sich mit Land und Leute vertraut zu machen.
Foto: Manuela Meier

Europäischer Freiwilligendienst (EFD) in London

Soziales Engagement am Hyde Park

Im Rahmen seines Europäischen Freiwilligendienstes verbrachte Johannes Hitzegrad nach dem Abitur elf Monate bei der Jugendhilfsorganisation German YMCA in London. Für abi>> berichtet der 21-Jährige von seinen Erfahrungen in der britischen Metropole.

Steckbrief

Name: Johannes Hitzegrad
Kommt aus: Arnsberg im Sauerland
Alter: 21
Abitur: 2014
Macht gerade: studiert Geschichte und Politikwissenschaft in Münster

„Nach dem Abitur wollte ich meine gewohnte Umgebung verlassen, ein fremdes Land kennenlernen und dabei auch etwas für die Gesellschaft leisten“, erklärt Johannes Hitzegrad. Seine Wahl fiel auf den Europäischen Freiwilligendienst (EFD), der all diese Kriterien erfüllt. „Auf einer Messe im Oktober 2013 habe ich mich bei den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) Bonn über die Möglichkeiten informiert“, erzählt er.

Der ijgd unterstützt Jugendliche als Entsendeorganisation bei der Suche nach einer passenden Einsatzstelle und betreut sie pädagogisch. Da der EFD vom EU-Programm Erasmus+ gefördert wird, bietet er auch sozial benachteiligten Jugendlichen die Möglichkeit, ins Ausland zu gehen. Denn die Kosten für Verpflegung, Unterkunft sowie Fahrtkosten und Versicherungsschutz werden komplett übernommen. In der Regel erhalten die Teilnehmer auch ein angemessenes Taschengeld.

Europaweite Projekte

Ein Porträt-Foto von Johannes Hitzegrad.

Johannes Hitzegrad

Foto: privat

„Um meine Chancen zu steigern, habe ich mich bei verschiedenen Projekten in ganz Europa beworben“, erzählt Johannes Hitzegrad. „Besondere Voraussetzungen musste ich nicht erfüllen, ich sollte nur begründen, warum ich am Projekt teilnehmen möchte. Dass ich schließlich Mitte März 2014 eine Zusage von der German YMCA in London bekam, hat mich sehr gefreut.“

Der Freiwilligendienst begann im September 2014 und sollte elf Monate dauern. „Meine Unterkunft lag direkt am Hyde Park, wo die German YMCA London ihren Sitz hat“, erzählt er. Der christliche Verein betreut verschiedene soziale Projekte, bei denen nun auch Johannes Hitzegrad eingebunden wurde. „Ich wurde dort sehr herzlich aufgenommen. Gut war auch, dass zu Beginn des Freiwilligendienstes eine Einführungsveranstaltung stattfand. Dort lernte ich viele andere Freiwillige kennen, mit denen ich mich austauschen und etwas unternehmen konnte.“

Sein Arbeitstag bei der German YMCA ging in der Regel von 9 bis 17 Uhr. „Die gemeinnützigen Projekte waren sehr vielfältig. Zum Beispiel haben wir älteren Menschen im Garten geholfen oder Kinder nach der Schule betreut“, berichtet er. Einmal im Monat plante der Verein eine größere Veranstaltung. „Das konnte zum Beispiel eine Stadtführung, ein Picknick oder ein Konzert sein, das wir organisiert haben. Wenn am Wochenende eine Veranstaltung stattfand, bekam ich dafür unter der Woche frei.“

Großstadtleben und Ausflüge auf die grüne Insel

Dem 21-Jährigen blieb auf diese Weise genug Freizeit, um die Stadt zu erkunden. „Das Leben in London war für mich etwas völlig Neues“, erzählt Johannes Hitzegrad. „Es ist eine wahnsinnig lebendige Stadt, in der immer was los ist.“ Aber auch außerhalb Londons gab es viel zu entdecken: „Ich bin viel rumgereist. Zum Beispiel war ich in Cambridge und Oxford, einige Urlaubstage verbrachte ich auch auf der irischen Insel. Das hat mir besonders gut gefallen.“

Beendet hat Johannes Hitzegrad seinen Aufenthalt mit einer Abschiedsveranstaltung, zu der auch viele ehemalige Mitglieder des Vereins kamen – eine besonders schöne Erfahrung für den Abiturienten, der auch in Zukunft immer gerne an seine Zeit in London zurückdenken wird: „Es hat nicht nur unheimlich viel Spaß gemacht, ich habe mich auch persönlich weiterentwickelt“, resümiert er. „Ich bin nicht nur eigenständiger und selbstbewusster, sondern auch offener und entspannter geworden.“

Europäischer Freiwilligendiest (EFD)

Der Europäische Freiwilligendienst wird von dem EU-Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION gefördert und dauert zwischen drei Monaten und einem Jahr.
www.go4europe.de

abi>> 28.07.2017