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Tieferes Verständnis für andere Kulturen

Landkartenausschnitt von Suedamerika
Ein Jahr lang arbeitete Armin Aminian als Sprach- und Kulturassistent an einer argentinischen Schule.
Foto: Martin Rehm

Freiwilligenarbeit in Argentinien

Tieferes Verständnis für andere Kulturen

Wer gerne mit Menschen zu tun und Lust darauf hat, sich in internationalen Kultur-Projekten zu engagieren, ist beim Dienst kulturweit genau richtig. Armin Aminian aus Gießen arbeitete nach dem Abitur für ein Jahr als Volunteer in einer Schule in Argentinien. Im Gespräch mit abi» erzählt er von seinen Erfahrungen.

Steckbrief

Name: Armin Aminian

Woher: Gießen

Alter: 22 Jahre

Abitur: 2013

Leistungskurse: Politik & Wirtschaft und Englisch

Studiert: European Economic Studies

Direkt nach dem Abitur zu studieren kam für Armin Aminian nicht in Frage. „Ich wollte erst mal raus, Erfahrungen sammeln und meine Sprachkenntnisse verbessern“, berichtet der 22-Jährige. „In der Schule hatte ich bereits Spanisch gelernt, ich fand Lateinamerika interessant und soziales Engagement ist für mich selbstverständlich. Die Idee, das alles in einem Freiwilligendienst zu kombinieren, hat mir gut gefallen.“

Zunächst suchte der Abiturient im Internet nach Informationen. Dort fand er verschiedene Anbieter von Freiwilligendiensten mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten. Er entschied sich für kulturweit, das Angebot der deutschen UNESCO-Kommission e.V., das vom Auswärtigen Amt gefördert wird. Der Fokus liegt hierbei auf internationaler Kultur- und Bildungsarbeit.

Ein Porträt-Foto von Armin Aminian

Armin Aminian

Foto: Alejandra Nothardt

Bewerben konnte er sich direkt online. „Das Bewerbungsformular war sehr umfangreich“, blickt Armin Aminian zurück. „Ich musste viel über meine Motivation, Erfahrung und Eignung schreiben. Um mit der Bewerbung Erfolg zu haben, ist es sehr wichtig zu vermitteln, dass man ein verantwortungsvoller Mensch ist und sich gerne für andere engagiert.“ Vier Monate später erfuhr er, dass er für den Freiwilligendienst akzeptiert wurde und für ein Jahr in einer Schule im argentinischen Resistencia arbeiten würde. „Da habe ich mich riesig gefreut. Nach der langen Wartezeit hatte ich schon fast nicht mehr damit gerechnet, genommen zu werden.“

Deutschunterricht in Argentinien

Ein paar Tage später buchte er den Flug nach Argentinien. Nur einen Teil davon musste er selbst bezahlen, den anderen bezahlte die Organisation. Zusätzlich wurde die Bezahlung der Krankenversicherung übernommen und er erhielt einen Zuschuss zu einem Sprachkurs. Außerdem bekam er ein monatliches Taschengeld in Höhe von 150 Euro. „Da für die Freiwilligen so viele Kosten übernommen werden, ist das etwas, das sich so gut wie jeder leisten kann“, erklärt Armin Aminian. „Wer allerdings neben der Arbeit auch reisen will, braucht selbstverständlich schon ein bisschen eigenes Geld.“

Ein Jahr lang arbeitete der Abiturient schließlich als Sprach- und Kulturassistent an einer argentinischen Schule. „Die Eingewöhnung vor Ort war kein Problem. Es hat nur ein bis zwei Wochen gedauert, dann war ich richtig angekommen“, berichtet er. Von Anfang an bereitete ihm die Arbeit viel Freude: Er half den Schülern beim Deutschlernen und stellte im Rahmen des Unterrichts eigene Projekte auf die Beine. In den Sommerferien leitete er einen Deutschkurs und arbeitete in einem Sommercamp mit.

„Das Auslandsjahr hat mir unheimlich viel gebracht. Das tiefere Verständnis für andere Kulturen, das man während des Freiwilligendienstes aufbaut, ist ein großer Mehrwert“, freut er sich. Und auch auf sein Studienfach hatte sein Auslandseinsatz Einfluss. „Ich wollte ursprünglich irgendwas mit Politik und Wirtschaft studieren. Nach meinem Auslandsaufenthalt war mir klar, dass ich wieder ins Ausland will. Jetzt studiere ich in Bamberg European Economic Studies. Zwei Auslandssemester sind darin Pflicht. Darauf freue ich mich schon riesig!“

abi>> 02.11.2015