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Bachelor live

Snapchat statt Tagesschau

Die Medienlandschaft ändert sich jeden Tag: Einige von uns haben noch ein Zeitungsabo, andere lesen vor allem die Nachrichten, die unser Facebook-Feed anzeigt. Immer weniger Studierende haben Fernseher, viele Sender stellen ihre Angebote deshalb auch im Internet zur Verfügung. In meinem ersten Semester haben wir viel darüber gesprochen, wie sich die Medienlandschaft historisch gesehen entwickelt hat. Unser Medienkonsum hat sich ständig verändert und wird das auch weiterhin tun.
Im Juli war ich bei der Future News Worldwide-Konferenz in Schottland: Das British Council organisiert dort jedes Jahr Vorträge und Workshops für Nachwuchsjournalisten. Ein wichtiges Thema in diesem Jahr: Welche neuen Chancen bieten sich uns im Internet, welche Herausforderungen müssen wir dadurch aber auch meistern?
Besonders beschäftigt hat mich zum Beispiel Yusuf Omar, der mit journalistischen Inhalten vor allem auf Sozialen Netzwerken wie Snapchat, Facebook und Instagram unterwegs ist. Für eine indische Zeitung hat er Journalisten zu sogenannten Mobile Journalists, also Journalisten, die Inhalte mit ihren Handys erstellen, ausgebildet. In seinem Vortrag hat er einige kurze Sequenzen gefilmt und innerhalb von fünf Minuten fertig gestellt. Die meisten Videos, die sich auf seinen Social Media-Accounts befinden, sind zwar bedeutend aufwendiger, aber mich hat es trotzdem beeindruckt, wie schnell ein solches Video gemacht werden kann.
Ich habe einige journalistische Formate auf Instagram abonniert, deren Stories ich auch verfolge: Um politische oder tagesaktuelle Nachrichten handelt es sich dabei aber eher nicht. Auch finde ich es schwierig, wie sehr sich der Journalismus damit abhängig von Riesen wie Facebook und Snapchat macht: Auch bleibt die Frage offen, womit Journalisten Geld verdienen sollen, wenn die meisten Inhalte kostenlos auf Social Media gestellt werden: Oft wird dann auf gesponserte Inhalte gesetzt, also Inhalte, bei denen Unternehmen das jeweilige Medium dafür bezahlen, sie zu veröffentlichen. Da ist es mir dann doch lieber, für meine Abos zu zahlen und dafür Nachrichten ohne Werbung und gesponserte Inhalte lesen zu können.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jul 26, 2018

Bachelor live

Ist ein Bachelor genug?

Wenn alles nach Plan läuft, schreibe ich in knapp einem Jahr schon an meiner Bachelorarbeit und beende nächsten Sommer mein Studium. Aus diesem Grund schwirrt mir die alles entscheidende Frage momentan durch den Kopf: Was kommt danach?
Die naheliegende Antwort wäre wohl ein Masterstudium. Allerdings möchte ich mich auch über andere Optionen informieren. Kürzlich besuchte ich daher einen Vortrag an der Uni, der darüber informierte, wann ein Master überhaupt Sinn macht. Offensichtlich ist, dass ein Master ein höherer Bildungsabschluss ist und die Aufstiegschancen im Beruf verbessern kann. Außerdem könnte ich mich mit einem Master spezialisieren, denn mein sozialwissenschaftliches Studium ist relativ breit aufgestellt. Falls ich mich für einen Master entscheide, müsste ich einige Fragen klären: In welche Richtung soll ich gehen? Möchte ich in Marburg bleiben, zurück Richtung Heimat oder noch einmal in eine komplett neue Stadt? Oder wäre eine ausländische Uni auch eine Option?
Andererseits läuft ein Masterstudium nicht davon und kann auch noch mit ein paar Jahren Berufserfahrung absolviert werden. Nach meinem sehr theoretischen Studium hätte ich nichts dagegen, endlich praktisch tätig zu werden und dabei herauszufinden, ob mich ein Master überhaupt weiter bringen würde. Außerdem könnte ich Geld verdienen, während ein weiteres Studium neue Kosten bedeuten würde. Allerdings ist es wahrscheinlich gar nicht so einfach, direkt einen passenden Job zu finden. Stattdessen könnte ich vielleicht erst einmal Praktika absolvieren. Oder vielleicht sogar eine Berufsausbildung machen und mich so praktisch spezialisieren.
Wie ihr seht, sind noch viele Fragen offen, die der Vortrag für mich natürlich auch nicht klären konnte. Dafür weiß ich jetzt, worüber ich mir genau Gedanken machen muss und welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Optionen haben. Zum Glück habe ich noch knapp ein Jahr Zeit, um diese Entscheidungen zu treffen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jul 25, 2018

Bachelor live

Nur noch zwei Monate in Deutschland

Spätestens nach dem Fußballspiel zwischen Südkorea und Deutschland ist das kleine Südkorea in aller Munde. Wer hätte gedacht, dass der Fußballgigant Deutschland von dem unbekannten koreanischen Fußballteam besiegt werden würde? Nur noch zwei Monate, dann bin ich endlich dort! Nach fünf Jahren der Abwesenheit bin ich bereit und erfreut, wieder in dieses Land voller fremder Düfte und Geräusche einzutauchen. Die Bewerbung für ein Zimmer im Wohnheim ist verschickt. Es fehlt nur noch der obligatorische Tuberkolosetest, bevor ich ins Flugzeug steigen und losfliegen kann. Ich erwarte so vieles von meinem Auslandssemester: Antworten auf tiefgehende persönliche Fragen, Spaß, Aufregung und vor allen Dingen neue Perspektiven. Laut einem koreanischen Sprichwort wird die eigene Schüssel Reis größer, je mehr man von der Welt gesehen hat, und nebenbei lernt man neue Leute kennen, mit denen man sich diese Schüssel Reis teilen kann – ein schöner Gedanke, oder?
Die meisten organisatorischen Fragen sind nun geklärt – mein Visum etwa ist beantragt – und langsam nimmt mein Auslandsaufenthalt Formen an. Klassischerweise habe ich den Fettnäpfchenführer Korea durchgelesen und eine lange Liste mit Dingen geschrieben, die ich alle erleben will.
Neben dem großen Thema Auslandssemester stehen für mich derzeit auch Klausuren an. Dieses Semester schreibe ich meine allerallerallerletze Klausur überhaupt, dann bin ich offiziell prüfungsfrei. Für die Klausur in Arbeits- und Organisationspsychologie werde ich sehr viel Stoff auswendig lernen müssen, doch nach der letzten Prüfungsphase mit vier Klausuren kann mich nur noch wenig schocken. Momentan genieße ich daher erst mal das sonnige Wetter in Frankfurt und lasse es mir gut gehen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Jul 20, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Jul 20, 2018