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Studieren im Ausland

Montpellier

Zweieinhalb Autostunden von Marseille entfernt liegt Montpellier, eine Stadt nahe der französischen Mittelmeerküste. Mit dem öffentlichen Nahverkehr kommt man als junger Mensch bis 26 vergleichsweise günstig und flexibel durch Frankreich. Mit einigen anderen internationalen Studierenden machte ich deshalb am Sonntag einen Tagestrip mit dem Bus nach Montpellier.
Montpellier ist eine Stadt, die mich vom ersten Augenblick an beeindruckte. Sie hebt sich von anderen südfranzösischen Städten und insbesondere von Marseille durch ihr gepflegtes Stadtbild ab. Die Straßen waren sauber, die seltenen Graffitis allesamt Kunstwerke und der Sandstein, aus dem dort zahlreiche Gebäude bestehen, strahlte fast weiß in der gleißenden Sonne. Die Stadt kann man bequem zu Fuß besichtigen, da alle Sehenswürdigkeiten im Umkreis vom Place de Comédie liegen, der das lebendige Zentrum der Stadt bildet. Von dort aus führt eine Fußgängerzone zur Porte Peyrou, einem Triumphbogen, der den westlichsten Punkt der Altstadt markiert. Dahinter schließt sich ein Park an, der den Blick auf das vollständig erhaltene Aquädukt aus den Zeiten der Römer freigibt. Seine etwas erhöhte Lage ermöglicht außerdem einen Ausblick aufs Meer und den angrenzenden Höhenzug im Nordwesten.
Insgesamt machte die Stadt einen ruhigen Eindruck auf mich, weshalb ich fast ein bisschen enttäuscht war, als wir abends wieder im lauten und dreckigen Marseille ankamen. Je länger ich hier lebe, desto mehr fällt mir auf, dass Marseille kein wirklich schönes Bild abgibt, wenn man von ein paar wenigen Orten absieht. Da aber zum Glück fast immer die Sonne scheint, fällt das gar nicht auf!

Autor: Katha  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 25, 2019

Studieren im Ausland

Zurück zum normalen Leben

Die vergangenen zwölf Monate waren rückblickend eine einzige Achterbahnfahrt. Praktikum beim ZDF, Auslandssemester in Seoul und zuletzt noch ein Praktikum beim HR in Frankfurt Jeden Tag etwas Neues erleben und sich alle paar Monate in einer komplett anderen Lebenssituation befinden – für mich Alltag.
Jetzt bin ich wieder zurück in Heidelberg. Es ist ein seltsames Gefühl, in der Universitätsbibliothek zu sitzen und wieder ein ganz normaler Student zu sein. Keine Redaktionssitzungen am Morgen, keine tagesaktuelle Recherche und Interviews. Mir ist heute sehr stark aufgefallen, unter welch einer Käseglocke das Heidelberger Studentenleben stattfindet. Es wirkt fast schon wie eine Parallelwelt, diese Kleinstadt in der nur Studierende zu leben scheinen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich es kein bisschen vermisst habe in Heidelberg zu sein. Ich finde, alles ist verlockender und spannender als das entschleunigte Leben zwischen Schloss und Universität. Vielleicht war ich zu lange weg. Das Schöne ist, dass meine Zeit hier begrenzt ist. Ich muss nur noch meine Bachelorarbeit schreiben und meine Bachelorprüfung bestehen, um das Studium erfolgreich zu beenden. Danach bin ich frei und kann wieder dem Leben hinterherhetzen. Ein letzter Sommer in Heidelberg, ein letztes Mal unbeschwerte Studentin sein und die letzten Züge dieser Lebensphase tief einatmen. Heidelberg wird stets die Stadt sein, in der ich mich behütet und entschleunigt gefühlt habe. Das war oft ein sehr sicheres Gefühl, aber jetzt bin ich bereit, all das abzustreifen und mich immer wieder in das Abenteuer Leben zu stürzen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Apr 16, 2019
Autor: Bo
Rubrik: studium
Apr 16, 2019

Studieren im Ausland

Ehrenamt im Auslandssemester

Während ich in Bonn studiert habe, war es mir immer wichtig, ein Ehrenamt zu haben: Es gibt so viele coole Sachen, für die man sich engagieren kann. Am Anfang habe ich Stände für die lokale Gruppe von Amnesty International mitorganisiert, war später einmal für eine Lobbyorganisation in Brüssel und habe immer mal wieder für ein europäisches Onlinemagazin Artikel aus dem Englischen, Spanischen und Französischen übersetzt.
Im Auslandssemester ist das schon schwieriger: Kann man sich hier auch ehrenamtlich engagieren? Meine Gastuni bot zum Beispiel ein Programm an, bei dem ausländische Studierende ehrenamtlich mit Kindern in Schulen Englisch üben konnten. So ganz richtig fühlte sich das für mich aber nicht an: Englisch ist schließlich nicht meine Muttersprache.
Glücklicherweise hat sich dann doch noch etwas ergeben: Treffpunkt Europa, das Onlinemagazin, für das ich vorher übersetzt habe, suchte jemanden, der das Übersetzungsteam koordiniert. Knapp vier Monate lang habe ich das gemacht. Dann wurde der Posten der stellvertretenden Chefredakteurin frei und ich bin aufgerückt. Neben unserer deutschsprachigen Redaktion haben wir noch sechs Partnermagazine, die auf Englisch, Spanisch, Französisch, Niederländisch Italienisch und Polnisch schreiben. Wir wollen damit nationale Filterblasen überwinden, also es deutschen Lesern ermöglichen, zu erfahren, wie junge Europäer über Europapolitik denken, ohne dass sie dafür zwingend Französisch lernen müssen. Deshalb bringen wir nicht nur eigene Texte, sondern auch zahlreiche Übersetzungen zwischen den Partnermagazinen.
Einmal in der Woche skypen wir mit der gesamten Redaktion, um uns abzusprechen: Dass wir dabei zwischen Kanada, Frankreich, Deutschland, Indien und Taiwan verstreut sind, ist egal. Mir hat das noch einmal vor Augen geführt, welche Möglichkeiten das Internet uns doch bietet.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Apr 12, 2019
Autor: Marie
Rubrik: studium
Apr 12, 2019