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Ein Krankenpfleger kümmert sich um eine Patientin.
Die Berufsaussichten in der Pflegebranche sind gut - fast eine Million Menschen waren 2014 in Deutschland in der Gesundheitspflege tätig.
Foto: Hans-Martin Issler

Unterschiedliche Angebote genau prüfen

„Das große Angebot im Bereich Pflege und Therapie kann sehr verwirrend sein“, weiß Berufsberater Pompe. „Man muss sich die einzelnen Zugangswege genau anschauen und prüfen, inwiefern das Angebot für einen selbst infrage kommt.“ Anhaltspunkte könnten etwa sein, ob man einen höheren Praxisbezug sucht oder zum Beispiel bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt und eine wissenschaftliche Vertiefung möchte.

Wer ein Studium in der Pflege anstrebt, sollte sich dem Berufsberater zufolge außerdem die Unterschiede zwischen Pflegewissenschaft und Pflegemanagement bewusst machen. „Die Pflegewissenschaft ist eine rein theoretische Ausbildung, in der man etwa lernt, wie Pflege verbessert werden oder wie man Krankenhausaufenthalte effektiver gestalten kann.“ Absolventen sind dann etwa in der Lage, Konzepte für Kliniken oder Altenheime zu erarbeiten, inwiefern diese sich umorganisieren oder neu strukturieren können. Pflegemanagement hingegen fokussiert mehr auf betriebswirtschaftliche Aspekte, den optimalen Einsatz von Personal und arbeitsrechtliche Bestimmungen. Wie der Name schon andeutet, sollen die Studierenden für leitende Funktionen qualifiziert werden. Für beide Studienrichtungen wird in vielen Fällen eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt.

Auf die Verdienstmöglichkeiten hat ein Studium in diesem Berufsfeld allerdings nicht immer einen Einfluss. „Mit einem Studienabschluss steht man in diesem Berufsbereich derzeit kaum besser da als nach einer Ausbildung“, berichtet Otto Pompe. Das liege daran, dass Krankenkassen und Krankenhäuser für Leistungen nicht mehr zahlen, wenn sie von Studienabsolventen erbracht werden.

Gute Berufsaussichten

Die Berufsaussichten sind dabei allerdings gut. „2014 waren in Deutschland insgesamt fast eine Million Menschen (984.000) in der Gesundheits- und Krankenpflege und rund eine halbe Million (490.000) in der Altenpflege beschäftigt“, erklärt Christian Mackenrodt vom Team Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit. Die Zahl der Beschäftigten sei dabei im Vergleich zum Vorjahr in beiden Bereichen gewachsen. „Besonders für schulisch ausgebildete Pflegekräfte sieht die Lage auf dem Arbeitsmarkt insgesamt gut aus“, sagt er. So gab es im Jahr 2014 mehr Stellenangebote in der Gesundheits- und Krankenpflege als arbeitslose Fachkräfte. Noch günstiger war die Situation für Altenpflegefachkräfte – da wurden weit mehr Fachkräfte gesucht als auf Arbeitssuche waren. „Damit zählen Fachkräfte für Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege zu den Berufen, für die ein Fachkräfteengpass in Deutschland besteht.“

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Pflege/Therapie)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Bundesländer in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen.
www.studienwahl.de

Infos zu Pflegestudiengängen

www.pflegestudium.de

Empfehlungen des Wissenschaftsrates zum Gesundheitswesen

www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/2411-12.pdf

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK)

www.dbfk.de

Bundesverband für Logopädie

www.dbl-ev.de

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

www.physio-deutschland.de

Dachverband für Technologen/-innen und Analytiker/
-innen in der Medizin Deutschland e.V.

www.dvta.de

 

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abi>> 20.07.2015