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Immobilienberufe erleben digitalen Wandel

Zwei Frauen betrachten den Grundriss einer Immobilie.
Immobilien vermieten, verkaufen oder verwalten: Die Immobilienbranche sucht derzeit Nachwuchskräfte.
Foto: Martin Rehm

Berufe in der Immobilienbranche – Interview

Immobilienberufe erleben digitalen Wandel

Dem Immobilienverband Deutschland (IVD) gehören rund 6.000 Mitgliedsunternehmen an, darunter Makler, Verwalter und Sachverständige. Wenn jemand weiß, wie die Branche tickt, dann ist es IVD-Geschäftsführerin Sun Jensch. Mit ihr hat abi>> über nötige Kompetenzen und spannende Berufsperspektiven gesprochen.

abi>> Frau Jensch, worauf kommt es an, wenn man sich für eine Karriere in der Immobilienwirtschaft entscheidet?

Sun Jensch: Die Branche bietet beruflich gesehen ein sehr weites Feld. Insofern lässt sich das in wenigen Worten kaum erklären. Grundsätzlich sollte man natürlich Interesse an Wirtschafts- und Immobilienthemen mitbringen. Auf jeden Fall sollte man ein sicheres Auftreten haben, sich mündlich wie auch schriftlich gut ausdrücken können und vor allem offen für Neues sein. Immobilienwirtschaftliche Berufe unterliegen gerade einem krassen Wandel – wer nicht flexibel und neugierig ist, wird wahrscheinlich nicht glücklich werden. Und nicht zuletzt: Empathie und kundenorientiertes Denken, denn in vielen Bereichen arbeitet man mit Menschen zusammen.

abi>> Welche Perspektiven bietet die Branche?

Ein Porträt-Fot o von Sun Jensch

Sun Jensch

Foto: Hoffotografen

Sun Jensch: Viele, denn den einen Beruf gibt es in der Immobilienbranche nicht. Bei der Vermittlung macht man Menschen glücklich, indem man ihnen ein neues Zuhause vermittelt. Arbeitet man gestalterisch in der Branche, geht es eher in Richtung Architektur oder Innenausstattung. Zahlenmenschen können zum Beispiel Statiker werden oder in die Immobilienmarkforschung gehen. Mein Tipp, bevor man sich überhaupt für den Bereich Immobilien entscheidet: Praktika machen. Die Immobilienbranche ist nicht für jeden etwas. Außerdem kann man so früh erkennen, in welchem Bereich man arbeiten möchte.

abi>> Sie sprachen eingangs von Berufen im Wandel. Was meinen Sie damit konkret?

Sun Jensch: Im Grunde befinden wir uns ja bereits in der digitalen Zukunft, von der wir alle sprechen. Viele sind im Alltag mit den Folgen der Digitalisierung konfrontiert. Prozesse werden automatisiert, neue Software genutzt. Plattformen und digitale Angebote entstehen, die unsere Arbeit verändern. Alle diese Themen haben auch noch eine (datenschutz-)rechtliche Komponente, um die wir uns kümmern. Ein neuer Mitarbeiter muss daher letztlich komplexer als bisher denken und handeln können.

abi>> 04.01.2018