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Als Au-pair ins Ausland

Treibholz am Strand
Zieht es dich in eine Millionenmetropole oder doch eher an exotische Traumstrände? Als Au-pair hast du die Möglichkeit, eine längere Zeit im Ausland zu verbringen.
Foto: Claudia Costanza

Info

Als Au-pair ins Ausland

Du verbringst gerne Zeit mit Kindern, willst deine Sprachkenntnisse verbessern und ein neues Land entdecken? Dann ist ein Au-pair-Aufenthalt vielleicht genau das Richtige für dich.

Als Au-pair unterstützt du deine Gastfamilie im Ausland bei der Kinderbetreuung. Im Gegenzug bekommst du ein eigenes Zimmer, Verpflegung sowie ein Taschengeld. Trotz deiner Pflichten bleibt genug Zeit, um die Sprache und Kultur des Landes kennenzulernen. Auf diese Weise profitieren alle Beteiligten voneinander und die Kosten bleiben überschaubar.

Um als Au-pair infrage zu kommen, musst du einige Voraussetzungen erfüllen: Du solltest zwischen 18 und 30 Jahre alt sein, einen Schulabschluss haben, ledig und kinderlos sein. Damit du dich mit deiner Gastfamilie verständigen kannst, solltest du zumindest grundlegende Sprachkenntnisse mitbringen.

Familienmitglied auf Zeit

Während deines Aufenthalts gehörst du zur Familie, daher solltest du gerne Zeit mit Kindern verbringen. Zu deinen Aufgaben gehört es nicht nur, mit den Kindern zu spielen, sondern auch, sie zur Schule oder zu Kursen zu fahren. Ein Führerschein erhöht daher deine Chancen auf einen Platz bei einer Gastfamilie. Zudem sollte es kein Problem für dich sein, deine Gasteltern bei kleineren Aufgaben im Haushalt zu unterstützen.

Deine Mithilfe umfasst dabei etwa fünf bis sechs Stunden pro Tag bei maximal 30 Stunden in der Woche. Dafür bekommst du mindestens eineinhalb zusammenhängende freie Tage in der Woche. Außerdem hast du Anspruch auf den Besuch eines Sprachkurses. Ein Au-pair-Aufenthalt dauert in der Regel zwischen sechs und zwölf Monaten. Bei einem Aufenthalt von zwölf Monaten bekommst du zwei Wochen bezahlten Urlaub.

Gut vorbereitet starten

Du kannst deine Reise zwar auf eigene Faust organisieren, empfehlenswert ist aber die Unterstützung einer Organisation. Vermittlungsagenturen kennen sich mit Einreise- und Visabestimmungen aus und greifen auf einen Pool von Gastfamilien zurück, mit denen Au-pairs gute Erfahrungen gemacht haben. Sollten vor Ort Probleme auftauchen, kannst du damit rechnen, dass dir deine Agentur zur Seite steht. Ein weiterer Pluspunkt: Vor dem Beginn eines Au-pair-Aufenthalts organisieren Agenturen in der Regel Vorbereitungskurse. Dort kannst du andere Teilnehmer kennenlernen, dich austauschen und im Vorfeld schon etwas über das Land erfahren. Auch Erste-Hilfe-Kurse bei Babys und Kleinkindern sind Bestandteile der Seminare.

Bei der Wahl einer Agentur solltest du unbedingt darauf achten, dass es sich um eine seröse Organisation handelt. Weitere Infos findest du auf der Webseite des Bundesverbands für Au-pair-Agenturen.

Die Kosten im Blick behalten

Die Vermittlungsgebühr ist je nach Agentur und Reiseland unterschiedlich. Bei vielen Programmen übernimmt die Gastfamilie die Kosten für die Anreise. Manche Organisationen bieten eine kostenlose Kranken-, Unfall- und Haftpflicht-Versicherung an. Es lohnt sich deshalb, die einzelnen Programme in Bezug auf Kosten und Leistungen miteinander zu vergleichen. Auch die Höhe des Taschengeldes, das du von deiner Gastfamilie bekommst, ist je nach Reiseland unterschiedlich.
Anspruch auf Kindergeld hast du als Au-pair nur unter bestimmten Voraussetzungen. Bei Fragen zum Thema Kindergeld kannst du dich an die Familienkasse wenden.

Mehr Infos

Au-pair Society e.V.

Bundesverband für Au-pair-Agenturen, Gastfamilien und Au-pairs in Deutschland
http://au-pair-society.org/

Rausvonzuhaus

Hier werden Anbieter und Programme für Auslandsaufenthalte vorgestellt, Hintergrundinfos geliefert und Tipps für den Aufenthalt gegeben.

www.rausvonzuhaus.d

„Merkblatt Kindergeld“ der Familienkasse

Hier gibt es Infos zu Fragen rund ums Kindergeld:
www.arbeitsagentur.de/web/content/zentraler-content/veroeffentlichungen/merkblatt-sammlung/mb-kindergeld.pdf

abi>> 10.03.2017