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Die Lehrer von morgen

Saftladen

„Was für ein Saftladen!“ – das war mein nicht ganz ernstgemeinter Kommentar zum neuen Gebäude der Informatik, nachdem ich dort mein erstes Tutorium zu „Analysis für Informatiker halten durfte. Das Gebäude und der Raum waren mir unbekannt, deswegen lief ich am Montagmorgen erst einmal durch den kompletten Neubau hinter der Mensa, bis ich meinen Raum gefunden hatte.
Damit fingen die Probleme aber erst an: Der Raum war nämlich verschlossen. Eine der Informatikerinnen, die vor dem Raum warteten, führte mich zur Informatik-Fachschaft, von wo aus mich einer der Fachschaftler zurück eskortierte und mit seinem Transponder den Raum zum Glück öffnen konnte.
Weiter ging es mit dem Whiteboard. Ich bin ein Fan von Tafelkreide, über Smartboards kann man diskutieren, aber Whiteboards gefallen mir überhaupt nicht. Damit musste ich mich allerdings wohl oder übel arrangieren. Darauf, dass sich kein einziger Whiteboardstift im Raum befand, war ich immerhin vorbereitet: In der Übungsleiterkonferenz hatte uns der Dozent der Vorlesung sicherheitshalber mit Stiften ausgestattet. Die Präsenzaufgaben wurden bearbeitet, die Tafel munter vollgeschrieben, dann tat sich allerdings ein weiteres Problem auf: „Hier ist kein Wischer!“ Die Informatiker waren zum Glück hilfreich beim Problemlösen und schlugen mir vor, doch einfach die Papierhandtücher beim Waschbecken zu nehmen, was tatsächlich ziemlich gut funktionierte.
Das restliche Tutorium lief allerdings gut. Einige der Studierenden sind sehr fit und mit 25 Leuten zu arbeiten, ist mal etwas anderes als meine deutlich kleineren Physikertutorien. Die Probleme wurden mittlerweile auch gelöst: Mein Chef teilte uns Tutoren persönliche Wischer aus und kümmerte sich darum, dass wir Transponder für die Räume bekommen.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 8, 2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 8, 2018

Die Lehrer von morgen

Post-Examens-Tief

Liebe Leute, ich lebe wieder! Ich habe mein erstes Staatsexamen bestanden. Leider bin ich trotzdem nicht euphorisch, auch wenn das keiner verstehen kann. Von außen betrachtet müsste ich der glücklichste Mensch der Welt sein, in Wahrheit weiß ich nicht mehr, wo ich hingehöre und was meine Ziele sind.
Meine Freude hatte sich die ganze Zeit über eher in Grenzen gehalten, weil es einer sehr guten Freundin von mir gesundheitlich ziemlich schlecht geht. Einerseits mache ich mir Sorgen um sie, andererseits fehlt mir ohne sie eine wichtige Konstante in meinem Leben. Dadurch ist das Examen für mich zur Nebensache geworden und die Ereignisse verschmelzen zu einem großen, schlechten Gefühl.
Mittlerweile ist sie wieder auf einem guten Weg, doch eine andere gute Freundin und Kommilitonin hat mir am Tag meiner letzten Prüfung mitgeteilt, dass sie das Studium abbrechen wird – im 11. Semester, nur ein Jahr vor dem Abschluss, weil sie sich nicht mehr mit dem Schulsystem identifizieren könne. Sie ist so bestimmt in ihrer Entscheidung und kein bisschen resigniert - das hat es mir schwer gemacht, ihre Situation gedanklich von meiner zu trennen.
Zu all dem kommt noch mein Umzug Ende März. Ich bin jetzt in einer neuen Umgebung, muss meinen Alltag, meine Kontakte und meine Freizeit neu organisieren. Deshalb fühle ich mich gerade orientierungslos. Ich habe kein Ziel vor Augen. Weiter geht es erst ab Februar 2019, wenn ich mein Referendariat beginne. Ich hatte gehofft, es würde sich wie Freiheit anfühlen. Aber gerade bin ich eher niedergeschlagen und habe keine Energie dafür, die Bücher zu lesen und die Dinge zu tun, auf die ich mich die ganze Zeit gefreut habe.
Vielleicht sind die noch auszupackende Kartons eine Aufgabe, deren Erledigung mich wieder zufriedenstellt.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jun 5, 2018

Die Lehrer von morgen

Schnitzel, Käse oder Hummus?

Neben dem Vegetarismus zeichnen sich derzeit immer neue Ernährungstrends ab, zum Beispiel laktosefrei, fructosefrei oder vegan. Da fragte ich mich: Welchem Trend würde ich am ehesten folgen? Ich täte mich bereits schwer damit, auf Fleisch zu verzichten. Wahrscheinlich rührt das daher, dass meine Großmutter eine wahre Gourmetköchin ist und mit ihren Fleischvariationen begeistert – ablehnen wäre da meiner Ansicht nach sehr töricht.
Auch in der Mensa locken mich die Fleischgerichte mehr als die vegetarischen. Schnitzel, Gyros oder Braten gegen Nudeln mit Tomatensoße oder Gemüseauflauf einzutauschen, bringe ich nicht über mich. Ich denke dabei auch an das Hungergefühl, das mich schon kurz nach einem vegetarischen Gericht wieder einholt.
Nun wandern sogar vegane Gerichte auf die Speisekarte der Mensa. Viele nehmen das Angebot gerne an. Neugierig schaue ich mir dann dieses Kichererbsenhäufchen an und frage mich, wie man davon satt werden soll – und ob es überhaupt schmeckt? Nachdem mir meine Freundin von ihrer reichhaltigen veganen Ernährung erzählte, probierte ich Hummus, Falafel und Sojadrinks. Aber egal, wie sehr ich an die Kälbchen dachte, die für unseren Konsum frühzeitig von ihrer Mutter getrennt werden, oder an die Bienen, denen ihr aufwendig produzierter Honig entrissen wird – es schmeckte mir einfach nicht.
Dennoch habe ich vollen Respekt vor denen, die sich diszipliniert an ihre vegane Ernährung halten und diese Gerichte gerne essen. Vorgenommen habe ich mir persönlich, wenigstens am Wochenende auf Fleisch zu verzichten. Ich möchte ja eigentlich nicht, dass ein Tier sein Leben für mich lässt. Aber Veganerin werde ich sicher auch in Zukunft nicht.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jun 4, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
Jun 4, 2018