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Die Schiffe immer im Blick

Deutsches Museum am 21.02.2011 in Muenchen.
Es ist möglich, sich im Logistikstudium zu spezialisieren, zum Beispiel auf Maritimes Management.
Foto: Gerhard Blank

Maritime Management

Die Schiffe immer im Blick

Wer genau weiß, in welchem Bereich der Logistikbranche er später tätig sein möchte, für den sind spezialisierte Masterstudiengänge eine gute Möglichkeit, Expertenwissen zu erwerben. Deshalb studiert Janik Baum (26) Maritime Management.

Janik Baum studiert im ersten Semester Maritime Management an der Jade Hochschule am Studienort Elsfleth. „Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann gemacht“, erzählt er. „Ich bin an der Elbe und am Nordostseekanal mit der Schifffahrt aufgewachsen. Die Größe der Schiffe und die Menge an Gütern, die sie transportieren, fand ich schon früh faszinierend.“

Nachdem der heutige Student noch kurze Zeit in seinem Ausbildungsberuf gearbeitet hatte, war es Zeit für den nächsten Schritt: „Mir war schon mit dem Ende der Ausbildung klar, dass ich noch studieren möchte. Da ich logistische Prozesse spannend finde, habe ich mich für den Bachelorstudiengang Internationales Logistikmanagement an der Jade Hochschule eingeschrieben. Der Masterstudiengang Maritime Management baut nun darauf auf.“

Bezug zur Praxis

Ein Porträt-Foto von Janik Baum

Janik Baum

Foto: privat

Schon im Bachelorstudiengang wurde thematisch immer wieder der Bogen zur Seefahrt geschlagen. Da er sieben Semester umfasst, müssen für den Abschluss Master of Science nur drei Semester absolviert werden: „Der Studiengang ist betriebswirtschaftlich ausgerichtet“, erklärt Janik Baum. „So haben wir Fächer wie Internationales Management oder Investition und Finanzierung. Dazu kommen Maritimes Recht, Krisenmanagement oder Maritime Logistik. Außerdem wird Wert auf einen regelmäßigen und vertieften Umgang mit spezieller Branchen-Software gelegt.“

Auch der praktische Bezug spielt in Elsfleth eine große Rolle: „Wir machen viele Exkursionen, beispielsweise zu Messen oder Reedereien“, erzählt der Masterstudent. „In einem Unternehmensplanspiel üben wir in Gruppen, wie die gelernte Theorie in der Praxis funktioniert. Teil des Studiums ist außerdem ein Projekt, in dem aktuelle Herausforderungen thematisiert werden, zum Beispiel Umweltschutz, autonome Schifffahrt oder nachhaltige Antriebsstoffe.“

Die Masterarbeit, für die das dritte Semester vorgesehen ist, wird im Rahmen einer Praxisphase in einem Unternehmen erstellt. Neben den Kontakten zur Praxis hat das Studium an einer kleinen Fachhochschule für Janik Baum noch einen weiteren Vorteil: „Wir sind eine überschaubare Gruppe von Masterstudenten. Dadurch ist die Betreuung durch die Dozenten sehr gut und die Atmosphäre sehr angenehm.“

Globale Arbeitswelt

Die Internationalität der Branche wird auch im Studium betont. So werden einige Lehrinhalte auf Englisch vermittelt. Die globale Ausrichtung macht für Janik Baum einen Teil der Faszination an seinem Studienfach aus: „Mir gefällt die internationale Arbeitswelt, bei der man globale Netzwerke aufbaut, reisen kann und andere Kulturen kennenlernt. Außerdem ist die Branche sehr vielseitig, sodass man in ganz verschiedenen Bereichen arbeiten kann. Spannend finde ich auch, dass sich politische Ereignisse stark auf die Logistik auswirken und dass jeder, oft unbewusst, von der Logistik abhängig ist.“

Seine Zukunft sieht Janik Baum weiterhin im nördlichen Niedersachsen: „Ich fühle mich hier sehr wohl. Außerdem gibt es sehr viele Häfen, Reedereien und Unternehmen, die Bedarf an Logistikern, besonders mit Schwerpunkt Seefahrt, haben. Für viele findet sich schon über die Masterarbeit in ihrer Praxisphase ein Einstieg in die Arbeitswelt. Im Anschluss an mein Studium würde ich gerne in einem Logistikbereich arbeiten, wo ich meine vielfältigen Qualifikationen einbringen kann. Der Masterabschluss wird mir dabei auf lange Sicht sicherlich zusätzliche Türen öffnen.“

abi>> 17.06.2019