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Was tun nach dem Abi?

Praktikum in Spanien

Seit mehr als einem Monat wohne ich nun schon in Spanien in der Nähe von Alicante und mache ein Praktikum bei der deutschen Wochenzeitung Costa Blanca Nachrichten (kurz: CBN). Nachdem am Anfang alles ganz neu für mich und ich ein bisschen überfordert war, läuft es nun schon besser.
Bei der Zeitung arbeiten acht Redakteure. Im gleichen Büroraum hat außerdem die englischsprachige Zeitung Costa Blanca News ihren Sitz, allerdings haben wir Praktikanten eher weniger mit den englischen Kollegen zu tun. Zwar bekomme ich für das Praktikum keinen Lohn, dafür aber eine Unterkunft gestellt. Diese liegt in Villajoyosa, einem ehemaligen Fischerdorf, das mittlerweile über 30.000 Einwohner hat. Von dort aus sind es nur knapp 15 Minuten mit dem Auto zur Redaktion, die in Finestrat, einem Teilort von Benidorm, liegt. Unsere Wohnung finde ich ausgezeichnet, da wir sogar einen Pool haben und nur die Straße überqueren müssen, um ans Meer zu gelangen. Auch ein Supermarkt ist in der Nähe. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Praktikanten den Redaktionswagen auch in ihrer Freizeit nehmen dürfen, zum Beispiel, um Ausflüge zu machen.
In den ersten Wochen musste ich eine für Praktikanten typische Aufgabe übernehmen – nämlich Umfragen. Dafür war ich oft in Benidorm an der Strandpromenade unterwegs. Es macht viel Spaß, dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen. Nachdem ich es anfangs vergessen hatte, wurde ich schlauer und nahm zur Arbeit immer etwas zu trinken und eine Sonnencreme mit. Eine kleine Flasche Wasser kostet in der Touristenhochburg Benidorm nämlich bis zu 1,50 Euro. Die Themen der Umfragen waren ganz unterschiedlich – mal ging es um die große Hitzewelle im August, mal um die geringere Hotelbettenbelegung. Auch wenn es manchmal schwierig war, fand ich am Ende immer nette Leute, die bei meinen Umfragen mitmachten.

 

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 12, 2018

Was tun nach dem Abi?

Zeit überbrücken - 2

Zurück zuhause vom Besuch unseres Kumpels in London musste ich einiges für meine Reise nach Tansania erledigen: Reisepass beantragen, Impfungen auffrischen, Packliste schreiben und eventuell Fehlendes besorgen.
Ende November ging ich dann für zwei Wochen ans Wattenmeer, um meine ehemaligen Kollegen zu besuchen. Die großen Touristenmassen und damit das Publikum für Wattwanderungen und Vorträge waren inzwischen verschwunden und so wurde es eine sehr ruhige und entspannte Zeit.
Wieder zurück zuhause wollte ich etwas zu tun haben, nicht nur herumsitzen. Deshalb bemühte ich mich kurzerhand um einen 450-Euro-Job. Bei einem Flaschenversand wurde ich fündig, da sie für das Weihnachtsgeschäft noch Leute suchten. Und so packte ich die letzte Woche vor der heiligen Nacht allerlei Glasartikel in Luftpolsterfolie und dann in Pakete, Stunde um Stunde, Tag für Tag. Kaum zu glauben, dass manche meiner Kolleginnen dieser Tätigkeit schon seit Jahren nachgehen. Ich war jeden Tag froh, wenn ich nach Hause gehen konnte.
Dann kam Weihnachten und Silvester. Ich verabschiedete mich wieder von allen in der Heimat, denn mein Freiwilligendienst in Tansania stand unmittelbar bevor. Mit dem Zug ging es zunächst nach Hamburg, wo ich auf eine Freiwillige traf, die schon öfters an der Schule war und mit der ich gemeinsam fliegen würde.
Mein nächstes großes Abenteuer konnte beginnen!

Autor: Hannes  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 12, 2018
Autor: Hannes
Rubrik: orientieren
Apr 12, 2018

Was tun nach dem Abi?

Zeit überbrücken - 1

Bereits während meines Praktikums am Wattenmeer plante ich, wie es danach für mich weitergehen sollte. Auch meine Mutter wurde tätig: Sie hatte in unserem Dorf fleißig verbreitet, dass ihr Sohnemann gerne einen Freiwilligendienst in Afrika leisten würde. Und tatsächlich tat sich etwas auf: Anne, eine Dänin, die vor etwa zehn Jahren im Ort gewohnt hatte, lebt mittlerweile in Tansania und führt dort zusammen mit ihrem Mann Brighton eine Grundschule. Über Bekannte erhielt ich Annes E-Mail-Adresse – und ein paar Nachrichten später hatte ich einen Platz! Zwar würde ich für Flug, Visum und Logis selbst aufkommen müssen, aber das ging für mich in Ordnung. Immerhin stand hinter Katempris, der Schule, keine riesige Organisation wie Brot für die Welt, die über reichliche Finanzierungsmöglichkeiten verfügt. Außerdem konnte ich mir auf diese Art die Gebühren für einen Vermittler sparen.
Da meine Freiwilligentätigkeit in Afrika erst Mitte Januar 2018 losgehen sollte und ich Mitte Oktober 2017 mit meinem Praktikum bei der Naturschutzgesellschaft am Wattenmeer fertig war, galt es, die Zeit bestmöglich zu überbrücken.
Zunächst genoss ich es einfach, wieder zuhause in Schwaben zu sein und Zeit mit Menschen zu verbringen, die ich seit dem Abi aufgrund der Distanz zum Wattenmeer nur sehr sporadisch oder gar nicht gesehen hatte. Vor allem mit meinen Kumpels hatte ich einiges nachzuholen. Fast alle hatten inzwischen ein FSJ oder ähnliches angefangen und deswegen die eine oder andere Anekdote zu erzählen. Einer fehlte dabei: Andi, der in London für ein dreiviertel Jahr eine Art Studium light ohne Abschluss an einer englischen Privatuni absolvierte.
Da er Ende Oktober gerade vorlesungsfreie Zeit hatte, besuchten wir ihn. Eine Woche lang schlenderten wir durch die Stadtparks, gingen in Museen, kochten gemeinsam und ließen es uns schlichtweg gutgehen. Mein persönliches Highlight war das Natural History Museum – gefüllt mit allerlei großen und kleinen Tierpräparaten sowie ehemalige Wirkungsstätte von Charles Darwin. Da unser ehemaliger Biolehrer ein großer Fan dieses Mannes ist, schickten wir ihm kurzerhand eine Postkarte.

Autor: Hannes  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 4, 2018
Autor: Hannes
Rubrik: orientieren
Apr 4, 2018