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Master live

Antirassismus-Training

Der Verein Phoenix bietet Antirassismus-Trainings an, in denen Menschen sich mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen können. Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich schon einmal bei einem solchen Training mitgemacht, damals in Leipzig. Dieses Jahr durfte ich in Würzburg am Aufbautraining teilnehmen. Vor einem Jahr, also im Grundtraining, haben wir verschiedenen Gedankenexperimente und -spiele gemacht, in denen uns in der Gruppe bestimmte rassistische Denkstrukturen verdeutlicht wurden. Es ging um Prägung in der frühen Kindheit, wie Schwarzen zum Beispiel in manchen Kinderbüchern bestimmte Eigenschaften zugesprochen werden und wie durch die Einseitigkeit der Darstellung Stereotypen und Vorurteile entstehen. Im Folgetraining haben wir unsere Erfahrungen geteilt und mit Hilfe einer Methode namens „Theater der Unterdrückten“ versucht, uns Handlungskonzepte gegen rassistische Diskriminierung zu erarbeiten.
Das Theater der Unterdrückten ist eine Idee von Augusto Boal, der im 20. Jahrhundert hauptsächlich in Brasilien gelebt und gewirkt hat. Dieses Theaterkonzept beinhaltet eine Miteinbeziehung des Publikums in das Theatergeschehen. So sollen Szenen nachgespielt werden, die eine Person erlebt hat und mit deren Ausgang sie unzufrieden war. Durch das wiederholte Durchspielen der Szene kann die Person verschiedene Handlungsstrategien testen und nach jedem Durchgang beurteilen, ob die Situation sich für sie gelöst hat und ob sie sich nun gut fühlt. Wenn nicht, wird die Szene noch einmal anders gespielt, bis eine zufriedenstellende Lösung gefunden wurde. Durch wiederholtes Rückbesinnen auf die eigenen Gefühle und durch die intensive Auseinandersetzung mit den Szenen hat dieses Wochenende beim Verein Phoenix bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen und mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Dec 20, 2016
Autor: Franca
Rubrik: studium
Dec 20, 2016

Master live

Wintersemester

Das Wintersemester ist nun seit einigen Wochen angelaufen. Es ist mein fünftes Wintersemester, aber mein erstes in Magdeburg. Was zeichnet das Wintersemester aus? Zum einen natürlich, dass neue Studierende da sind! Das ist für mich, der im Sommersemester angefangen hat, eine Wohltat, denn die Leute sind kontaktfreudiger – sowohl die Neuen, die ja naturgemäß nach Freundschaften Ausschau halten als auch alle anderen. Und obwohl ich ja kein Master-Ersti mehr bin, fühlt es sich von den sozialen Aspekten her trotzdem so an, als sei es mein erstes Semester.
Ich glaube, dass sich Gespräche bei einem gemütlichen Tee schneller in eine nähestiftende Richtung bewegen als im Sommer im Park. Außerdem finden mehr Veranstaltungen wie Vorlesungen und Seminare statt und man ist deshalb auch öfter in der Uni. Bei dem schlechten Wetter kann man ja auch nicht viel anderes machen. Außer Unisportkurse, aber irgendwie habe ich es in den vergangenen Jahren nicht geschafft, mehr als zweimal zu einem Kurs zu gehen. Da habe ich mich dieses Semester erst gar nicht für einen angemeldet. Zudem gibt es sowieso genug zu lesen fürs Studium. Und am Wochenende bin ich meistens in Leipzig, eine Fernbeziehung kostet eben auch viel Zeit. Dennoch genieße ich die Zeit des gemütlichen Studierens im Schreibtischlampenschein und des Teetrinkens mit Freunden.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Dec 19, 2016
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Dec 19, 2016

Master live

Einen Monat vegan leben

Meine WG-Truppe und ich ernähren uns schon seit vielen Jahren vegetarisch. Um uns aber bewusst darüber zu werden, wie viele tierische Produkte wir außer Fleisch jeden Tag konsumieren, hatten wir uns vorgenommen, den ganzen November komplett darauf zu verzichten und vegan zu leben. Bei jedem Produkt, das wir kaufen oder essen, wollten wir zuerst die Zutatenliste auf tierische Produkte durchforsten: keine Milch, keinen Käse, keine Eier (auch nicht im Kuchen), keine Butter, keine Sahne, keinen Honig... Selbst beim Wein muss man aufpassen! Denn viele Weine und auch Fruchtsäfte werden, wie wir herausfanden, mit tierischen Produkten gefiltert. Das heißt, einige Weine sind noch nicht mal vegetarisch! Nur, wenn das Filtern vegan, zum Beispiel mithilfe eines Proteins aus Erbsen oder Weizen, vorgenommen wurde, erhalten die Weinflaschen einen „vegan“-Aufkleber. Gut zu wissen, allerdings geht mir das persönlich ein bisschen zu weit. Trotzdem finde ich die Information interessant.
Dadurch, dass wir den veganen Monat alle gemeinsam machten, fiel es mir weniger schwer. Wir standen das zusammen durch und konnten uns gegenseitig ermutigen. Außerdem machte es Spaß, sich über die Erfahrungen auszutauschen und gute Tipps zu teilen. Ein positiver Aspekt war, dass wir mehr gekocht haben und dabei auch etwas kreativer geworden sind. Vorher habe ich selten nach Rezept gekocht, aber da ich mit veganen Gerichten wenig Erfahrung habe, hatte ich mich nun doch öfter anleiten lassen. Unter anderem hatte mir eine Freundin ein veganes Kochbuch geliehen, denn man muss schon einfallsreich werden, wenn das Essen ohne Käse, Butter, Sahne und Co. trotzdem satt machen und lecker schmecken soll! Ich bin gespannt, ob ich doch noch Entzugserscheinungen bekomme – bisher ging es wirklich ganz gut.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Dec 7, 2016
Autor: Franca
Rubrik: studium
Dec 7, 2016