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Wissen weitergeben

Ein Buch über Informationsmanagement steht auf einem Tisch und im Hintergrund sitzt eine junge Frau und liest.
Damit wichtige Informationen nicht verloren gehen, werden vermehrt sogenannte Informationsmanager eingesetzt.
Foto: Nancy Heusel

Informationsmanagerin

Wissen weitergeben

Informationssuche, Informationsverarbeitung und Informationsverwaltung sind Franziska Scherers Welt. Für ihre Arbeit als Informationsmanagerin bei der TÜV Nord AG in Hannover ist die 35-Jährige täglich im Internet unterwegs, sichtet Fachdatenbanken und recherchiert nach passender Literatur.

Die Sachverständigen bei TÜV Nord müssen immer auf dem neuesten Informationsstand sein, um ihre Arbeit fachgemäß erledigen zu können. Sie müssen über alle relevanten Gesetzesänderungen und aktuelle Themen in ihrem Sachgebiet Bescheid wissen. Damit sie stets auf dem neuesten Stand sind, versorgen Franziska Scherer und ihre acht Kollegen aus der Abteilung „Information und Medien“ die Experten mit allem, was sie benötigen. Als ausgebildete Informationsmanagerin weiß die 35-Jährige nicht nur, wo sie die nötigen Informationen findet, sondern ist auch in der Lage, das Material entsprechend aufzubereiten und ihren Kollegen zur Verfügung zu stellen. „Ich bin sozusagen Zulieferer für die Sachverständigen“, erklärt sie ihre Position im Unternehmen.

Seit fünf Jahren arbeitet sie bei TÜV Nord, seitdem sie Mutter geworden ist in Teilzeit. „Ich bin gerne Informationsmanagerin und empfinde meine Arbeit als sehr vielseitig. Kein Tag ist wie der andere“, sagt sie. „Mal recherchiere ich beispielsweise zum Thema Bremsen, dann zur Umsetzung der Energiewende in anderen europäischen Ländern. Das finde ich sehr spannend.“

Informationsmappen aktuell halten

Ein Porträt-Foto von Franziska Scherer

Franziska Scherer

Foto: Privat

Neben den wechselnden Anfragen der Sachverständigen, betreut Franziska Scherer auch die Intranetseite ihrer Abteilung und bestellt benötigte Literatur aus Bibliotheken. Zudem kümmert sie sich täglich um das Themenportal des Unternehmens. „Darin gibt es insgesamt 31 Informationsmappen zu TÜV-relevanten Themen wie Umwelt, Mobilität oder auch Datenschutz, die ich mit Informationen befülle“, sagt sie. Sie kämpft sich dafür unter anderem durch EU-Amtsblätter und andere neue Gesetzestexte, wertet die aktuelle Medienberichterstattung aus und durchforstet Fachdatenbanken nach einschlägigen Aufsätzen. „Natürlich schaue ich auch in den Sozialen Netzwerken, ob ich dort etwas Nützliches finde“, sagt sie. Ihre Ergebnisse integriert sie in die Mappen und setzt die zuständigen Sachverständigen über die Änderungen in Kenntnis.

Wie und wo sie wichtige Informationen überhaupt findet, hat Franziska Scherer während ihres Bachelorstudiums in Informationsmanagement an der Hochschule Hannover gelernt, zu dem sie über Umwege gekommen ist. Nach ihrem Abitur hat sie zunächst eine Ausbildung zur Hörgeräteakustikerin gemacht und dann drei Jahre in diesem Beruf gearbeitet. „Ich wollte aber doch noch etwas anderes machen“, erinnert sie sich.

Berufseinstieg bei den Niedersächsischen Gedenkstätten

Nach Abschluss des Studiums Anfang 2010 gelang der Informationsmanagerin der Berufseinstieg in dieses Feld bei einem Projekt der Niedersächsischen Gedenkstätten. Kurz danach wechselte sie in ihre heutige Position beim TÜV Nord. „Das Studium hat mich fachlich sehr gut auf den Beruf vorbereitet. Mit den Themen in unserem Unternehmen musste ich mich natürlich erst mal vertraut machen“, blickt sie zurück. „Aber mittlerweile kann ich sehr gut abschätzen, welche Informationen für uns interessant sind und welche nicht.“

abi>> 26.02.2016