Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Bachelor live

Hallo zurück!

Es ist schon viel zu lange her, dass ich ein Update von meinem Alltag und meinem Leben gegeben habe. Es war einfach so viel los, und leider (oder Gott sei Dank?) bleibt es spannend bis stressig.
Zu meiner eigenen Beschämung muss ich zugeben, dass mein letzter Beitrag im März erschien. Damals war ich auf dem Weg nach Kanada zu der Harvard World Model United Nations. Nach der Klausurphase meines ersten Semesters, den zwei Wochen in Kanada mit kaum Schlaf und den Arbeitszeiten von UN-Delegierten, war ich erstmal völlig platt. Wieder in Deutschland angekommen, hatte ich nur zwei Tage Zeit, bis ich mein Praktikum in einer Berliner Galerie antrat.
Nach dieser sehr ereignisreichen Zeit entpuppte sich mein zweites Semester als mindestens genauso stressig wie das erste. Die gute Nachricht: Ich werde nun in meinem Hauptfach Kunstgeschichte keine einzige Klausur mehr haben! Und es ging munter weiter: Exakt 15 Minuten nach meiner letzten Klausur im Sommersemester saß ich im Bus – wieder auf dem Weg nach Berlin. Dieses Mal absolvierte ich dort ein einmonatiges Praktikum bei einer Fernsehproduktionsfirma und genoss im September das Großstadtleben. Es war das erste Mal nach Monaten, dass ich nur Zeit für mich hatte, mich in Ruhe in Cafés setzen, durch die Stadt schlendern und das Leben genießen konnte.
Mit dem Beginn des Wintersemesters ist nun wieder der Alltag in mein Heidelberger Leben eingekehrt mit einem erneut vollgestopften Stundenplan. Momentan sitze ich an meiner zweiten Hausarbeit noch vom letzten Semester, werkele an meiner Bewerbung für ein Auslandssemester und arbeite den aktuellen Stoff auf.
Dabei merke ich, wie gerne ich diesen Blog führe – nicht nur für euch Leser, sondern auch für mich, um mein Leben zu dokumentieren und mal mit Abstand zu betrachten. Willkommen zurück in meinem gut gefüllten, immer vorantreibenden Leben!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Nov 14, 2017
Autor: Bo
Rubrik: studium
Nov 14, 2017

Bachelor live

Land der Kontraste

„Wohnt ihr in einem dieser umzäunten Häuser oder in einem Township?“, wurde ich immer wieder von Freunden aus Deutschland gefragt, als ich den Sommer in einem Workcamp in einem Vorort von Kapstadt verbrachte. Südafrika ist wohl berühmt dafür, dass es ein Land der Kontraste ist. Den Ausdruck hatte ich vor der Abreise unglaublich oft gelesen – und doch sah Südafrika dann ganz anders aus, als ich es mir vorgestellt hatte.
Wenn man es genau nahm, wohnten wir tatsächlich in „einem dieser umzäunten Häuser“, auf dem Grundstück einer Kirche, das von einem hohen Elektrozaun umgeben war. Aber bedeutet das Luxus? Nein. Wir teilten uns zu siebt ein Schlafzimmer, an der Decke hing Schimmel, die Küche war aufgrund eines kaputten Wasserhahns aufgeweicht und es gab weder Heizung noch Kamin. Einige Einheimische, die wir kennen lernten, wohnen etwas gehobener. Sie haben vielleicht auch keine Heizung und auch kein zweites Stockwerk, aber immerhin mehr Platz. Ihre Häuser stehen jedoch in wohlhabenderen Gegenden, in denen ein umzäuntes Grundstück nicht notwendig war.
Fuhr man von uns aus ein paar Straßen weiter, wurden die Straßen sandiger, enger und voller. Die Häuser dort waren ungefähr so groß wie das Wohnzimmer meiner Eltern, einen Zaun hätten sich die Bewohner vermutlich gar nicht leisten können. Fuhr man dagegen von uns aus ein paar Straßen in die andere Richtung, tauchten bald die ersten mehrstöckigen Häuser auf mit Garagen und gepflegten Gärten.
Südafrika ist nicht unbedingt ein Land der Extreme, denn es gibt immer noch das Zwischending. Es ist aber definitiv ein Land der Kontraste. An einem Tag war ich morgens in einer Suppenküche und nachmittags im Zentrum von Kapstadt. Die Unterschiede waren so riesig – hätte man mir zuvor Fotos aus beiden Gegenden gezeigt, hätte ich wohl vermutet, dass es sich um unterschiedliche Länder handelt. In meiner Schulzeit nahm ich an einem Schüleraustausch teil, nach meinem Abitur habe ich einen Freiwilligendienst im Ausland gemacht und jedes Mal fand ich es faszinierend, wie man ein Land und seine Menschen nach und nach immer besser versteht. Mit jeder Kleinigkeit, die ich über Südafrika lernte, hätte ich jedoch gleichzeitig mindestens zehn Fragen stellen können und mir wurde bewusst: Dieses Land ist so komplex und vielseitig, dass es wohl kaum möglich ist, es innerhalb von vier Wochen zu verstehen.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Nov 9, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Nov 9, 2017

Bachelor live

Sommerschule Identität(en)

Denke ich an den September – Hilfe, es ist November! – denke ich an einen Monat voller Begegnungen. Auch dank der Sommerschule, welche vom Leipziger Institut für Slavistik organisiert wurde.
Zehn Tage haben sich hier Studierende aus drei Ländern mit dem Thema „Identität(en) im mitteleuropäischen Dreiländereck Deutschland – Polen – Tschechien“ befasst. Bereits 2016 nahm ich an einer Sommerschule teil, damals in Prag. Dort ging es vor allem darum, meine Sprachkenntnisse zu verbessern und im Land zu sein. Und nun? Eine Sommerschule in der eigenen Stadt? Ein voller Erfolg!
Das Thema der Identitäten betrachteten wir aus unterschiedlichen Perspektiven. Es ging um Sprache, um Exilliteratur von Juden, Deutschen und Tschechen in Prag, um Deutsche und Polen in Breslau, um Polen in Leipzig. Neben den Studierenden und den Vortragenden, die hauptsächlich aus den drei Städten stammten, kam auch der vielleicht meist gefeierte zeitgenössische Autor Tschechiens, Jaroslav Rudis, nach Leipzig. Es war ein Erlebnis, seine Texte, Kommentare und Anekdoten live zu hören. Wer hätte gedacht, dass Rudis Texte teilweise von Erlebnissen in Leipzig inspiriert sind?
Das vielleicht Schönste an der Sommerschule aber war die gemeinsame Zeit, die man an den Abenden und zwischen den Veranstaltungen mit den Kommilitonen der anderen Universitäten verbringen konnte. Sich über die Lehre und die Motive für das Slawistik-Studium zu unterhalten, war sehr spannend. Auch tat es gut, festzustellen, dass es vermutlich alle deutschen Slawistik-Studierenden auf die Palme bringt, wenn jemand auf ihre Studienwahl mit „Und was macht man dann damit?“ reagiert. Ebenfalls bereichernd war der Austausch mit den Breslauer und Prager Studierenden. Wann sitzt man schon mal mit Polen und Tschechen gleichzeitig an einem Tisch, kann zwischen drei Sprachen hin und her wechseln, dreisprachige Wortspiele gemeinsam entwerfen? Das geht wohl nur bei einer solchen Sommerschule oder ähnlichen internationalen Veranstaltungen.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Nov 9, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Nov 9, 2017