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Zwischen Karussell und Achterbahn

Achterbahn
Ein Ausflug in den Freizeitpark ist für viele Familien ein besonderes Erlebnis.
Foto: Konzeptquartier

Jobben im Inland

Zwischen Karussell und Achterbahn

Mit viel Liebe zum Detail begeistert der Freizeitpark Tripsdrill jedes Jahr zahlreiche Besucher. Damit der Ablauf im schwäbischen Familienunternehmen reibungslos läuft, müssen hinter den Kulissen viele Angestellte kräftig mit anpacken. Einer von ihnen ist Fabio Flores (22), der für abi>> von seinen Erfahrungen berichtet.

Steckbrief

Name: Fabio Flores
Woher? Besigheim bei Ludwigsburg
Alter: 22 Jahre
Abitur: 2012
Macht gerade: studiert Gebäude-, Energie- und Umwelttechnik in Esslingen

Als ich 2012 mein langersehntes Abitur in der Tasche hatte, war mir klar, dass ich bis zum Studienbeginn möglichst viel Geld ansparen möchte. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits die vierte Saison im Freizeitpark Tripsdrill gejobbt hatte, wusste ich, was auf mich zukommen würde.

Angefangen hatte alles damit, dass mir zwei Klassenkameraden von ihrem Nebenjob in Tripsdrill erzählten. Sie meinten, dort würde noch weiteres Aushilfspersonal für die Wochenenden und Feiertage gesucht. Meine Freundin und ich beschlossen, uns dort zu bewerben und wurden schon bald darauf zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Kurze Zeit später stand fest, dass wir unsere Wochenenden ab jetzt in Tripsdrill verbringen würden, denn wir hatten die Jobs.

„Der Kunde ist König“

Was die Bezahlung angeht, so war ich froh, mein eigenes Geld zu verdienen. Man fühlt sich dadurch eigenständiger, wenn es auch – vor Zeiten des Mindestlohns – mit etwa sieben Euro überschaubar war. Dafür arbeitete ich mit einem tollen, jungen Team zusammen. Das ist das Besondere an Tripsdrill: Jeder wird sofort ins Team integriert und bekommt seine Aufgaben zugeteilt.

Ein Porträt-Foto von Fabio Flores

Fabio Flores

Foto: Privat

Mein erster Arbeitsplatz war ein kleiner Imbiss an der damals neu errichteten Holzachterbahn „Mammut“. Dort war ich für den Verkauf von Speisen und Getränken zuständig. Nicht alle Kunden waren dabei immer nett, aber wie sagt man so schön: „Der Kunde ist König!“ Ich musste also stets höflich und freundlich sein. Die ersten Tage waren ziemlich anstrengend. Ich hatte es mir einfacher vorgestellt, in einem Freizeitpark zu arbeiten. Das stundenlange Stehen und der permanente Lärm sind aber nicht zu unterschätzen. Dennoch hat es mir Spaß gemacht. Zu jeder Zeit professionell zu sein, ganz egal ob man selbst einen schlechten Tag hat, ist eine Herausforderung. Den Besuchern gegenüber darf man sich nicht anmerken lassen, dass man schlecht geschlafen oder Ärger zuhause hat. Sie sollen davon nichts mitbekommen und einen unbeschwerten Tag im Park genießen.

Wertvolle Erfahrungen

In der Zeit zwischen Schulabschluss und Beginn meines Studiums arbeitete ich sehr viel. Auch heute bin ich dort noch während meiner Semesterferien sowie an Wochenenden und Feiertagen tätig. Mittlerweile war ich so ziemlich an allen Imbissbuden und Süßigkeitenständen eingeteilt, die der Park zu bieten hat.

Im Erlebnispark Tripsdrill habe ich erfahren wie anstrengend es sein kann, sein eigenes Geld zu verdienen. Ich habe aber auch gelernt, wie man mit den verschiedensten Menschen auskommt und dass es wichtig ist, gewisse Kompromisse einzugehen. Im Laufe der Zeit merkte ich, wie ich immer routinierter wurde und mich immer besser auf meine Kollegen und Kunden einstellen konnte. Das wird mir sicher auch in meinem späteren Berufsleben zugutekommen. Ich kann es jedem nur empfehlen, nach dem Abitur in einem Freizeitpark zu jobben. Man lernt tolle Menschen kennen, die sich eventuell zu guten Freunden entwickeln können. Außerdem trifft man auf viele Studierende, die einem hilfreiche Tipps für das Studentenleben geben können.

 

 

abi>> 17.09.2015