Mit Blick auf das große Ganze

Servicemanagerin leitet eine interne Schulung.
Volkswirte arbeiten nicht nur bei Banken, sondern auch in der Beratung von internationalen Organisationen, Unternehmen oder Ministerien.
Foto: Axel Jusseit

Volkswirte

Mit Blick auf das große Ganze

Wie funktionieren Märkte? Wie entsteht Arbeitslosigkeit? Volkswirte beschäftigen sich mit einzel- und gesamtwirtschaftlichen Themen und Zusammenhängen. Ihre im Studium erlernten Fertigkeiten sind in verschiedenen Branchen gefragt.

Jan Philipp Clever (34) ist Unternehmensberater in Frankfurt am Main. Er berät Banken und hilft ihnen, sich vor Finanzkriminalität zu schützen: „Ich befasse mich mit Themen wie der Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie der Bekämpfung von Bestechung und Korruption“, berichtet er. „Ich unterstütze die Banken dabei, dass sie nicht selbst zum Opfer oder sogar Täter solcher Verbrechen werden.“

Dafür arbeitet er bei dem Kunden vor Ort, um als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen und sich ein Bild von der Situation machen zu können: „Ich analysiere die Gefährdungssituation der Bank mithilfe von Risikoanalyse-Tools“, erklärt der studierte Volkswirt. „Diese Tools bilden sämtliche Geschäftsbereiche eines Kreditinstituts ab und ermöglichen es mir, Risiken und die bereits vorhandenen Kontrollen analytisch zu bewerten. Sollten die ermittelten Risiken nicht ausreichend abgesichert sein, greife ich zu weiteren Kontrollmaßnahmen.“

Kampf gegen Finanzkriminalität

Ein Porträt-Foto von Jan Philipp Clever

Jan Philipp Clever

Foto: privat

Eine Absicherung stellt beispielsweise das Vier-Augen-Prinzip dar. Transaktionen – das sind Kundenaufträge an die Bank, zum Beispiel Überweisungen – dürfen dabei nur von zwei Personen in gemeinsamer Abstimmung freigegeben werden. „Weitere Kontrollen sind rein IT-gestützt. So helfen Algorithmen der Bank beispielsweise, ungewöhnliche Transaktionen zu ermitteln und Täter der Geldwäsche zu überführen“, erläutert Jan Philipp Clever. Ein Algorithmus ist in diesem Fall eine Art Anleitung – stimmen die vorliegenden Daten nicht mit den dort festgeschriebenen Vorgaben überein, meldet dies die Software. Der Unternehmensberater hilft aber auch den Angestellten der Banken, die Augen in puncto Finanzkriminalität offen zu halten: „Ohne das entsprechende Wissen ist es unmöglich, auffällige Transaktionen zu erkennen. Deshalb führe ich regelmäßige Schulungen für die Mitarbeiter durch.“

Dafür ist der 34-Jährige bei den verschiedenen Kunden vor Ort tätig. „Ich mag die Abwechslung in meinem Beruf“, erzählt er. „Ich weiß oftmals nicht, welche Bank in welcher Stadt ich in einem halben Jahr unterstützen darf. Ständig neue Arbeitsbedingungen und Kollegen – das muss man mögen.“

Analytisches und abstraktes Denken

Nach dem Abitur hatte der Unternehmensberater Volkswirtschaftslehre an der Universität Trier studiert, wo er zunächst auch als wissenschaftliche Hilfskraft tätig war. In seinem ersten Job als Prüfungsassistent bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat er Bilanzen von Banken durchleuchtet. Nach einer weiteren Station als Prüfungsleiter ist er nun bei einer mittelständischen Unternehmensberatung beschäftigt.

„Die Volkswirtschaftslehre verlangt es, ständig zu abstrahieren und das große Ganze zu betrachten. Diese Eigenschaft ist unglaublich wertvoll in meinem Beruf, denn es hilft, Zusammenhänge zu erkennen. Und natürlich ist die Volkswirtschaftslehre eine Wissenschaft: Die Professoren verlangen ein methodisches und analytisches Vorgehen. Diese Fertigkeit habe ich erst im Studium erlernt“, erklärt Jan Philipp Clever. Die Spezialkenntnisse für seinen Beruf hat sich der studierte Volkswirt allerdings erst nach dem Hochschulabschluss angeeignet: „Einen großen Teil habe ich während der Tätigkeit gelernt. Ich habe aber auch immer wieder zielgerichtet Schulungsmaßnahmen besucht“, erzählt er.

Kleiner Arbeitsmarkt

Nicht nur in Banken, sondern auch bei der Beratung von internationalen Organisationen, Unternehmen oder Ministerien sowie Politikern sind Volkswirte gefragt. Dennoch: „Der Arbeitsmarkt für Volkswirte ist relativ klein“, sagt Claudia Suttner vom Team Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit. „Die Zahl der sozialversicherungspflichtig als Volkswirte Beschäftigten beträgt rund 8.000 und ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Es suchen nur sehr wenige Arbeitgeber explizit nach Volkswirten. Die Hauptbeschäftigungsbranchen sind die öffentliche Verwaltung, Forschung und Entwicklung sowie das Bildungswesen.“ Matthias Meyer Schwarzenberger vom Bundesverband deutscher Volks- und Betriebswirte e.V. (bdvb) ergänzt: „Typische Arbeitgeber sind außerdem Banken und Versicherungen. Volkswirte arbeiten zudem in den Medien oder machen sich selbstständig.“

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit ist positiv: „Die Zahl der Personen, die eine Stelle als Volkswirt suchten und arbeitslos gemeldet waren, ist von 2016 auf 2017 um acht Prozent auf 700 gesunken,“ erklärt Claudia Suttner. „Es gab auch ein Plus an Stellenangeboten. Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. In Ballungsgebieten wie dem Rhein-Main-Gebiet oder in Berlin, in denen es viele Banken und Behörden gibt, werden vergleichsweise mehr Volkswirte gesucht. Dagegen sind Arbeitsplätze in mittelständisch geprägten Regionen rar.“

Eigeninitiative gefragt

Matthias Meyer-Schwarzenberger schätzt die Arbeitsmarktchancen von Volkswirten als gut ein: „Volkswirte gelten zwar immer noch als Exoten, sind aber aufgrund ihrer Fähigkeiten gefragt. Im Studium lernen sie, analytisch zu denken, und trainieren ihr Abstraktionsvermögen. Sie können sich schnell in komplexe Zusammenhänge einarbeiten und müssen in der Lage sein, ihre Analysen in Worte zu fassen, was beispielsweise bei Verkaufspräsentationen wichtig werden kann. Ein Teil des Studiums besteht außerdem aus Betriebswirtschaftslehre: Kenntnisse, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind.“

Wer nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre eine Beschäftigung finden möchte, muss sich aktiv darum kümmern: „Beim Berufseinstieg gilt es, Initiative zu zeigen, egal, für welchen Bereich man sich interessiert“, rät der Experte des bdvb. „Wer sich frühzeitig Netzwerke aufbaut und seine Kompetenzen gut verkauft, hat derzeit gute Chancen auf einen Job. Volkswirte sind Generalisten, die vielfältig einsetzbar sind und je nach Zweitfach verschiedene Richtungen einschlagen können. Beim Bewerben ist es daher wichtig, sein Profil und seine Ziele deutlich zu machen. Darüber sollte man sich frühzeitig klar werden, um nicht erst nach dem Studium mit der Orientierung zu beginnen.“

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk der Bundesagentur für Arbeit für Berufe mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild (Suchwort: Volkswirt).
www.berufenet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen (Suchwörter: Volkswirtschaft, VWL).
www.studienwahl.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

KURSNET

Portal für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du insbesondere nach Weiterbildungen suchen (Suchwörter: Volkswirtschaft, VWL).
http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de

BERUFETV

Das Filmportal der Bundesagentur für Arbeit
www.berufe.tv

Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V. (bdvb)

Verband für alle studierten Wirtschaftswissenschaftler
www.bdvb.de

Verein für Socialpolitik

Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit wissenschaftlicher Ausrichtung
www.socialpolitik.de

 

Volkswirte – Interview

Mit Modellen die Welt erklären

Volkswirte analysieren wirtschaftliche Prozesse. Warum das gerade heute wichtig ist, welche Anforderungen ein Volkswirt erfüllen muss und wie die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind, erklärt Dr. Matthias Meyer-Schwarzenberger, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V. (bdvb).

abi>> Herr Meyer-Schwarzenberger, warum empfehlen Sie jungen Menschen, Volkswirtschaftslehre zu studieren?

Matthias Meyer-Schwarzenberger: Weil es ein faszinierendes Fach ist. Es kombiniert mathematische Problemlösungen mit dem Blick auf das große Ganze sowie mit gesellschaftlicher Verantwortung. Volkswirte beschreiben die Realität mit Hilfe von Modellen. Außerdem beschäftigt man sich mit topaktuellen Themen, die gesellschaftlich wichtig sind.

abi>> Welche Anforderungen sollte man erfüllen, wenn man Volkswirtschaftslehre studieren möchte?

Ein Porträt-Foto von Dr. Matthias Meyer-Schwarzenberger

Dr. Matthias Meyer-Schwarzenberger

Foto: Adrian Stanciu

Matthias Meyer-Schwarzenberger: Man sollte vor allem gut in Mathematik sein. Sie macht einen großen Teil des Studiums aus. Rechnen ist ebenfalls eine wichtige Fähigkeit, die man keineswegs mit Mathematik gleichsetzen kann. So sollte man beispielsweise im Kopf überschlagen können, ob Ergebnisse plausibel sind oder nicht. Um die volkswirtschaftlichen Modelle zu erklären, ist es außerdem nötig, sich verbal gut ausdrücken zu können. Ob man das Gesundheitssystem optimieren, die nächste Blase an der Börse verhindern will oder einen Nachhaltigkeitsbericht für ein Unternehmen schreibt: Man rechnet nicht, um zu rechnen, sondern aus Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft. Da spielen auch ethische Fragen eine Rolle.

abi>> Hat sich das Fach in den vergangenen Jahren verändert, auch durch aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen?

Matthias Meyer-Schwarzenberger: Ja, das Fach hat sich verändert. Im Zusammenhang mit der Finanzkrise kam viel Kritik an den Inhalten des Volkswirtschaftsstudiums auf. Das hat zum Beispiel dazu geführt, dass heute das Thema Wirtschaftsethik mehr im Mittelpunkt steht. Unter dem Stichwort „Plurale Ökonomik“ wurden die Lehrpläne geöffnet und mittlerweile werden zu den Standardansätzen auch Alternativen stärker aufgezeigt. Der Beruf des Volkswirts hat durch die wirtschaftlichen Ereignisse der vergangenen Jahre – zum Beispiel den Brexit, die amerikanischen Zölle oder die ökonomische Entwicklung in China – eine erhöhte Aufmerksamkeit in den Medien erhalten. Das schafft nicht direkt neue Stellen für Volkswirte, aber es ist vielen klar geworden, dass sie einen wichtigen Beruf ausüben.

abi>> Wie stehen die Arbeitsmarktchancen für Volkswirte?

Matthias Meyer-Schwarzenberger: Die Chancen, als Absolvent eines Volkswirtschaftsstudiums eine Stelle zu bekommen, stehen sehr gut. Typische Arbeitgeber sind Banken, Versicherungen, internationale Organisationen, Ministerien und Forschungseinrichtungen. Für einen Posten in diesen Bereichen ist aber häufig eine Promotion mit höherer Spezialisierung von Vorteil. Die meisten Volkswirte arbeiten deswegen eher in Unternehmensberatungen, bei Medien und Verlagen oder selbstständig. Absolventen der Volkswirtschaftslehre sind gefragt, weil sie analytisch denken können, sich schnell in neue Zusammenhänge einarbeiten und es aus dem Studium gewohnt sind, im Team zu arbeiten. Durch die gesellschaftliche Komponente in dem Fach sind Volkswirte oftmals engagiert und bereit, über den Tellerrand hinauszuschauen. In welche Richtung die Berufswahl geht, hängt aber auch viel vom Nebenfach ab, das man studiert hat. Ein Fondsmanager an der Börse, der biotechnologische Unternehmen beurteilen soll, hat idealerweise etwas in diesem Bereich studiert. Eine sehr große Nachfrage gibt es auch nach Volkswirten, die eine Qualifikation im Bereich der MINT-Fächer haben. Da sollte man am besten seinem Interesse folgen.

abi>> Was sollte man beim Berufseinstieg beachten?

Matthias Meyer-Schwarzenberger: Beim Berufseinstieg sind Engagement und Kreativität gefragt, gerade wenn man einen besonderen Studiengang wie Volkswirtschaft abschließt. Die Stellen für Volkswirte fallen nicht vom Himmel und eher wenige sind im normalen Stellenmarkt zu finden. Zunächst sollte man sich selbst darüber klar werden, in welchem Bereich man später arbeiten möchte und durch Praktika überprüfen, ob das Berufsziel tatsächlich zu einem passt. Bei Fachmessen, Fachverbänden oder Mentoring-Angeboten mit Berufstätigen kann man bereits im Studium Kontakte knüpfen und seinen zukünftigen Berufsbereich kennenlernen. Wenn man sich über sein Berufsziel im Klaren ist, sollte man es in Bewerbungen deutlich machen. Wer Initiative zeigt und sich zielstrebig um seinen Weg kümmert, sollte mit dem Berufseinstieg in der gegenwärtigen Arbeitsmarktlage keine Schwierigkeiten haben.

 

Volkswirtin

Datenanalyse für aktuelle politische Debatten

Banken, Finanzkrise, gesamtwirtschaftliche Stabilität: Wann immer es in politischen Diskussionen um wirtschaftliche Prozesse geht, sind Experten gefragt – zum Beispiel Volkswirte. Sie erforschen gesamt- und einzelökonomische Phänomene, vor allem durch die Analyse von Daten. Eine von ihnen ist Franziska Bremus (36).

Sie arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Makroökonomie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Die Volkswirtin hat sich auf die Themenbereiche Finanzmärkte, gesamtwirtschaftliche Stabilität und Finanzmarktregulierung spezialisiert: „Mich interessiert besonders die Verbindung von einzel- und gesamtwirtschaftlichen Aspekten“, erzählt sie. „Zum Beispiel kann man untersuchen, wie sich die Stabilität einzelner Banken auf das Wirtschaftswachstum auswirkt.“

Für Fachwelt und Laien

Ein Porträt-Foto von Franziska Bremus

Franziska Bremus

Foto: Florian Schuh

Fragen wie diese erforscht sie durch die Analyse von Daten, beispielsweise aus Banken- und Unternehmensbilanzen, also deren Übersicht über Einnahmen und Ausgaben, Vermögen und Schulden. „Meine Ergebnisse stelle ich auf Fachtagungen vor und verfasse wissenschaftliche Texte“, berichtet die Volkswirtin. „Ein Teil meiner Arbeit besteht aber auch darin, die Ergebnisse allgemeinverständlich für Außenstehende zu präsentieren. Wir im DIW Berlin sind in der Politikberatung tätig und sprechen mit Vertretern von Ministerien oder Parlamentariern, auch aus internationalem Umfeld. Wir erklären Besuchergruppen unsere Arbeit und erläutern Medienvertretern wirtschaftliche Sachverhalte.“ Um ihre Forschung betreiben zu können, muss Franziska Bremus außerdem Drittmittel einwerben. „Unsere Tätigkeit ist zu etwa zwei Dritteln aus staatlichen Mitteln von Bund und Ländern finanziert“, erläutert sie. „Um das letzte Drittel müssen wir uns selbst kümmern.“

Außerdem koordiniert die 36-Jährige eine Nachwuchsforschergruppe, die ein Projekt der Leibniz-Gemeinschaft zum Thema Europäische Kapitalmarktintegration bearbeitet. Weiterhin ist sie in der Redaktion des DIW Wochenberichts tätig: „Mir gefällt die Vielfalt der Aufgaben in meinem Beruf“, erzählt Franziska Bremus. „Man analysiert Daten, schreibt Texte, arbeitet allein und auch viel im Team. Man ist oft auf Reisen, um sich mit anderen in der Welt, beispielsweise an Universitäten oder Zentralbanken, auszutauschen und wird gehört, wenn eine Expertenmeinung in einer aktuellen politischen Debatte gefragt ist.“

Mathe, Deutsch und Englisch

Für diese vielfältige Tätigkeit sind unterschiedliche Kenntnisse nötig: „Ich mag besonders die Kombination aus mathematischer Analyse, den geisteswissenschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen sowie der Textarbeit“, erläutert die Volkswirtin ihre Arbeit. „Wenn man das in Schulfächern ausdrückt, sollte man gerne Mathe, Deutsch, Sozialkunde und Englisch gemacht haben.“ Neben Deutsch ist Englisch die Arbeitssprache, in der viele Texte verfasst, Tagungen sowie Vorlesungen an der Universität abgehalten werden.

Franziska Bremus hat ihre Sprachkenntnisse bei einem zweijährigen Auslandsaufenthalt in Kanada vertieft, wo sie ihren Master gemacht hat. In Deutschland hatte sie nach dem Abitur Internationale Volkswirtschaftslehre an der Uni Tübingen studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Nach einem Forschungspraktikum bei der Bundesbank hat sie am Doktorandenprogramm des DIW Berlin teilgenommen und in der Makroökonomie- und Konjunkturabteilung ihre Promotion abgeschlossen. Auf ihre Forschungstätigkeit wurde sie im Studium bestens vorbereitet: „Das Studium ist inhaltlich und methodisch wissenschaftlich orientiert“, berichtet sie. „Man lernt da sehr gut, wie man wissenschaftlich arbeitet. Allerdings kommen andere Bereiche wie Projektmanagement, Textarbeit, Öffentlichkeitsarbeit oder Soft Skills eher zu kurz. Das muss man sich dann später selbst aneignen.“

„Viele Freiheiten“

Die Promotion ist für die Arbeit in der Forschung unbedingte Voraussetzung. „Nach der Doktorarbeit eine Stelle ohne Befristung im Forschungsbereich zu finden, ist nicht immer ganz einfach.“ Die promovierte Volkswirtin hat mittlerweile einen unbefristeten Arbeitsvertrag und mag ihre Arbeit sehr: „Man muss sich und seine Aufgaben selbst organisieren können, denn man hat viele Freiheiten. Wem das liegt, für den ist es ein dynamischer und vielfältiger Job.“

 

Volkswirte - Infografiken

Arbeitsmarkt Volkswirte

Wie viele Studienanfänger gab es in den vergangenen Jahren in der Volkswirtschaft? Wie viele Studierende bestanden die Abschlussprüfungen? Und wie hoch sind die Arbeitslosenzahlen? Verschaffe dir mit den abi» Infografiken einen Überblick.


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Stand: 22.05.2019