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Von der Schule bis nach dem Studium: Diese Praktika warten auf dich

Ein junger Mann plant gerade eine neue Verkaufsfläche an der Pinnwand.
Auch im Praktikum ist eine gute Organisation das A und O.
Foto: Sonja Brüggemann

Berufsorientierung mit Praktika – Übersicht

Von der Schule bis nach dem Studium: Diese Praktika warten auf dich

Während der Schulzeit oder des Studiums, verpflichtend oder freiwillig, manchmal Voraussetzung für die Aufnahme eines Studiums oder einen Abschluss: sich im Praktika-Dschungel zurechtzufinden, ist gar nicht so einfach. Die abi>>-Übersicht bringt Klarheit, was hinter den verschiedenen Praktika steckt.

Schülerbetriebspraktikum

Das Praktikum während der Schulzeit, das in der Regel zwischen der 8. und 10. Klasse stattfindet, dient der Berufsorientierung. Es ist – abgesehen vom Bundesland Berlin – verpflichtend für alle Schüler im Lehrplan vorgesehen und dauert zwei bis drei Wochen, in denen die Praktikanten vom Unterricht freigestellt sind.

Schnupperpraktikum

Viele Betriebe bieten Schülern die Möglichkeit, für die Dauer von einigen Tagen einen Blick hinter ihre Kulissen zu werfen. Ein freiwilliges, unentgeltliches Schnupperpraktikum kann nach der Schule oder in den Ferien bewerkstelligt werden und durch das Kennenlernen der Arbeitsbedingungen bei der Berufswahl helfen. Für Ausbildungsbetriebe sind sie unter Umständen Teil des Bewerbungsverfahrens.

Freiwilliges Praktikum

Ob in den Schulferien, nach dem Abitur, während des Studiums in den Semesterferien oder mithilfe eines Urlaubssemesters: Ein Praktikum aus Eigeninitiative macht sich immer gut im Lebenslauf. Es kann je nach Stelle zwischen einigen Tagen, mehreren Wochen bis hin zu einem Jahr dauern. Erstreckt sich die Dauer auf einen Zeitraum von über drei Monaten besteht zudem Mindestlohnanspruch. Um einen Praktikumsplatz muss man sich selbst kümmern. Tipp: Am Ende um ein Praktikumszeugnis bitten.

Fachpraktikum

Ob im Rahmen eines Studiums oder einer schulischen Ausbildung – ist ein Fachpraktikum vorgeschrieben, steht das in der Studien- oder Ausbildungsordnung. Die Dauer des Praktikums variiert zwischen einigen Tagen pro Woche bis hin zu einem mehrmonatigen Blockpraktikum.

Vorpraktikum

Passt der Studiengang wirklich zu mir? Bei einigen Studiengängen ist ein Vorpraktikum Voraussetzung für die Immatrikulation, zum Beispiel in vielen Ingenieursstudiengängen sowie im naturwissenschaftlichen und sozialen Bereich. Die vorgeschriebene Dauer beläuft sich auf sechs bis 13 Wochen. An manchen Hochschulen kann ein Teil des obligatorischen Praktikums auch später im Studium abgeleistet werden. In einigen Fällen werden auch Schulpraktika anerkannt, wenn sie denn zur Fachrichtung passen.

Pflichtpraktikum/Praxissemester

In vielen Studiengängen ist ein Pflichtpraktikum vorgesehen. Während die Dauer (und auch der Inhalt) eines Pflichtpraktikums abhängig ist von der jeweiligen Verordnung des Studienganges, erstreckt sich das verpflichtende Praxissemester zumeist über die Dauer eines Semesters, sprich sechs Monate. Es kann gegebenenfalls auch als Auslandspraktikum absolviert werden. Pflichtpraktika dienen primär dem Sammeln von praktischen Erfahrungen, indem das theoretische Wissen angewendet, vertieft und ausgebaut wird. Durch ein Praxissemester verlängert sich die Studienzeit übrigens nicht, denn es ist als praktischer Teil der Hochschulausbildung fest in den Studiengang eingeplant.

Anerkennungspraktikum

Das Anerkennungspraktikum dient der staatlichen Anerkennung des Studiums. Ob es absolviert werden muss, ist vom Studiengang und Bundesland, in dem die Hochschule sitzt, abhängig. In vielen sozialpädagogischen Berufen ist beispielsweise ein komplettes Anerkennungsjahr Vorschrift.

abi>> 13.08.2018