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Hilfe zur Selbsthilfe

Frau bewegt sich mit Blindenstock auf der Straße
Barrierefreiheit ist ein wichtiiger Schritt für unsere Gesellschaft, um Ungleichheiten aus dem Weg zu räumen.
Foto: Martin Rehm

Soziale Arbeit, Inklusion und Exklusion

Hilfe zur Selbsthilfe

Andreas Steiner (23) studiert „Soziale Arbeit – Inklusion und Exklusion“ im Master und ist damit hochzufrieden: Das Studium eröffnet ihm vielfältige Möglichkeiten, sich in seinem Berufsleben für andere Menschen einzusetzen.

In unserer Gesellschaft gibt es viele soziale Ungleichheiten und Missstände. Wenn Familie und Freunde nicht mehr helfen können, bietet die Soziale Arbeit Menschen unmittelbare Unterstützung. Sie zeigt, wie Hilfe zur Selbsthilfe möglich ist und weist Wege auf, Ungerechtigkeiten konkret zu bekämpfen“, erzählt Andreas Steiner. Aktuell befindet er sich im zweiten Semester des Masterstudiengangs „Soziale Arbeit - Inklusion und Exklusion“ an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg. Dort beschäftigt er sich intensiv mit theoretischen Fragestellungen wie: Was ist Inklusion? Wie kann eine inklusive Gesellschaft aussehen? „Wir analysieren Prozesse und beschäftigen uns mit der Frage, was Inklusion verhindert und wie man sie fördern kann“, erzählt der Regensburger Student.

Aber um Inklusion zu erzielen, muss zunächst geprüft werden, welche Personengruppen überhaupt am Rande der Gesellschaft stehen. „Exklusion beschreibt gesellschaftliche Prozesse, die die Teilhabe mancher Menschengruppen nicht möglich macht. Das können etwa mangelndes Geld sein, Obdachlosigkeit, psychische Erkrankungen oder körperliche Behinderungen und vieles mehr.“

Solidarität studieren

Ein Porträt-Foto von Andreas Steiner

Andreas Steiner

Foto: Simon Schwarzmann

Für Andreas Steiner war schon in der Schule klar, dass er etwas Sinnvolles tun wollte. Im Anschluss an das Abitur entschied er sich für das Bachelorstudium „Soziale Arbeit“ – ebenfalls an der Hochschule in Regensburg. Mit dem Masterstudium wurde Andreas Steiner der Wert von Solidarität noch stärker bewusst: „Es ist total wichtig, dass man im Alltag versucht, solidarisch zu sein. Mich beschäftigt die Frage, wie es für mich möglich ist, das zu leben“, bekennt er.

Im dreisemestrigen Masterstudiengang Soziale Arbeit wird den Studierenden ein Handlungsgerüst vermittelt, das Schritte aufzeigt, nach denen sie in der Berufspraxis vorgehen können: „So haben wir die Möglichkeit, später Menschen oder Gruppen zu helfen – immer vorausgesetzt, dass sie dies überhaupt wollen.“ In zwei Semestern wird die Theorie vermittelt. In Vorlesungen und Seminaren werden sozialwissenschaftliche und sozialpsychologische Theorien, Sozialpolitik, internationale Perspektiven, Bildung und Projektmanagement behandelt. Das letzte Semester ist der Masterthesis vorbehalten.

Breites Spektrum an Berufsmöglichkeiten

Mit dem Studium kann er als Sozialpädagoge arbeiten oder sich auf Stellen bewerben, die für Inklusion ausgeschrieben werden. „Davon gibt es immer mehr“, erzählt Andreas Steiner. „Beispielsweise Positionen als Inklusionsbeauftragter bei einer Kommune oder die Arbeit bei einem Träger für Rehabilitation, im Resozialisierungsbereich oder in der Bewährungshilfe. Und natürlich können wir in die Forschung gehen.“ Am besten kann sich Andreas Steiner vorstellen, in der Verbandsarbeit tätig zu werden: „Berufe der Sozialen Arbeit sind gewerkschaftlich schlecht organisiert. Das würde ich gerne ändern, indem ich die Interessen von Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen vertrete.“

abi>> 05.08.2019