Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Die Lehrer von morgen

Interreligiöser Besuch

Im Didaktikfach evangelische Religion bemüht sich unsere Dozentin, uns auch Einblicke in andere Religionen zu geben.
Neulich besuchte uns ein Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Erfurt, der zur jüdischen Gemeinde Frankfurt gehört. Es war spannend, etwas über seinen Glauben zu erfahren und ihm Fragen zu stellen.
Zunächst gab er Einblicke in die verschiedenen Richtungen des Judentums, die orthodoxen, liberalen und konservativen Auslegungen. Er ging auf wichtige Bräuche ein, etwa, dass Männer die Kippah tragen, um ihre Gottesfürchtigkeit zum Ausdruck zu bringen. Verheiratete Frauen tragen hingegen Perücken oder Schleier. Wir erfuhren etwas über die Verbreitung der Juden weltweit und auch über ihren Alltag. Vor allem die Speisegesetze ließen uns aufhorchen. So dürfen ausgewählte Tiere nur gegessen werden, wenn sie rituell geschlachtet worden sind. Und Milchprodukte dürfen nicht mit Fleisch vermischt werden. Es gibt sogar separate Kühlschränke und separates Geschirr für Milch- und Fleischspeisen.
Im weiteren Verlauf kam die Frage auf, wie man zum Judentum konvertieren kann. Hier gilt die Regel, dass man dem Judentum angehört, wenn man eine jüdische Mutter hat. Dem Judentum beizutreten ist möglich, aber sehr aufwendig. Das Judentum missioniert nicht, sondern will seine bestehende Gemeinde aufrechterhalten. Eine Eheschließung mit Andersgläubigen ist nicht gern gesehen, weil durch den Einfluss des anderen Glaubens der eigene Glaube vernachlässigt werden könnte. Dennoch ist die Eheschließung teilweise möglich, abhängig von der jüdischen Glaubensrichtung.
Zum Schluss wurden uns die jüdischen Feiertage vorgestellt, bei denen vor allem der Schabbat eine Rolle spielt, der Ruhetag der Juden. Es waren interessante Einblicke und trotz meiner häufigen Besuche im jüdischen Museum habe ich viel Neues erfahren.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Feb 14, 2019

Die Lehrer von morgen

Prokrastination

Es ist Prüfungszeit! In solchen Phasen wünsche ich mich immer an andere Orte und in andere Zeiten. Statt zu lernen, putze ich lieber meine Wohnung oder schmiede Pläne für meine Semesterferien. Heute war ich kurz davor einen Flug nach Lissabon zu buchen. Eine Freundin macht dort ein Auslandssemester und lud mich zu sich ein. Ich stöberte nach günstigen Flügen und wurde fündig. Glücklicherweise steht mein Geburtstag bald vor der Tür – vielleicht bekomme ich einen Zuschuss. Ich sehe mich jetzt schon durch die Gassen Lissabons schlendern und Spaziergänge am Strand machen. Dabei vergesse ich ganz gerne das Hier und Jetzt. Denn bevor ich mich in den Süden aufmache, muss ich noch für meine Klausuren lernen.
Weitere Pläne für meine Ferien sind ein Praktikum bei einem Logopäden. Ich möchte meine theoretischen Kenntnisse der Sprachheilpädagogik um praktische Fähigkeiten erweitern. Außerdem muss ich ein Gutachten über einen Schüler für meine Zulassungsarbeit schreiben. Lästige Dinge, die ich bisweilen noch verdränge.
Um etwas Geld für das kommende Semester zu verdienen, hoffe ich, wieder bei der Post arbeiten zu können. Meine vorlesungsfreie Zeit ist demnach schon ziemlich vollgepackt mit Terminen. Allerdings hoffe ich, auch etwas Entspannung zu finden.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Feb 6, 2019
Autor: Eva
Rubrik: studium
Feb 6, 2019

Die Lehrer von morgen

Motivation fürs Referendariat

Was in anderen Studiengängen bestimmte Klausuren oder die Examensprüfungen sind, das ist im Lehramt das Referendariat: der absolute Angstgegner. Alle Menschen um mich herum, die schon im Referendariat waren oder es gerade sind, warnen mich vor dem Stress: Es sei ein Ausnahmezustand, noch nie seien sie derart gefordert worden und freie Zeit sei komplett gestrichen. Da ich bald selbst ins Referendariat starte, bin ich ziemlich genervt von solchen Aussagen. Was habe ich von dieser Panikmache? Ich kann es ja nicht umgehen und kann kaum sinnvolle Vorkehrungen treffen. Lieber wäre ich etwas naiv, dafür aber motiviert an die Sache herangegangen. Nun ist mir die Vorfreude madig gemacht worden.
Der Beginn meines Referendariats rückt immer näher. Bis dahin möchte ich noch möglichst viele Dinge erledigen, für die ich dann voraussichtlich keine Zeit mehr haben werde. In meiner freien Zeit zwischen Examen und Referendariat habe ich leider kaum etwas von dem geschafft, was ich mir vorgenommen hatte: Ich habe nur ein Kapitel meines Buchs geschrieben, ich bin nicht super sportlich geworden, die Zahl der ungelesenen Bücher in meinem Regal ist immer noch riesig und auch am Führerschein bin ich noch immer dran.
Wegen dieser nicht geschafften Aufgaben hatte ich Zweifel, ob ich schon bereit für das Referendariat bin. Ich habe auf ein Zeichen gewartet, das mir bestätigt, dass die Zeit einfach noch nicht reif ist. Aber dann bekam ich meine Wunschschule und begann mich darauf zu freuen. Gestern war ich zum ersten Mal dort, um die Räumlichkeiten und das Kollegium kennenzulernen. Die Schule ist sehr schön und alle nahmen mich herzlich auf. Ich habe natürlich immer noch großen Respekt vor dieser Zeit, aber ich bin zuversichtlich, diese Herausforderung zu meistern.

 

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jan 24, 2019