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Online oder im Laden?

Junger Mann tippt in den Paketscanner Infos zur Auslieferung ein.
Hat der Online-Handel dem klassischen Einkauf im Supermarkt den Rang abgelaufen? abi>> hat nachgefragt.
Foto: Martin Rehm

Berufe im Handel – Umfrage

Online oder im Laden?

Was bevorzugen junge Menschen heutzutage: Shoppen im Internet oder die gute, alte Fußgängerzone? Und wer kann sich vorstellen, später einmal selbst im Handel zu arbeiten? abi>> hat Schülerinnen und Schüler der Oberstufe befragt.

Nico Laube (19) aus Bremen:

Ein Porträt-Foto von Nico Laube

Nico Laube

Foto: privat

Mit Freunden fahre ich gern mal in eine Shopping Mall, um dort die Geschäfte zu besuchen. Ich mag es, mich beraten zu lassen und die Kleidung direkt im Laden anzuprobieren. Im Internet habe ich zwar mehr Auswahl und oft sind die Sachen günstiger, aber es ist immer ein Problem, die richtige Größe zu wählen. Auch das Umtauschen finde ich in einem Geschäft leichter.

Erfahrung im Einzelhandel habe ich nicht. Ich interessiere mich eher für einen Beruf im Groß- oder Außenhandel. Ich mag es, mich mit Zahlen zu beschäftigen. Außerdem finde ich es spannend, wie internationale Handelswege funktionieren oder was passiert, wenn man an Preisschrauben dreht. Daher möchte ich nach meinem Abitur am liebsten eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann oder zum Industriekaufmann machen. Der Besuch eines Wirtschaftsgymnasiums bereitet mich gut auf einen solchen Beruf vor.

Ray Teller (18) aus Hamburg:

Ein Porträt-Foto von Ray Teller

Ray Teller

Foto: privat

Ich gehe gern in die Stadt zum Einkaufen, vor allem für Kleidung. Ich mag es, die Sachen in den Läden anzufassen und anzuprobieren – das geht ja im Internet nicht. Online bestelle ich allenfalls Schuhe, bei denen ich weiß, dass sie passen, oder CDs.

In meiner Familie ist jeder reihum mit dem Einkauf von Lebensmitteln dran. Auch hier kaufe ich alles im Laden, meist in gehobenen Supermärkten, und wenn es geht in Bio-Qualität.

Für einen Ferienjob habe ich mal in einem Eiscafé an der Theke gearbeitet. Der Kontakt zu den Kunden hat mir Spaß gemacht, aber ich möchte nach dem Abitur lieber Kunst oder Internationale Beziehungen studieren und in einem dieser Bereiche arbeiten. Mit einem Freund hatte ich mal die Idee, einen Fastfood-Laden für Fitness-Food zu eröffnen. Aber da wir uns beide nicht mit BWL auskennen, haben wir unsere Pläne wieder verworfen.

Benedikt Schickan (19) aus Gronau (Leine):

Ein Porträt-Foto von Benedikt Schickan

Benedikt Schickan

Foto: privat

In unserem Ort gibt es einen kleinen Computerladen, in dem ich vor ein paar Jahren als Aushilfe gearbeitet habe. So wurde mein Interesse am Handel geweckt. Allerdings hat mich vielmehr der Onlinehandel angesprochen. Bald darauf habe ich selbst verschiedene Artikel auf Online-Marktplätzen angeboten. Neben der Schule habe ich erste Erfahrungen gesammelt und schließlich meinen eigenen Shop gestartet, in dem ich verschiedene Software-Lizenzen anbiete. Mittlerweile bin ich auch Mitglied im Händlerbund.

Der Onlinehandel ist für mich interessant, weil man zeitlich flexibel ist und selbstverantwortlich arbeitet – daher kann ich das gut mit der Schule kombinieren. Nach dem Abitur werde ich mich zunächst ganz darauf konzentrieren, meinen Shop weiter auszubauen, und in den Folgejahren eventuell parallel studieren.

Auch wenn ich mich viel mit Onlinehandel beschäftige, kaufe ich gern im stationären Handel ein – vor allem Dinge, die ich sofort brauche oder bei denen ich Beratung benötige. Beim Onlineshoppen sehe ich natürlich den Preisvorteil. Daher kaufe ich zum Beispiel Elektronik bevorzugt im Internet.

abi>> 29.05.2017