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Frau sitzt am Schreibtisch. An der Wand neben ihr kann man eine Weltkarte erkennen.
Viele Jobs in der Tourismusbranche werden am heimischen Schreibtisch erledigt.
Foto: Ralph Hölzer

Von Tourismusmanagement bis Freizeitwissenschaft

Auch ein Studium kann in den Tourismus führen, beispielsweise die klassische Betriebswirtschaftslehre, um dann als Touristikmanager zu arbeiten. „Hier kann man sich entweder für einen Schwerpunkt wie Touristik und Freizeit oder gleich für ein Studienfach wie Tourismusmanagement entscheiden. Solche spezialisierten Studiengänge bieten vor allem Fachhochschulen an“, erklärt der Berufsberater. Dabei hat man die Qual der Wahl: Das Angebot reicht von „Angewandte Freizeitwissenschaft“ über „Tourismus & Event Management“ bis hin zu „Nachhaltiges Tourismusmanagement“. „Ebenso ist es aber möglich, allgemeine BWL zu studieren, dabei einen Schwerpunkt wie etwa Marketing zu wählen und sich in Praktika während des Studiums auf die Branche zu konzentrieren.“

Für alle, die sich nicht zwischen Ausbildung und Studium entscheiden können, sind duale Studiengänge eine weitere Möglichkeit. Das Angebot reicht von Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Hotel- und Tourismusmanagement bis hin zu Tourismuswirtschaft. Wer die Arbeit am heimischen Schreibtisch bevorzugt, findet in Vertrieb und Marketing eine Beschäftigung sowie in der Organisation, Vermittlung und Beratung rund um Reisen: Angebote koordinieren, für touristische Infrastruktur wie Rad- und Wanderwege sorgen oder als Dienstleister für Übernachtungsbetriebe Werbung machen. Potenzielle Arbeitgeber sind Reisebüros und Reiseveranstalter, Fremdenverkehrsvereine und Gebietskörperschaften wie Kultur- und Tourismusämter sowie Kurverwaltungen. Auch unter Reiseleitern sind Akademiker vertreten. In dieser Funktion können unter anderem Geisteswissenschaftler wie Kunsthistoriker, Ethnologen und Archäologen mit ihrem Wissen punkten.

„Gefragt sind je nach Bedarf aber zum Beispiel auch Webdesigner oder Informatiker, die Internetauftritte und Buchungsportale programmieren“, sagt Paul Stallmeister. All diese unterschiedlichen Berufe und Tätigkeiten bringen verschiedene Anforderungen mit sich. „In jedem Fall benötigt man im Tourismus Fremdsprachen, mindestens Englisch, man sollte kommunikativ sein und kundenorientiert auftreten.“

Hoher Bedarf an Fachkräften

Im vergangenen Jahr (Juni 2014) waren in Deutschland insgesamt 690.000 Personen in Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufen beschäftigt. Das waren 32.000 oder fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

Eine der größten Gruppen machen laut Christian Mackenrodt vom Team Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit im Tourismus die Kaufleute für Tourismus und Freizeit aus: Hier gab es im Jahresdurchschnitt 2014 bundesweit 56.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, rund 500 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Arbeitslosen sank leicht auf 3.700 Personen. „In der Tourismusbranche existiert vor allem ein Bedarf an Fachkräften mit einer Berufsausbildung“, sagt der Experte.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Tourismus)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

KURSNET

Portal für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du insbesondere nach schulischen Berufsausbildungen suchen. (Suchwort: Tourismus)
www.kursnet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Bundesländer in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen.
www.studienwahl.de

Deutscher Tourismusverband (DTV)

www.deutschertourismusverband.de/

Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW)

www.btw.de

Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA Bundesverband)

www.dehoga-bundesverband.de

IH&RA | International Hotel & Restaurant Association

www.ih-ra.com

 

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abi>> 25.06.2015