Wege in die internationale Arbeitswelt

Kings College (Cambridge University)
Ein Studium mit Fremdsprachenbezug vermittelt auch Kenntnisse über die Länder, in denen die Sprache gesprochen wird.
Foto: Sonja Trabandt

Ich will was machen mit Fremdsprachen

Wege in die internationale Arbeitswelt

Ob Englisch, Russisch oder Französisch – in unserer globalisierten Welt sind gute Fremdsprachenkenntnisse wichtig. Dementsprechend werden in vielen Tätigkeitsfeldern Fachkräfte mit hoher Sprachkompetenz gesucht. abi>> zeigt, welche Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten es gibt.

Nach ihrem Abitur wusste Joanna Roth, dass sie Anglistik studieren wollte. Ein Studium auf Lehramt kam für sie zwar nicht infrage, allerdings konnte sie sich vorstellen, Erwachsene zu unterrichten. Der Bachelorstudiengang „Neuere Fremdsprachen und Fremdsprachendidaktik“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen war daher genau das Richtige für die heute 25-Jährige. Hierbei erwerben die Studierenden Kenntnisse in mindestens zwei Fremdsprachen und befassen sich mit Kultur und Literatur der Länder, in denen diese Sprachen gesprochen werden. Darüber hinaus werden Kenntnisse der Didaktik vermittelt. Die Absolventen sollen in der Lage sein, im Bereich der nachschulischen Erwachsenenbildung Fremdsprachenwissen auf hohem Niveau zu vermitteln. „Während der Infotage der Uni Gießen erfuhr ich mehr über dieses Studium und dachte sofort, dass die Didaktik-Komponente eine spannende Zusatzqualifikation ist“, erzählt Joanna Roth. „Das Studium ist aufgeteilt in ein Hauptfach und zwei Nebenfächer. Ich wählte Anglistik als Hauptfach, als Nebenfächer hatte ich Englische Didaktik und Spanisch.“ Im Hauptfach standen Sprachpraxis-, Literatur- und Linguistikmodule auf dem Lehrplan, zusätzlich wurden Kenntnisse der Fachdidaktiken vermittelt. Im fünften Semester müssen die Studierenden ein Pflichtsemester im Ausland absolvieren. Joanna Roth verbrachte die Zeit an einer Partneruni in Sydney.

Ein Porträt-Foto von Joanna Roth

Joanna Roth

Foto: privat

Pflicht sind zudem didaktische Praktika bei einem Träger für Erwachsenenbildung. Joanna Roth war am Zentrum für fremdsprachliche und berufsfeldorientierte Kompetenzen (ZfbK) tätig, das an die Uni Gießen angeschlossen ist. „Wir haben die Englischkurse ‚Academic Writing‘ und ‚Writing Skills‘ mitbetreut und durften jeweils zwei Schulstunden selbst unterrichten“, erinnert sie sich.

Nach dem Bachelor möchte die 25-Jährige ein Masterstudium anschließen. „Mein Herz schlägt für die englische Sprache, deshalb habe ich mich bereits für den Studiengang ‚Anglophone Studies‘ beworben. Gerne würde ich auch wieder für längere Zeit ins englischsprachige Ausland gehen.“

Breite Auswahl

Ein Porträt-Foto von Judith Blumenberg

Judith Blumenberg

Foto: privat

Die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten im Bereich Fremdsprachen sind sehr vielfältig. „Dazu gehören etwa Berufe, in denen eine Fremdsprache im Zentrum steht, wie etwa bei Fremdsprachenkorrespondenten, Übersetzern, Dolmetschern, Sprachwissenschaftlern oder auch im Lehramt“, berichtet Judith Blumenberg, Berufs- und Studienberaterin der Agentur für Arbeit Erfurt. „Dann gibt es inzwischen auch viele Berufe, in denen Fremdsprachenkenntnisse als Zusatzqualifikation eine wichtige Rolle spielen.“

Für klassische Sprachberufe muss in der Regel ein Studium absolviert werden. „Abiturienten sollten sich bei ihrer Studienwahl überlegen, welche Sprache und welcher Kulturraum sie interessiert, ob sie sich lieber mit Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Linguistik befassen oder ob sie Sprachen unterrichten möchten“, empfiehlt die Beraterin. Sprachwissenschaftler – etwa Anglisten oder Romanisten – sind nicht auf ein bestimmtes Berufsziel ausgerichtet, vielmehr bietet sich ein sehr breites Tätigkeitsfeld, welches sich jeder aber erst einmal erschließen muss. „So arbeiten viele in Kultureinrichtungen, in der Forschung, in der Lehre oder als freiberufliche Übersetzer, PR-Berater und Verlagslektoren“, erläutert Judith Blumenberg.

Auch wer eine andere Fachrichtung einschlagen möchte, benötigt heutzutage oft Fremdsprachenkenntnisse – das gilt beispielsweise für Ingenieure, Wirtschaftsexperten oder Absolventen einer dualen Ausbildung im kaufmännischen Segment. „Die freie Wirtschaft wird immer globaler, daher ist es von Vorteil, wenn man sich über seine Muttersprache hinaus ausdrücken kann“, ergänzt die Berufs- und Studienberaterin. In Berufen, in denen Fremdsprachenkenntnisse als Zusatzqualifikation eine wichtige Rolle spielen, sind die Verdienstmöglichkeiten oftmals höher als in klassischen Sprachberufen und auch der Berufseinstieg gelingt in der Regel leichter, weiß Judith Blumenberg. Geistes- und Kulturwissenschaftler hätten es auf dem Arbeitsmarkt schwerer, wenn sie nicht früh genug ein eigenes Profil entwickeln. „Aber wenn sie rechtzeitig praktische Erfahrungen sammeln, persönliche Netzwerke knüpfen und gegebenenfalls Zusatzqualifikationen erwerben, können sie Firmen von ihren Stärken überzeugen.“

Interkulturelles Wissen

Ein Porträt-Foto von Ulrike C. Lange

Ulrike C. Lange

Foto: privat

„Gute Englischkenntnisse allein reichen heutzutage nicht mehr aus“, ergänzt Ulrike C. Lange, stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer, die dem Gesamtverband Moderner Fremdsprachen angehört. „Es ist vorteilhaft, wenn man noch weitere Fremdsprachen beherrscht.“ So sei in den vergangenen Jahren das Angebot an bi- und trilingualen Studiengängen gestiegen. „Französischkenntnisse sind sehr wichtig und hilfreich, da Deutschland und Frankreich ihre Handelsbeziehungen stetig weiter ausbauen.“

Auf dem Arbeitsmarkt haben in den Augen der Expertin Absolventen interdisziplinärer Studiengänge bessere Chancen als reine Sprachwissenschaftler. „Tendenziell werden vor allem Fachkräfte gesucht, die eine Sprache mit Jura, Wirtschaft oder Ingenieurwesen kombiniert haben.“ Auch von Naturwissenschaftlern, die regelmäßig mit internationalen Kollegen zusammenarbeiten, werden heutzutage gute Fremdsprachenkenntnisse erwartet. „In den meisten Tätigkeitsfeldern ist ein interkulturelles Verständnis ebenso wichtig, um beispielsweise in Verhandlungssituationen Missverständnisse zu vermeiden“, betont Ulrike C. Lange. „Fachkräfte können hierfür an speziellen Schulungen teilnehmen.“

Viele Freiberufler

Der Arbeitsmarkt für Sprachwissenschaftler, Übersetzer und Dolmetscher hat sich zwar positiv entwickelt, dennoch ist er nicht unproblematisch. „Die Zahl der Erwerbstätigen ist in den vergangenen Jahren gestiegen – besonders bei den Dolmetschern ist ein Anstieg zu verzeichnen, was auch mit der Flüchtlingszuwanderung zusammenhängen dürfte“, resümiert Ilona Mirtschin vom Team Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit. Ein Großteil der Absolventen arbeitet auf selbstständiger Basis, daher spiegeln die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zu Arbeitslosen und gemeldeten Stellen nur einen Ausschnitt wider. „Demnach gab es 2016 insgesamt 4.200 arbeitslose Sprachwissenschaftler und Dolmetscher in Deutschland“, ergänzt Ilona Mirtschin.

Die Zahl der gemeldeten Stellenangebote, die sich explizit an Sprachwissenschaftler und Dolmetscher wenden, bleibt mit knapp 300 Angeboten im Jahr 2016 auf niedrigem Niveau. „Auch aus diesem Grund sind für Berufseinsteiger eine frühzeitige berufliche Orientierung, Flexibilität und Mobilität wichtig, um sich erfolgreich am Arbeitsmarkt zu etablieren“, berichtet Ilona Mirtschin.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild
www.berufenet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen.
www.studienwahl.de

KURSNET

Portal für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du insbesondere nach schulischen Berufsausbildungen suchen.
kursnet-finden.arbeitsagentur.de

Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ)

Der BDÜ repräsentiert rund 80 Prozent aller organisierten Übersetzer und Dolmetscher in Deutschland.
www.bdue.de

Gesamtverband Moderne Fremdsprachen

Dachverband der deutschen Fremdsprachenverbände
www.gmf.cc

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

Die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden
www.daad.org

Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen

www.europaeischer-referenzrahmen.de

 

Anwendungsorientierte Interkulturelle Sprachwissenschaft

Ein Studium, drei Sprachen

Wegen ihrer Liebe zu Sprachen entschied sich Sarah Unholzer (22) für den interdisziplinären Bachelorstudiengang „Anwendungsorientierte Interkulturelle Sprachwissenschaft“ der Universität Augsburg. Englisch, Italienisch und Portugiesisch sind die Fremdsprachen, mit denen sie sich befasst.

Schon zur Schulzeit hat Sarah Unholzer sich besonders für die Fächer interessiert, die mit Sprachen zu tun haben: „Ich lernte Englisch, Französisch und Italienisch“, erinnert sie sich. „Nach dem Abitur war ich mir aber nicht sicher, was ich studieren möchte. Um mir genug Zeit für diese Entscheidung zu lassen, ging ich erst einmal für ein Work-&-Travel-Jahr nach Australien.“ Noch vor ihrer Rückkehr nach Deutschland informierte sie sich im Internet über die Studienangebote verschiedener Hochschulen. „Irgendwann stieß ich auf den interdisziplinären Studiengang ‚Anwendungsorientierte Interkulturelle Sprachwissenschaft‘ der Universität Augsburg, in dem Studierende sich intensiv mit drei Fremdsprachen auseinandersetzen“, schildert die heute 22-Jährige.

Zurück in Deutschland bewarb sie sich – mit Erfolg; kurz darauf nahm sie ihr Studium auf. „Wir befassen uns auf hohem Niveau mit der englischen und einer uns bereits bekannten romanischen Sprache – ich wählte Italienisch. Außerdem erlernen wir eine für uns neue Drittsprache, hier entschied ich mich für Portugiesisch.“

Inhaltlich ist das Studium in sprachpraktische und sprachwissenschaftliche Module aufgeteilt: „Ich besuchte Sprachpraxiskurse in Englisch, Italienisch und Portugiesisch. Unter anderem gab es mündliche Module, in denen wir die richtige Aussprache lernten“, erläutert die Studentin. „Im Modul ‚Effective Pronunciation‘ zum Beispiel machten wir Aufnahmen in einem Sprachlabor, um besser zu erkennen, woran wir noch arbeiten sollten.“

Sprachtest vor dem Studium

Ein Porträt-Foto von Sarah Unholzer

Sarah Unholzer

Foto: privat

In den schriftlichen Modulen konzentrierten die Studierenden sich unter anderem auf Übersetzungen. „Bei Englisch übersetzten wir in beide Richtungen, aber bei unserer Zweitsprache übertrugen wir Texte nur ins Deutsche“, sagt Sarah Unholzer. Der Grund: Bei Englisch setzt die Uni Augsburg ein höheres Sprachniveau voraus als bei der Zweitsprache. „Vor dem Studium mussten wir in einem Test unsere Sprachkenntnisse nachweisen. Gemäß des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen ist für Englisch das C1-Level nötig. Bei der Zweitsprache reicht B2“, schildert die Studentin. „Falls die Kenntnisse in der Zweitsprache nicht ausreichen, bietet die Hochschule auch Vorkurse an.“

Am Anfang des Studiums erhielten Sarah Unholzer und ihre Kommilitonen zur Orientierung eine Einführung in verschiedene sprachwissenschaftliche Kurse, in denen sie sich beispielsweise mit interkulturellen Eigenheiten der jeweiligen Fremdsprachen befassten. Aus diesen Angeboten konnten die Studierenden sich dann selber einen Teil ihres Stundenplans zusammenstellen. Landeskunde stand ebenfalls auf dem Lehrplan. „In Anglistik gehören oft auch Literaturwissenschaften zum Studium, aber bei uns ist das kein Schwerpunkt. Wir befassen uns zwar auch etwas mit Literatur, aber nur um anhand dessen sprachpraktische oder -wissenschaftliche Aspekte zu analysieren“, erklärt die Studentin. „Dieses Semester habe ich auch Module wie ‚Übersetzung als interkultureller Vorgang‘ oder ‚Übersetzungstheorie und -Praxis in Italien in Geschichte und Gegenwart‘ belegt.“

Master im Anschluss

Im Wahlpflichtbereich belegte sie mit Spanisch einen weiteren Sprachkurs, den sie zweimal pro Woche besucht. Mittlerweile ist sie im sechsten Semester. „Die Regelstudienzeit liegt bei sechs Semestern, aber da ich ein Auslandssemester in den USA an einer Universität in Mississippi verbracht habe, bin ich nach sieben Semestern fertig“, berichtet Sarah Unholzer.

Nach ihrem Abschluss möchte sie ein Masterstudium anschließen. „Gerne würde ich den Studiengang ‚Interkulturelle Kommunikation‘ belegen, der zum Beispiel an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München und an der Ludwig-Maximilian-Universität München angeboten wird“, sagt sie. „Ich könnte mir vorstellen, später als Übersetzerin oder Konferenzdolmetscherin für Firmen zu arbeiten, die international tätig sind. Möglich wäre auch eine Beratungstätigkeit im interkulturellen Bereich.“

 

Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung

Ausbildung in einem internationalen Unternehmen

Um in einem international tätigen Logistikunternehmen zu arbeiten, sind gute Fremdsprachenkenntnisse unverzichtbar – das gilt auch für Christian Freisinger (20). Der angehende Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung arbeitet bei Dachser und lernt unter anderem, geschäftliche Konversationen auf Englisch zu führen.

Im Frühjahr 2015 nahm Christian Freisinger am Speed-Dating an seiner Schule teil, bei dem sich verschiedene Firmen aus der Region vorstellten. „Das Gespräch mit einem Auszubildenden von Dachser fand ich damals besonders interessant“, erinnert sich der heute 20-Jährige. „Ich konnte mir vorstellen, später ähnliche Aufgaben zu übernehmen, zum Beispiel den Transport von Gütern zu planen und Kontakt zu vielen internationalen Kunden zu haben.“ Nach seinem Abitur bewarb er sich also um einen Ausbildungsplatz im Logistikunternehmen. Kurz danach wurde er zu einem Allgemeinwissenstest und einem Bewerbungsgespräch eingeladen. „Beim Test wurden unter anderem unsere Sprachkenntnisse und unsere Fähigkeit zum logischen Denken geprüft“, sagt der Azubi. Offenbar hinterließ er einen guten Eindruck, denn im September vergangenen Jahres konnte er seine Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung am Standort Langenau bei Ulm antreten.

Business-Englisch für den Berufsalltag

Ein Porträt-Foto von Christian Freisinger

Christian Freisinger

Foto: Rottstedt

„Angefangen habe ich in der Warehouse-Abteilung, wo der Ein- und Ausgang von Waren bearbeitet wird“, schildert Christian Freisinger. Nach jeweils drei Monaten wechseln die Azubis die Abteilung. „Ich machte anschließend in der Dispositionsabteilung weiter, wo ich lernte, die Touren unserer Fahrzeuge richtig zu planen.“ Außerdem verbrachte er drei weitere Monate in der zentralen Annahmestelle, in der Mitarbeiter eingehende Aufträge bearbeiten, damit die Lkw-Fahrer bestimmte Waren abholen können. Wie der Ausbildungsverlauf gestaltet wird, dürfen die Azubis mitentscheiden: „Im Moment bin ich wieder im Warehouse, weil mir der Bereich gut gefallen hat und ich hier einen tieferen Einblick bekommen möchte“, berichtet Christian Freisinger. „Als Nächstes werde ich wahrscheinlich die Abteilungen Service und Verkauf kennenlernen und vielleicht auch die Rechnungs- sowie die IT-Abteilung.“ Zur Ausbildung gehört auch der regelmäßige Besuch einer Berufsschule.

„Zusätzlich zum Englischunterricht in der Berufsschule besuchen wir außerdem einmal pro Woche einen Business-Englischkurs“, erzählt Christian Freisinger. „Englisch ist in unserer Branche einfach die wichtigste Sprache, da wir ständig mit Kunden oder Geschäftspartnern aus dem Ausland korrespondieren.“ Im Juni durften er und einige seiner Klassenkameraden nach London reisen, um an einem dreiwöchigen Intensivkursus teilzunehmen. „Dort befassten wir uns mit wirtschaftlichen Themen.“ Nicht nur gute Englischkenntnisse seien hilfreich, sondern auch Französisch- oder Spanischkenntnisse, ergänzt er. „Auch wenn jemand zum Beispiel durch seine Eltern eine osteuropäische Sprache beherrscht, ist das von Vorteil.“

Planen, organisieren, überwachen

Als Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung wird Christian Freisinger zukünftig als Ansprechpartner für alle Beteiligten dienen und zwischen Spedition, Fahrern, Kunden im In- und Ausland sowie Absendern vermitteln. Zu seinen Aufgaben wird es gehören, den Transport von Gütern und sonstigen logistischen Dienstleistungen zu planen, zu organisieren, zu überwachen und abzuwickeln. „Ich muss dafür sorgen, dass Waren pünktlich geliefert werden und dass unsere Kunden zufrieden sind.“ Das sei zugleich eine Herausforderung, da auch mal Probleme auftreten können – zum Beispiel, wenn Waren falsch geliefert werden oder ein Lkw in einen langen Stau gerät. „Für solche Fälle planen wir aber ohnehin eine gewisse Pufferzeit ein“, ergänzt der Azubi. „Man sollte immer auf alles ein Auge haben und auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf bewahren.“

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Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung

Typischer Tagesablauf

Christian Freisinger (20) absolviert eine Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung bei Dachser in Langenau. Für abi>> beschreibt er einen typischen Tag in der Warehouse-Abteilung des Logistikunternehmens.

8.00 Uhr

Der Azubi schaltet zuerst seinen Arbeitscomputer ein. Wareneingänge pflegt er in das System ein. „Damit meine Kollegen aus der Lagerabteilung weiterarbeiten können, muss ich zudem passende Etiketten für sie drucken“, erläutert Christian Freisinger.

12.00 Uhr

Nach vier Stunden Arbeit ist Zeit für die Mittagspause.

13.00 Uhr

Der Azubi setzt seine Arbeit fort und wickelt weiterhin Wareneingänge ab. Außerdem nimmt er Anrufe von Kunden entgegen und kümmert sich um ihre Anliegen. Es melden sich auch Kunden aus dem Ausland, denen er auf Englisch nähere Auskünfte gibt – beispielsweise zu Lieferscheinen, zu denen sie Fragen haben.

14.00 Uhr

Christian Freisinger muss zum Lager gehen, um ein paar Sendungen, die ins Ausland geliefert werden sollen, mit Etiketten zu versehen. Diese Informationen gibt er einem Verlader weiter, damit er die Sendungen in den vorgesehenen Lkw verlädt.

15.00 Uhr

Wieder zurück am PC ist er nun auch damit beschäftigt, Warenausgänge in das System einzugeben und Retouren zu bearbeiten.

15.30 Uhr

Ein Kunde ruft an, weil er eine Rückfrage zu seiner Ware hat. Der Azubi notiert sich die Angaben des Kunden und klärt mit den zuständigen Mitarbeitern, wie dem Anrufer schnellstmöglich geholfen werden kann.

16.30 Uhr

Nach reichlich Arbeit am Computer und einigen Telefonaten macht Christian Freisinger Feierabend.

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Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin

In mehreren Sprachen zu Hause

Ihre Leidenschaft für die italienische Sprache und Kultur entdeckte Leonie Gohl nach dem Abitur, als sie mehrere Monate in dem südeuropäischen Land verbrachte. Inzwischen arbeitet die 30-Jährige in Stuttgart als Konferenzdolmetscherin und freiberufliche Übersetzerin und wechselt wie selbstverständlich zwischen Italienisch, Englisch und Deutsch.

Die Texte, die Leonie Gohl übersetzt, sind ganz unterschiedlich und reichen von Urkunden über Website-Inhalte und Marketingtexte bis hin zu Produktbeschreibungen. Anfragen kommen sowohl von Privatleuten als auch von großen Unternehmen. „Je nach Größe des Projekts arbeite ich mit Kollegen zusammen und setze immer auf das Vier-Augen-Prinzip.“ Ebenso wird sie als Konferenzdolmetscherin für ganz verschiedene Anlässe engagiert – beispielsweise für Fachkonferenzen, Vorträge, Geschäftsverhandlungen oder auch Werksführungen. „Ich fühle mich in beiden Berufen zu Hause.“

Dolmetschen für jeden Anlass

Ein Porträt-Foto von Leonie Gohl

Leonie Gohl

Foto: Lukas Frontzek

Leonie Gohl dolmetscht meist simultan und konsekutiv: „Beim Simultandolmetschen wird das Gesagte gleichzeitig, also simultan, in eine andere Sprache übertragen“, erklärt sie. „Dabei arbeiten die Dolmetscher in einer schallisolierten Kabine und die Zuhörer erhalten die Verdolmetschung per Kopfhörer. Diese Technik ist vor allem bei mehrsprachigen und ganztägigen Konferenzen und Veranstaltungen Standard.“ Meist arbeitet Leonie Gohl im Team. „Das Simultandolmetschen ist enorm anstrengend und erfordert höchste Konzentration“, erläutert sie. Aus diesem Grund sollten bei einer Veranstaltung mindestens zwei Dolmetscher vor Ort sein, die sich alle 20 bis 30 Minuten abwechseln.

Bei kürzeren und feierlichen Anlässen wie Fest-, Tisch- oder Eröffnungsreden ist das Konsekutivdolmetschen üblich: Hier überträgt Leonie Gohl das Gesagte zeitversetzt in die Fremdsprache. Dabei steht sie meist neben dem Redner und dolmetscht jeweils nach ihm, wobei die Länge der Abschnitte variieren kann.

Eine dritte Variante ist das Verhandlungsdolmetschen, das bei bilateralen Verhandlungen und Gesprächen zum Einsatz kommt: „Zum Beispiel sitze ich bei einer Geschäftsverhandlung mit am Tisch und dolmetsche kurze Abschnitte in beide Sprachrichtungen.“

Gründliche Vorbereitung und stetige Weiterbildung

Ob Simultan-, Konsekutiv oder Verhandlungsdolmetschen – besonders zeitaufwendig ist die Vorbereitung: Um in Sekundenschnelle dolmetschen zu können, muss sich Leonie Gohl sehr intensiv in das jeweilige Thema einarbeiten und sich die entsprechenden Fachbegriffe aneignen. Im Idealfall schickt ihr der Kunde vorab hilfreiche Informationen, zum Beispiel zu einem bestimmten Produkt oder zum Unternehmen. Wenn sie wiederum bei einem Symposium verschiedene Redner unterstützen soll, muss sie sich auch auf den jeweiligen Redner einstellen und genau wissen, was er mitteilen möchte: „Man verleiht dem Redner ja seine eigene Stimme.“

Die Dolmetscherin und Übersetzerin muss sich stetig weiterbilden. „Die Sprache lebt und entwickelt sich weiter, daher müssen wir uns auch immer mit interkulturellem Wissen befassen und die Eigenheiten einer Kultur kennen. Nur so kann man die Intention eines Sprechers verstehen und den Sinn übertragen“, erläutert sie. „Übersetzer müssen sich also jeden Tag intensiv in neue Fachbereiche einarbeiten und viel recherchieren. Durchhaltevermögen und Genauigkeit gehören daher auf jeden Fall zu den Eigenschaften, die man für diesen Beruf mitbringen sollte.“

Um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, reist sie regelmäßig in die jeweiligen Länder und liest italienische sowie englischsprachige Tageszeitungen. Die eigene muttersprachliche Kompetenz ist ebenfalls nicht zu unterschätzen, denn auch da müssen Stil und Ausdrucksfähigkeit stimmen.

Ein Faible für Fremdsprachen

„Mich haben Sprachen schon immer fasziniert“, erzählt Leonie Gohl. Für sie war es also naheliegend, sich nach dem Abitur erst einmal intensiver mit einer für sie neuen Fremdsprache und Kultur zu befassen. „An meiner Schule wurde Italienisch nicht angeboten, also lernte ich die Sprache vor Ort auf Eigeninitiative.“

2007 schrieb sie sich in den Bachelorstudiengang Übersetzungswissenschaft an der Universität Heidelberg ein und wählte Italienisch als Haupt- und Englisch als Zweitsprache. Im Anschluss folgte ein Masterstudium im Bereich Konferenzdolmetschen. Schon während ihres Studiums begann sie als Übersetzerin zu arbeiten. 2013 machte sie sich schließlich selbstständig.

Zur englischen Übersetzung>>

 

Ich will was machen mit Fremdsprachen – Übersicht

Sprachkenntnisse richtig einschätzen

Die Auswahl an Studien- und Ausbildungsberufen, die mit Fremdsprachen zu tun haben, ist groß. abi>> hat eine Übersicht erstellt.

Studienberufe

Beamte/r im Auswärtigen Dienst

Aufgaben: Beziehungen zu ausländischen Staaten und zu internationalen Organisationen pflegen; Sachbearbeitungs- und Verwaltungsaufgaben übernehmen; Pässe ausstellen, Visa erteilen und Hilfe für in Not geratene deutsche Touristen leisten; familien-, namens- und erbschaftsrechtliche Angelegenheiten bearbeiten

Mögliche Arbeitgeber: deutsche Auslandsvertretungen weltweit (Botschaften, Konsulate, Generalkonsulate, Ständige Vertretungen etc.), Zentrale des Auswärtigen Amts in Berlin

Auslandskorrespondent/in

Aufgaben: das aktuelle politische und gesellschaftliche Geschehen im jeweiligen Aufenthaltsland oder -gebiet kontinuierlich beobachten; aus dem Ausland über politische, wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse berichten; Hintergrundberichte und -reportagen liefern; in Fernsehen und Hörfunk live Bericht erstatten

Mögliche Arbeitgeber: Rundfunk- und Fernsehanstalten, Presse- und Nachrichtenagenturen, Zeitungen und Zeitschriften, Verlage

Dolmetscher/in und Übersetzer/in

Aufgaben: Texte (zum Beispiel Betriebsanleitungen, medizinische Gutachten, Zeugnisse, Gerichtsurteile, Verträge, literarische Werke) aus einer Ausgangssprache in die sogenannte Zielsprache und umgekehrt übersetzen; gesprochenes Wort zeitgleich aus der Ausgangs- in die Zielsprache übertragen

Mögliche Arbeitgeber: Übersetzungsbüros, Dolmetscherdienste, EU-Institutionen, Behörden des Landes oder des Bundes

Lehrer/in (in einer Fremdsprache)

Aufgaben: Kindern und Jugendlichen unterrichten und ihnen Kenntnisse in einer Fremdsprache vermitteln; den Unterrichtsstoff altersgerecht aufbereiten; Klassenarbeiten erstellen und korrigieren; Hausaufgaben kontrollieren; in Sprechstunden die Eltern über Fortschritte, Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler informieren

Mögliche Arbeitgeber: allgemeinbildende Schulen, Einrichtungen des Sozialwesens (zum Beispiel Internate)

Lehrer/in an Grundschulen (Primarstufe)

Lehrer/in an Haupt-, Mittel- oder Realschulen (Sekundarstufe I)

Lehrer/in an Gymnasien (Sekundarstufe I und II)

Ausbildungsberufe

Fremdsprachenkorrespondent/in

Aufgaben: den fremdsprachigen Schriftverkehr erledigen; Schriftstücke, Gutachten und Verträge aus einer Fremdsprache ins Deutsche und umgekehrt übertragen; Datenbanken für fremdsprachige Texte und Fachbegriffe aufbauen; Standards für Textbausteine formulieren; Lieferscheine, Rechnungen und Zolldokumente eingehender Sendungen prüfen und Zollerklärungen sowie Warenbegleitpapiere für ausgehende Sendungen ausfüllen

Mögliche Arbeitgeber: Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche

Eurokaufmann/-frau

Aufgaben: Texte mit speziell kaufmännischer Ausrichtung übersetzen; selbstständig kaufmännische Schriftstücke in der jeweiligen Fremdsprache erstellen; fremdsprachige Korrespondenz führen; bei der Planung und Umsetzung von Export und Import mitwirken; Exportpreise kalkulieren; Zollformalitäten abwickeln

Mögliche Arbeitgeber: Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche

Außenhandelsassistent/in

Aufgaben: Bonitätsprüfungen von (potenziellen) Kunden durchführen; Angebote erstellen und Kaufverträge ausarbeiten; Sortiments-, Produkt- und Warenpreislisten sowie -dateien und -kataloge erstellen und pflegen; Kunden zum Beispiel über Angebote oder Sonderaktionen informieren und Neukunden akquirieren; bei Verhandlungen mit internationalen Partnern dolmetschen

Mögliche Arbeitgeber: Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche

Kaufmann/-frau –Spedition und Logistikdienstleistung

Aufgaben: den Versand, Umschlag und zum Teil die Lagerung von Gütern organisieren; die Zusammenarbeit aller Beteiligten (etwa Versender, Verkehrsunternehmen, Lagerbetreiber, Endkunde) überwachen und koordinieren; (internationale) Kunden beraten; Preise kalkulieren und Angebote ausarbeiten; Zollpapiere ausfertigen

Mögliche Arbeitgeber: Speditionen, Unternehmen im Bereich Umschlag und Lagerwirtschaft

Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel der Fachrichtung Außenhandel

Aufgaben: Güter der unterschiedlichsten Branchen bei Herstellern oder Lieferanten kaufen und sie an Handel, Handwerk und Industrie weiterverkaufen; die Logistikkette überwachen, den Wareneingang und die Lagerbestände prüfen; Rechnungen und Lieferpapiere prüfen und Preise für den Wiederverkauf kalkulieren

Mögliche Arbeitgeber: Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche

 

Statements von Personalverantwortlichen

Englisch ist ein Muss

Personalverantwortliche international operierender Unternehmen berichten, welche Rolle Fremdsprachenkenntnisse im modernen Berufsleben spielen und wie Sprachkompetenzen richtig in Bewerbungen angegeben werden.

Kristina Schulte, Recruiter für Nachwuchskräfte bei Adidas

Ein Porträt-Foto von Kristina Schulte

Kristina Schulte

Foto: privat

Bei adidas ist die Firmensprache Englisch. Daher erwarten wir auch von den meisten Bewerbern sehr gute Englischkenntnisse, jede weitere Fremdsprache ist ein Plus. Je nach Stellenprofil sind die Anforderungen unterschiedlich: Von einem dual Studierenden erwarten wir gute Englischkenntnisse, während bei einem Auszubildenden zum Schuhfertiger handwerkliches Geschick wichtiger ist als eine Fremdsprache. Generell sind Fremdsprachenkenntnisse in einem internationalen Arbeitsumfeld sehr wichtig.

Bei Bewerbungen ist es wichtig, dass sie auf Adidas bezogen sind. Standardbewerbungen, bei denen nur der Firmenname ausgetauscht wird, fallen sofort durchs Raster. Die Bewerbung sollte individuell und gerne auch kreativ sein. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die geforderten Unterlagen vollständig sind.

Bei der Angabe von Sprachkompetenzen gibt es kein richtig oder falsch. Eine Möglichkeit ist die Unterscheidung in „Muttersprache“, „fließend in Wort und Schrift“ und „Grundkenntnisse“. Bewerber können sich aber auch am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientieren (von A1 bis C2). Viel wichtiger als die Angabe ist die korrekte Selbsteinschätzung beziehungsweise die Belegung der Sprachkenntnisse durch Zertifikate.

Dr. Dirk Pfenning, zuständig für den Bereich „Berufsausbildung“ im Personalbereich der Bayer AG

Ein Porträt-Foto von Dirk Pfenning

Dirk Pfenning

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Fremdsprachen sind für die Arbeit bei Bayer generell sehr wichtig – schließlich ist Englisch unsere offizielle Konzernsprache. Deshalb legen wir insbesondere bei allen kaufmännischen Ausbildungsberufen sowie unseren dualen Studiengängen großen Wert auf gute Englischkenntnisse, die wir auch im Bewerbungsverfahren mit einem Sprachtest überprüfen. In unserem kombinierten Aus- und Fortbildungsprogramm zum „Assistant for International Office Management“ (AIM) bilden wir die Teilnehmer sogar in zwei Fremdsprachen – meist Englisch und Spanisch – aus, wofür entsprechende Vorkenntnisse natürlich hilfreich sind. In der Bewerbung reicht es aber, das Niveau der jeweiligen Sprachkenntnisse mit den dafür gängigen Formulierungen zu beschreiben; Zertifikate oder andere Nachweise sind dafür nicht unbedingt erforderlich.

Svenja Brucato, Recruiterin bei TUI Group

Ein Porträt-Foto von Svenja Brucato

Svenja Brucato

Foto: privat

Englischkenntnisse werden in nahezu jedem unserer Ausbildungsberufe vorausgesetzt und spielen im modernen Berufsleben eine immer größere Rolle. Bei TUI ist es die wichtigste Fremdsprache, je nach Position kann es aber auch Voraussetzung sein, eine weitere Fremdsprache wie beispielsweise Spanisch zu beherrschen.

Ob Ausbildung oder duales Studium, TUI bietet diverse Möglichkeiten für einen Start in die Arbeitswelt. Einstiegsmöglichkeiten gibt es sowohl im kaufmännischen, touristischen oder IT-Bereich. Wichtige Eigenschaften, die ein Bewerber mitbringen sollte, sind etwa eine hohe Lernbereitschaft, Engagement, Aufgeschlossenheit gegenüber den stetigen Entwicklungen im Bereich Digitalisierung und soziale Medien sowie die Fähigkeit, komplexe Aufgabenstellungen zeitgleich zu bewältigen.

Sprachkompetenzen sollten im Lebenslauf angeführt werden. Wichtig ist Ehrlichkeit bei der Selbsteinschätzung, vor allem wenn ein bestimmtes Sprachniveau für eine Position vorausgesetzt wird.


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Stand: 21.09.2019