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Bachelor live

Was sind eigentlich Medienpraxiskurse?

Wenn ich gefragt werde, was ich studiere, sage ich manchmal aus Spaß: „Irgendetwas mit Medien“. Eigentlich finde ich diese Beschreibung blöd, denn Studiengänge, die etwas mit Medien zu tun haben, sind meist unfassbar verschieden. Da lohnt es sich, einen eigenen Schwerpunkt zu finden und sich in diesen zu vertiefen, um aus der Menge herauszustechen. Gewissermaßen studiere ich aber nun mal irgendetwas mit Medien, nämlich Medienwissenschaft. Das bedeutet, dass wir nicht das Managen von Medienunternehmen (wie bei Medienmanagement) oder das Gestalten von Webseiten, Flyern und Co. (wie bei der Mediengestaltung) lernen, sondern uns wissenschaftlich mit allen Arten von Medien auseinandersetzen.
Dass ich mich für ein Studium in Bonn entschieden habe, hatte viele Gründe. Einer war, dass in Bonn das Studium der Medienwissenschaft vergleichsweise praxisnah ist: Insgesamt vier sogenannte Medienpraxiskurse mit jeweils zwei Stunden pro Semester bereichern den Bachelorstudiengang im dritten und vierten Semester. Während wir in allen weiteren Vorlesungen, Übungen und Seminaren zum Beispiel analysieren, wie Sexualität in Medien repräsentiert wird oder wie YouTube im Vergleich zum Fernsehen charakterisiert werden kann, werden wir in den vier Medienpraxiskursen selbst aktiv. Dabei können wir uns aus Radio, Video, Online und Fotografie zwei Medien aussuchen. Meine Wahl fiel auf Video und Online, denn auf Webseiten, in Social-Media-Posts und Co. werden oftmals Videos wie Interviews oder Imagefilme eingebunden werden.
Wie viel man in den Medienpraxiskursen tatsächlich lernt, ist davon abhängig, wie sehr man sich engagiert. Einen eigenen Blog anlegen, Interviews führen, die Unikamera ausleihen und ausprobieren – all das hilft dabei, in den Kursen Fragen stellen zu können und die Technik hinter Blogs, Webseiten, Sozialen Netzwerken, Kameras und Schnittprogrammen zu verstehen. Wer sich für Medienwissenschaft interessiert, dem kann ich deshalb nur raten, einen Studiengang zu wählen, der auch Praxisinhalte enthält: Mit mehr Praxis macht nämlich auch die Theorie mehr Spaß!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jan 25, 2018

Bachelor live

Studieren in Venedig

Es ist ein frischer Wintermorgen und viel, aber auch viel zu früh und zu kalt. Ich stehe am Stadtrand von Venedig an einer Haltestelle des Wasserbusses und warte auf das Boot zum Flughafen. Die Sicherheitskontrolle ist trotz der unmenschlichen Zeit voller Reisender. Dann sitze ich im Flieger. Die Lagunenstadt wird kleiner und kleiner.
Ich verlasse Venedig, obwohl ich mich auf den ersten Blick in die Stadt verliebt habe.
Schon im Februar voriges Jahr war ich begeistert gewesen, als ich das erste Mal die Kanäle überquerte und durch die engen Gassen wandelte. Nun besuche ich also eine Freundin, die gerade in Venedig studiert.
Die Stadt hat verschiedene Universitäten und Hochschulen und beherbergt dadurch auch internationale Studierende. Am Campo, wie der Campus hier heißt, kann man zwischen den Vorlesungen eine hervorragende Pizza genießen. Die Bibliothek erreicht man – wie alles in der Stadt – nur über die Kanäle mit dem Vaporetto, dem Wasserbus. Am Canal Grande ziehen die Villen der Stadt vorbei. Möchte man entspannen oder mal in einer etwas anderen Umgebung lernen, so ist man in Windeseile auf dem Lido, einer großen Sandbank, und hat die Weite des Mittelmeers vor sich.
Geht die Sonne unter, steht man im Idealfall gerade auf dem Dach eines Luxuskaufhauses, beobachtet das Treiben auf dem Kanal unten und erspäht am Horizont die Alpen. Die Touristen der Kreuzfahrtschiffe verlassen langsam wieder die Stadt – nachhaltig reisen tut hier kaum jemand.
Am Abend trifft man sich in Venedig nicht im Wirtshaus, sondern in kleineren Bars. Hier isst man ein „tramezzini“, ein kleines belegtes Brot, und trinkt einen „Spritz“, ehe man weiterzieht. Wirkliche Gemütlichkeit kommt da nicht auf, aber irgendwie hat es doch was.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jan 24, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jan 24, 2018

Bachelor live

Ein guter Ausgleich ist alles

Wenn mich Verwandte oder Freunde fragen, wie mein Studium läuft und wie es mir an der Uni gefällt, fällt meine Antwort oft weniger euphorisch aus, als sie erwarten. Meist antworte ich, dass es nicht meinen Vorstellungen entspricht – was nicht am Studiengang, sondern an der Universität generell liegt. Ich mag die Publizistik und ich habe das Gefühl, damit die richtige Wahl getroffen zu haben. Ich mag meine Kommilitonen. Und ich mag Mainz als Hochschulstadt. Aber so richtig zufrieden bin ich trotzdem nicht.
Das Studium erfüllt mich persönlich nicht, weil wir täglich über theoretische Konzepte sprechen, die wir aber nie anwenden. Für mich ist das ungefähr so, als würde ich die Tonleiter hoch und runter lernen und mir verschiedene Akkorde in der Theorie aneignen – und dann nie tatsächlich eine Gitarre in die Hand nehmen. Das Lernen an sich erfüllt mich nicht. Das Erfolgserlebnis kommt erst dann, wenn ich das Gelernte anwende und Resultate sehen kann.
Meine Methode gegen diesen Frust? Ein guter Ausgleich ist alles. Ich beschäftige mich mittlerweile neben der Uni mehr mit Dingen, in denen ich Erfolge in der Praxis erzielen kann. Das muss nichts weltbewegendes sein. Gerade habe ich mir beispielsweise von meiner Mutter die Nähmaschine erklären lassen und einen Kissenbezug genäht. Diese Art von Aktivität ist für mich wahnsinnig zufriedenstellend und ein guter Ausgleich für den doch sehr theorielastigen Unialltag. Wem es mit der Uni manchmal ähnlich geht, dem kann ich einen solchen Ausgleich nur wärmstens ans Herz legen.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  Jan 24, 2018
Autor: Nadine
Rubrik: studium
Jan 24, 2018