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Schülerleben live

So geht es weiter

Nicht alle Pläne gelingen. Meine Freundin und ich hatten lange die Idee, eine Art Work und Travel zu machen. Über die Zeit haben wir diesen Plan immer wieder vereinfacht, umgeworfen und komplett neu entworfen, weil wir feststellen mussten, dass wir es einfach nicht schafften. Jedes Mal, wenn wir dachten „Der Plan ist gut! Das funktioniert auf jeden Fall!“ kamen kurz darauf alle möglichen Leute mit Pro- und Kontra-Argumenten auf uns zu. Die Gegenargumente waren uns meist egal, einige konnten wir aber nicht ignorieren. Work und Travel ohne Organisation dahinter ist schwierig – wir aber wollten uns nicht helfen lassen. Schließlich ging es uns nicht darum, viel Geld auszugeben, um schließlich irgendwo arbeiten zu dürfen. Wir wollten einfach nur Reisen und dabei Geld verdienen.
Letztendlich beschloss ich, mich zur Sicherheit für sämtliche Bereiche zu bewerben. Dabei hat mir eine Freundin einen Hof vorgeschlagen, auf dem man ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren kann. Von Freitag bis Samstag war ich dort zum Vorstellungsgespräch, oder besser gesagt zum Probearbeiten. Ich hätte nie gedacht, dass es mir dort so gut gefallen würde. Zu meiner Freude erhielt ich am Samstag dann tatsächlich eine Zusage von meinem zukünftigen Arbeitsgeber. Damit sind zwar alle anderen Pläne gescheitert. Aber was zählt ist, dass dieser neue Plan eine sehr gute Alternative für mich ist. Ich hoffe, dass ich nach diesem Jahr wenigstens herausgefunden habe, ob ein Beruf mit Pferden etwas für mich ist oder eher nicht. Ich freue mich schon darauf, in meine erste eigene Wohnung zu ziehen, das erste eigene Geld zu verdienen und vor allem aber auch, viele neue Dinge zu lernen.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 10, 2019
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
Apr 10, 2019

Schülerleben live

Zielgerade

Über die Ferien war es schwierig, die guten Vorsätze, was die Schule betrifft, beizubehalten. Wenn man morgens bei Sonnenschein aufwacht, ist es doch verlockender, die Zeit draußen mit den Freunden zu verbringen als vor dem Schreibtisch. Ich war oft beim Pferd, im Kino oder einfach so unterwegs. Am Sonntag vor Schulbeginn fiel mir dann wieder ein, was ich alles an Hausarbeiten zu erledigen habe, an Vorträgen ausarbeiten muss und welche Klausuren noch anstehen. Natürlich habe ich an dem Tag das Wichtigste geschafft, so dass ich am Montag einen guten Vortrag halten konnte und auch nicht ganz unvorbereitet in einer Klausur saß. Manchmal braucht man eben den Druck, dass man es nicht mehr hinauszögern kann, bevor man sich hinsetzt und etwas tut. Das funktioniert dann meistens auch. Aber das Ergebnis hätte eigentlich besser sein können, hätte man früher mit der Arbeit angefangen. Ich bin jetzt fast zwölf Jahre zur Schule gegangen und so kurz vor dem Ziel alles hängen zu lassen und nur das Nötigste in letzter Minute zu erledigen, würde mich nicht zu dem führen, was ich nach diesen zwölf Jahren erreichen könnte und auch erreichen möchte. Ich bin nicht die Einzige, die immer wieder sagt: „Ach, das kann ich auch später noch machen.“ Auf diese Weise wird jedoch niemand von uns das bestmögliche Ergebnis erreichen. Und das ist wirklich schade. Aber ist es nicht motivierend, sich vor Augen zu halten, dass es nur noch drei kurze Wochen sind, bis wir nie mehr dazu verpflichtet sind, unser Schulgebäude zu betreten und zu tun, was die Lehrer von uns verlangen? Jede Klausur, die wir jetzt schreiben, wird unsere letzte sein in diesem Fach. Alles was wir ausarbeiten wird das Letzte sein, was wir diesem Lehrer zur Bewertung in die Hände drücken. Und wenn wir unser Abitur bekommen, möchte ich sagen können, dass ich alles dafür getan habe, was ich tun konnte. Also Schluss mit den Ausreden und dem Aufschieben. Die drei Wochen werden auch vergehen und wenn ich jeden Nachmittag wieder am Schreibtisch sitzen muss, dann kann ich mich darauf freuen, dass es bald vorbei ist.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 28, 2019
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
Mar 28, 2019

Schülerleben live

Die erste Chance

Jetzt sind endlich Ferien, aber es war schon ein ungewohntes Gefühl, die Schule am Freitag ohne ein Zeugnis zu verlassen.
Samstag klingelte mein Wecker zur gewohnten Zeit. Ich wollte am Morgen direkt zum Pferd, weil ich für den Nachmittag bereits andere Pläne hatte. Da hier seit Tagen die Sonne scheint, konnte ich endlich wieder mit dem Moped fahren. Ansonsten wäre es mir nicht möglich gewesen, schon um acht Uhr gemeinsam mit meiner besten Freundin und unseren beiden Ponys auf dem Weg zum See zu sein. Es war ein schöner Ausritt und nicht nur wir, sondern auch viele Radfahrer und Hundebesitzer haben das Wetter genossen. Der eigentliche Grund für den Ausflug war jedoch, dass ich dringend ein passables Bewerbungsfoto von mir brauchte. Zum Glück ist meine Freundin eine gute Fotografin, sodass ich gegen zehn Uhr mit einem guten Foto auf dem USB-Stick auf dem Weg nach Hause war.
Schon vor einer Woche hatte ich die erste Bewerbung geschrieben, ich musste zu Hause nur noch das neue Bild einfügen und schon konnte ich die Bewerbung absenden. Ich bewarb mich um eine Stelle für ein Freies Ökologisches Jahr auf einem Hof, da ich herausfinden will, ob ich in dieser Branche später arbeiten möchte. Die Bewerbung hat ihre Feuertaufe bestanden – schon am selben Nachmittag bekam ich einen Anruf und eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Natürlich ist hiermit noch nichts entschieden, aber ich freue mich über diese Chance.
Die Ferien werde ich dafür nutzen, noch mehr Bewerbungen zu schreiben, man sollte schließlich alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 12, 2019
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
Mar 12, 2019