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Master live

Wer bin ich?

Bevor ich loslege, von meinen bisherigen Erfahrungen im Studium zu berichten, möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin Franca, 24 Jahre alt und komme ursprünglich aus Hessen. Mittlerweile studiere ich im fünften Jahr Psychologie in Leipzig.
Nach meinen Abi habe ich 13 Monate in Mexiko gelebt und dort für eine Nichtregierungsorganisation gearbeitet. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern, deren Eltern wenig Geld verdienen, nach der Schule Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Spiel, Sport und Spaß anzubieten. Zeitweise habe ich in Mexiko bei einer Gastfamilie, zeitweise in einer WG gewohnt. Ich bin mit dem Land gefühlsmäßig immer noch sehr stark verbunden, habe viel Kontakt mit Freunden und meiner Gastfamilie und war seit dem Freiwilligendienst noch zweimal zu Besuch.
Wenige Wochen nach der Rückkehr aus Mexiko bin ich nach Leipzig gezogen und habe dort den Bachelor in Psychologie angefangen. Zunächst musste ich viele Grundlagen lernen: Wie funktioniert das Gehirn, wie funktioniert psychologische Forschung und wie diagnostiziert man eine psychische Störung? Im fünften Semester habe ich ein fünfmonatiges Forschungspraktikum in Wales an der Universität Cardiff gemacht. Dort habe ich unter anderem die Daten für meine Bachelorarbeit erhoben, bei der ich mich mit dem Zusammenhang von Klimawandel und autoritärem Verhalten beschäftigt habe. Wegen des Auslandaufenthalts musste ich danach einige Module nachholen und hatte ziemlich viel Zeit, die ich für Italienisch- und Arabischkurse sowie Module im Bereich Ethnologie genutzt habe. Außerdem habe ich ein klinisches Praktikum in der forensischen Psychiatrie gemacht.
Seit Oktober studiere ich nun im Master und genieße sehr, dass ich nun Wahlmöglichkeiten habe und die Inhalte tiefer gehen und anwendungsbezogener sind. Ich habe sehr vielfältige Hobbys und Interessen, zum Beispiel interessiere ich mich sehr für nachhaltige Lebensstile, Postwachstums-Theorien, Antirassismus, ich gehe gerne bouldern, fahre Fahrrad und liebe Filme und Literatur! Aber davon mehr in meinen nächsten Beiträgen!

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Nov 10, 2016
Autor: Franca
Rubrik: studium
Nov 10, 2016

Master live

Auf Erfolgskurs

Oft hat man während seines Bachelorstudiums zwar schon eine grobe Idee, doch wohin genau es beruflich einmal gehen soll, da ist man sich noch nicht so sicher. Wenn man wie ich eine Geisteswissenschaft studiert, kann man zugleich irgendwie alles und doch nichts. Das macht die Sache nicht leichter.
Für mich stand schon während der Schulzeit fest, dass ich später einmal etwas mit Medien machen will. Aber das will ja gefühlt fast jeder. Das Einzige, was mir in meiner Berufsorientierung wirklich weitergeholfen hat, sind meine beiden Praktika, die ich zwischen Bachelor und Master zum einen in einem Verlag und zum anderen bei einem Magazin absolviert habe. Seitdem weiß ich: Journalismus soll es werden. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Nach dem Abi habe ich zunächst damit begonnen, für die eine oder andere Website Blogbeiträge über meine Erfahrungen im Studium zu verfassen. Vor kurzem kamen dann noch zwei Jobs bei einem Göttinger Magazin sowie bei einem Lokalblatt meiner Heimatstadt hinzu. Jetzt bin ich beim Finanzamt offiziell als Freie Redakteurin gemeldet und ich muss sagen: Das fühlt sich schon ziemlich gut an. Wenn mich jetzt jemand fragt, was ich denn mit meinem Studium einmal anfangen und ob ich Lehrerin werden wolle, kann ich voller Überzeugung sagen: „Nein, will ich nicht! Ich werde Journalistin!“
Was mir ganz besonders an dieser Arbeit gefällt, ist die enorm große Bandbreite an Themen, mit denen ich zu tun habe. Bisher durfte ich zum Beispiel bei einem Infoabend meiner Stadt zur aktuellen Flüchtlingssituation dabei sein. Für das Göttinger Magazin kann ich mir sogar regelmäßig Themen ausdenken und aktiv an deren Umsetzung mitarbeiten. Noch vor einem Jahr hätte ich mit so viel praktischen Erfahrungen niemals gerechnet.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Oct 18, 2016
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Oct 18, 2016

Master live

Nieder mit den Vorsätzen

Es ist doch immer dasselbe: Zum Beginn eines neuen Semesters nimmt man sich jedes Mal vor, in den Seminaren fleißig mitzuschreiben und alles ordentlich nachzuarbeiten. Das neue Semester ist gerade einmal ein paar Wochen alt, doch ich merke schon jetzt, wie ich meinen eigenen Anforderungen nicht gerecht werden kann. Ich habe das Gefühl, einige Professoren denken ernsthaft, ihr Kurs wäre der Einzige, den ich besuchen muss. Dabei sieht es vielmehr so aus: Anwesenheitspflicht hier, Essay abgeben da, irgendwo dazwischen noch hundert Seiten Theorie in den Kopf hämmern – und ach ja, ein Privatleben hat man ja eigentlich auch noch. Ohne die Wochenpläne, die ich mir seit dem Besuch eines Zeitmanagementvortrags beinahe wöchentlich neu anlege, wäre ich komplett aufgeschmissen. Oder wer soll mir sonst sagen, wann es mal wieder Zeit ist, bei all dem Unistress das Bad zu putzen oder den Wocheneinkauf zu erledigen? Ich habe sowieso viel zu wenig Zeit, da will ich schließlich nichts verplempern!

Aber manchmal hilft die beste Planung nichts. Obwohl ich weiß, dass noch ein Text auf mich wartete, hat sich mein Gehirn in eine Pause verabschiedet. Gerade geht gar nichts mehr. Für heute ist mein Limit einfach erreicht.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  May 2, 2016
Autor: Noelle
Rubrik: studium
May 2, 2016