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Die Lehrer von morgen

Der Teufel steckt im Detail

Am Donnerstag habe ich meine wissenschaftliche Arbeit abgegeben, sogar ein paar Tage vor Fristende. Der Weg dorthin war aber nicht so einfach: Dass das Formatieren einer Arbeit deutlich nerviger sein kann als das Schreiben selbst, ist kein Geheimnis, darauf hatte ich mich bereits eingestellt. Trotzdem war ich wieder einmal erstaunt, wieviel Zeit es mich tatsächlich kostete. Eine gute Woche bastelte ich an der Arbeit herum, obwohl sie inhaltlich bereits fertig war. Zum Beispiel sollte das Programm die Kapitelüberschriften automatisch ins Inhaltsverzeichnis einfügen, was aber natürlich nicht fehlerlos funktionierte.
Irgendwann wollte ich die Arbeit einfach nur noch vom Tisch haben. Ich erledigte alle Formatierungsaufgaben und entband meine dritte Korrekturleserin von ihrer Pflicht, weil ich ohnehin keine Energie mehr gehabt hätte, ihre Korrekturen einzubauen. Dann schickte ich das Dokument zum Drucken und Binden an den Copyshop. Am nächsten Tag holte ich die Arbeit ab und bemerkte im gebundenen Dokument einen riesigen Fehler: Ich hatte vergessen, Leerseiten einzufügen! Es war das erste Mal, dass ich eine Arbeit doppelseitig drucken ließ. Damit nicht direkt hinten auf der Titelseite das Inhaltsverzeichnis kommt und neue Kapitel immer auf der rechten Seite beginnen, hätte ich Leerseiten einfügen müssen. Daran hatte ich jedoch überhaupt nicht gedacht! Nun war alles verschoben. Die Dienste des Copyshops hatten mich über 50 Euro gekostet – ein Betrag, den ich nicht noch einmal ausgegeben wollte. Daher beschloss ich, die Arbeit so zu lassen. Ich schrieb nur meiner Professorin eine E-Mail, in der ich erklärte, dass das so nicht beabsichtigt war. Zum Glück antwortete sie, dass das kein Problem sei, solange man alles lesen könne. Trotzdem hatte ich schreckliche Angst, dass das Prüfungsamt meine Arbeit gar nicht annehmen würde. Glücklicherweise ging alles gut und ich habe wieder eine große Hürde in Richtung Staatsexamen geschafft.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Feb 15, 2018
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Feb 15, 2018

Die Lehrer von morgen

Plötzlich Hiwi

Ich besuchte voriges Semester das Seminar „Einführung ins Alte Testament“, dieses Semester folgte das zum Neuen Testament. In diesem Seminar besprechen wir anhand von Texten Hintergründe, aber auch besondere Stellen der Bibel. Zudem findet ein Tutorium statt, das uns auf die Hausarbeit vorbereiten soll. Diese ist eine Exegese, also eine explizite Auseinandersetzung mit einer Bibelstelle beispielsweise Genesis 22, 1-19. Da ich eine solche bereits im Seminar zum Alten Testament geschrieben habe, bin ich sehr zuversichtlich bezüglich des Schreibens. Ich weiß, was auf mich zukommt und dass es zumindest ein wenig Spaß macht, daran zu arbeiten.
Als ich neulich nach dem Tutorium nach Hause fuhr, setze sich meine zuständige Tutorin im Bus neben mich. Sie wird dieses Semester ihr Studium abschließen, und fragte mich deshalb, ob ich Lust hätte, ihren Hiwi-Job zu übernehmen. Ein Hiwi ist eine wissenschaftliche Hilfskraft, die zum Beispiel Tutorien leitet. Ich erkundigte mich danach, wie dieser Job ablaufen würde, welche Voraussetzungen ich erfüllen müsste und wie es ihr mit der Stelle erging.
Ich ließ mir das Angebot durch den Kopf gehen und bewarb mich schließlich um die Stelle. Aufgeregt stellte ich mich der Koordinatorin des Lehrstuhls vor – und erhielt den Job! Ich bin nun bei der Universität angestellt und werde künftig die Tutorien fürs AT und NT abhalten. Zudem stehe ich bei kleineren Arbeiten dem Institut für evangelische Theologie zur Verfügung, sei es, Akten zu sortieren oder Literatur zu besorgen. Ich bin schon sehr gespannt, vor allem weil einige meiner Freunde dieses Tutorium noch besuchen müssen. Es wird sicher komisch, als Tutorin vor ihnen zu stehen.

Autor: Eva  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 9, 2018
Autor: Eva
Rubrik: orientieren
Feb 9, 2018

Die Lehrer von morgen

Schlüsselkompetenzen

Es gibt Menschen, denen Schlüsselkompetenzen fehlen – in diesem bestimmten Fall des ehemaligen Lehramtsreferenten sogar im wahrsten Sinne.
Zu den Vorteilen als seine Nachfolgerin und damit neue Lehramtsreferentin gehört ein Schlüssel zum Fachschaftsraum. Ich sollte den alten Schlüssel des ehemaligen Referenten bekommen. Aber selbst mir war klar, dass das vermutlich mehr bürokratischen Aufwand bedeutet als ein „Hey, das ist jetzt wohl deiner“ mit anschließendem In-die-Hand-Drücken eines Plastik-Transponders – doch genau so lief es ab.
Nach Rücksprache mit der Fachschaftsratvorsitzenden stellte sich heraus, dass das nicht ganz regelkonform war. Ich schrieb also der Geschäftstellenleiterin, die für die Ausgabe der Transponder zuständig ist, eine kurze, erklärende E-Mail. Sie war nicht begeistert, erklärte dann aber, ich solle in der nächsten Woche vorbeikommen, um den Schlüssel durch eine Unterschrift offiziell auf mich zu übertragen.
So weit, so gut. Am Dienstag darauf in ihrem Büro betonte ich meine Unschuld und versicherte, dass ich bei Abgabe meines Amtes auf jeden Fall das richtige Verfahren der Schlüsselrückgabe wählen würde. Sie nahm immer noch skeptisch, aber etwas netter den Schlüssel in Augenschein und stellte fest: Die Nummer darauf stimmte nicht mit der des Transponders überein, den der ehemalige Lehramtsreferent damals ausgehändigt bekommen hatte. Ich wusste nicht, was zu tun war, sie war auch irritiert. Wir konnten dann jedoch rekonstruieren, dass die Nummer einem anderen Fachschaftler gehörte, mit dem der ehemalige Lehramtsreferent wohl versehentlich seinen Transponder getauscht hatte. Schlüsselkompetenz: Nicht vorhanden!
Das hieß für mich, dass ich besagten Fachschaftler suchen und den Schlüssel zurücktauschen musste. Ich lief ihm zum Glück schneller über den Weg, als ich befürchtet hatte. Nächste Woche habe ich wieder einen Termin bei der Geschäftstellenleiterin. Die Nummer auf dem getauschten Transponder stimmt wohl, ist dafür aber kaum noch lesbar. Hoffentlich geht dieses Mal trotzdem alles gut.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Feb 8, 2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
Feb 8, 2018