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Allroundberuf mit Zukunft

Junge Frau in einer Besprechung
Flexibilität, Teamfähigkeit und eine schnelle Auffassungsgabe – Auszubildende sollten diese Stärken mitbringen.
Foto: Ria Kipfmüller

Industriekaufleute

Allroundberuf mit Zukunft

Flexible Einsatzmöglichkeiten und attraktive Karrierechancen – nicht ohne Grund landeten die Industriekaufleute laut Bundesinstitut für Berufsbildung auf dem fünften Platz der beliebtesten Ausbildungsberufe 2014. Bei den Abiturienten rangierten sie sogar auf Platz eins.

Buchhaltung, Lager, Personalwesen oder Vertrieb – Industriekaufleute befassen sich mit allen kaufmännischen Aufgaben, die in einem Betrieb anfallen. „Industriekaufleute arbeiten im kaufmännischen Bereich von produzierenden Unternehmen“, fasst Frank Ansorge von der Industrie- und Handelskammer Hannover, zusammen. In der dualen Ausbildung lernen angehende Industriekaufleute unter anderem, wie man Kosten erfasst und überwacht, wie man das Personal verwaltet oder wie Absatzwege wirksam genutzt werden. In der Regel durchlaufen die Auszubildenden mehrere Abteilungen im Unternehmen, etwa Personal, Lager, Vertrieb oder Finanz- und Rechnungswesen. Im zweiten Teil der Ausbildung können sie dann je nach Ausbildungsbetrieb eine Vertiefung wählen.

Parallel zur Praxis lernen die Auszubildenden in der Berufsschule die theoretischen Grundlagen. Dort befassen sie sich mit berufsspezifischen Fragen, beispielsweise welchen Weg ein Produkt vom Entwurf bis zum Verkauf nimmt, wie man Wertströme erfasst und dokumentiert oder wie man personalwirtschaftliche Fragen klärt. Daneben stehen allgemeinbildende Fächer wie Deutsch oder Wirtschafts- und Sozialkunde auf dem Stundenplan.

Vielseitig einsetzbar

Industriekaufleute können nur von Betrieben ausgebildet werden, die selbst ein Produkt herstellen. Da sie während der Ausbildung mehrere Abteilungen ihres Ausbildungsbetriebs kennengelernt haben, können Industriekaufleute nach dem Abschluss vielseitig eingesetzt werden. Sie arbeiten beispielsweise in Industriebetrieben, bei Baufirmen oder Druckereien. Aber auch im Handel oder im öffentlichen Dienst gibt es Möglichkeiten.

Interessenten sollten Büro- und Teamarbeit mögen, flexibel sein und gute mathematische Kenntnisse mitbringen. Auch technisches Verständnis wird häufig erwartet. Mit Einverständnis des Ausbildungsbetriebs kann die dreijährige Ausbildung auf zweieinhalb oder sogar zwei Jahre verkürzt werden. Voraussetzung dafür ist das Abitur oder überdurchschnittliche Leistungen in der Berufsschule.

Viele Abiturienten studieren nach der Ausbildung; sie legt eine gute Basis für ein betriebswissenschaftliches Studium. „Nach dessen Abschluss haben die Absolventen ganz klar Vorteile bei der Bewerbung, weil sie eine praxisbezogene Lehre vorweisen können“, ist sich Frank Ansorge sicher.

Mit Extrawissen punkten

Aber auch ohne Studium können sich Industriekaufleute für höhere Führungsaufgaben qualifizieren. Nach der Ausbildung stehen etwa Weiterbildungen zum Industriefachwirt und danach zum Betriebswirt offen. Manche Berufsschulen bieten bereits während der Ausbildung Zusatzqualifikationen an. Mit der Zusatzqualifikation „Fremdsprache für kaufmännische Auszubildenden“ lernt man etwa, typische berufliche Aufgaben auf Englisch zu bewältigen, zum Beispiel, einen Geschäftsbrief in dieser Sprache zu schreiben oder ein Telefonat zu führen. „Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen“ vermittelt Auszubildende mit Hochschulreife und gutem Englischniveau Kenntnisse, die über die regulären Lehrinhalte hinausgehen. Sie erhalten so zum Beispiel Unterricht in internationaler Betriebswirtschaftslehre oder Spanisch. Dieses Extra-Wissen wird in einer zusätzlichen Prüfung abgefragt.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.500 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild (Suchwort: „Industriekaufmann/-frau“).
www.berufenet.arbeitsagentur.de

KURSNET

Das Portal für die berufliche Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit (Suchwort: „Industriekaufmann/-frau“).
www.kursnet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Das anerkannte Kompetenzzentrum für Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Deutschland.
www.bibb.de

Deutscher Industrie- und Handelskammertag

Informationen zur Aus- und Weiterbildung
www.dihk.de/branchen/tourismus/aus-und-weiterbildung

IHK Lehrstellenbörse

Die gemeinsame Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammern
www.ihk-lehrstellenboerse.de

 

abi>> 23.03.2016