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Ab ins Radio

Ein leeres Fernsehstudio in dem eine Kamera steht.
In der Medienbranche führt kein Weg an Praktika vorbei.
Foto: Nancy Heusel

Praktikum vor Studienbeginn

Ab ins Radio

Betina Bauer (20) will später beruflich in der Medienwelt Fuß fassen – am liebsten als TV-Moderatorin. Deshalb beschloss sie, nach dem Abitur erst einmal in verschiedene Medienunternehmen zu schnuppern. Ihr war klar: In der Branche sind Durchhaltevermögen und Praxiserfahrung gefragt.

In der Schule war Betina Bauer Chefredakteurin der Schülerzeitung, schrieb Berichte für die Abizeitung und konnte erste Veranstaltungen moderieren. „Nach dem Abitur wollte ich erst einmal Praktika bei Fernseh- und Radioanstalten, aber auch bei Printmagazinen machen und herausfinden, welche Ausbildungsmöglichkeiten es eigentlich gibt und ob die Branche wirklich zu mir passt.“

Frühzeitig bewerben

Ein Porträt-Foto von Betina Bauer

Betina Bauer

Foto: Privat

Mit den Bewerbungen begann die 20-Jährige bereits vor ihrem Schulabschluss. „Ich wollte nicht bis nach dem Abitur warten, daher habe ich ein Jahr vor meinen Prüfungen Bewerbungen geschrieben.“ Betina Bauer wohnt in einer oberbayerischen Kleinstadt, eine Stunde Bahnreise bis nach München. In ihrer Familie arbeitet niemand in der Medienwelt. Also schickte sie ihre Bewerbungen an die großen, namhaften Sendeanstalten und Verlage: „Eben die, die man so kennt!“

Was sie nicht wusste: Diese vergeben Praktika in der Regel nur an Studierende und auch nur für drei bis sechs Monate. „Beim Fernsehen und den Zeitungsverlagen ist es ohne Schüler- oder Studierendenstatus meiner Erfahrung nach extrem schwierig, eine Praktikumsstelle zu bekommen“, stellt die 20-Jährige fest.

Durch Vitamin B zur Praktikumsstelle

Betina Bauer hatte jedoch Glück und gelangte schließlich doch an ein Praktikum bei einer Zeitschrift: „Ein Bekannter meiner Familie fragte, was ich nach dem Abi machen möchte. Als ich ihm meine Pläne darlegte, meinte er nur: ‚Warte mal, ich kenn da jemanden‘“, erzählt sie. Aus dem Smalltalk ergab sich schließlich ihr erstes Praktikum beim Burda Verlag, das sie mittlerweile abgeschlossen hat und von dem sie immer noch ganz begeistert ist. „Ich konnte drei Monate lang in einer Redaktion mitarbeiten“, berichtet Betina Bauer.

Nicht nur die Arbeit machte ihr viel Spaß, das Praktikum war zudem auch noch vergütet: Keine Selbstverständlichkeit – beim Aus- und Fortbildungskanal (afk) in München, bei dem sie anschließend für zwei Monate in der Rundfunkredaktion arbeitete, verdiente sie zum Beispiel kein Geld. „Zum Glück unterstützen mich meine Eltern und sind damit einverstanden, dass ich ein Jahr lang Praktika mache – auch unbezahlte“, erzählt sie.

Ihr Highlight: Eine Sendung moderieren

Von dem Praktikum beim afk war Betina Bauer ebenfalls begeistert: „Das Tolle ist, dass man von Anfang an festes Mitglied in einem Tagesteam ist. Bei der morgendlichen Themenkonferenz brachte ich meine Ideen ein, schrieb anschließend Beiträge und sprach diese auch selbst ein.“ Ihr Highlight: Die Moderation einer ganzen Sendung. In Kürze kann sie ihr drittes und letztes Praktikum, das sie bei Radio energy absolvieren wird, antreten – und parallel läuft bereits ihre Bewerbung als TV-Beitragsmacherin bei afk.

Die Praktika haben Betina Bauer bereits jetzt viel gebracht – auch was ihre Studienentscheidung betrifft. „Man hat mir mehrfach geraten, nicht einfach Medien- und Kommunikationswissenschaften zu studieren, sondern mir in einem Studium, das mir Spaß macht, Fachwissen anzueignen“, berichtet sie von ihren Erfahrungen. Nach ihren Praktika kann sich Betina Bauer vorstellen, Nordamerikastudien zu studieren. Und natürlich studienbegleitend weiterhin Praktika zu machen.

abi>> 29.02.2016

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