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Bachelor live

Zwei Hausarbeiten auf einmal!

In einem gesellschafts-wissenschaftlichen Studium sind Hausarbeiten keine Seltenheit – im Gegenteil, pro Semester muss mindestens eine geschrieben werden. Und ich weiß, dass für viele zwei Hausarbeiten oder mehr im Semester ganz normal sind. Für mich allerdings ist es das erste Mal, dass ich in den kommenden Semesterferien zwei Hausarbeiten gleichzeitig abgeben muss. Dementsprechend unsicher bin ich, wie genau ich das am besten angehen soll. Bislang beschäftigte ich mich wochenlang mit dem Thema meiner Hausarbeit, um mich einzulesen und in die Fragestellung reinzudenken. Erst dann habe ich überhaupt angefangen zu schreiben und dementsprechend die Abgabefrist bisher auch jedes Mal bis zum letzten Tag ausgereizt.
Nun habe ich pro Hausarbeit aber nur halb so viel Zeit. Innerhalb weniger Wochen muss ich mich mit zwei komplexen Themen beschäftigen, zwei verschiedene Theorien verstehen und zwei unterschiedliche Fragestellungen bearbeiten, was mir bislang als die größte Herausforderung erscheint. Um beide Hausarbeiten nicht komplett parallel schreiben zu müssen, habe ich mit einer von beiden bereits angefangen. Thema ist die Stigma-Theorie des US-amerikanischen Soziologen Erving Goffman. Sie definiert ein Stigma als die Kluft zwischen dem, was der Mensch aus gesellschaftlicher Sicht sein soll, und dem, was er tatsächlich ist. Mein Plan ist es, bis Mitte Februar damit fertig zu sein und danach mit der zweiten Hausarbeit in Wirtschaftssoziologie anzufangen.
Ob mein Plan so aufgeht, werde ich dann sehen. Doch wie heißt es so schön? Man wächst mit seinen Aufgaben. Und wahrscheinlich werde ich in den kommenden Semestern nur lachend zurückblicken und mich fragen, wieso ich mir von zwei Hausarbeiten so einen Schrecken habe einjagen lassen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jan 25, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Jan 25, 2018

Bachelor live

Was sind eigentlich Medienpraxiskurse?

Wenn ich gefragt werde, was ich studiere, sage ich manchmal aus Spaß: „Irgendetwas mit Medien“. Eigentlich finde ich diese Beschreibung blöd, denn Studiengänge, die etwas mit Medien zu tun haben, sind meist unfassbar verschieden. Da lohnt es sich, einen eigenen Schwerpunkt zu finden und sich in diesen zu vertiefen, um aus der Menge herauszustechen. Gewissermaßen studiere ich aber nun mal irgendetwas mit Medien, nämlich Medienwissenschaft. Das bedeutet, dass wir nicht das Managen von Medienunternehmen (wie bei Medienmanagement) oder das Gestalten von Webseiten, Flyern und Co. (wie bei der Mediengestaltung) lernen, sondern uns wissenschaftlich mit allen Arten von Medien auseinandersetzen.
Dass ich mich für ein Studium in Bonn entschieden habe, hatte viele Gründe. Einer war, dass in Bonn das Studium der Medienwissenschaft vergleichsweise praxisnah ist: Insgesamt vier sogenannte Medienpraxiskurse mit jeweils zwei Stunden pro Semester bereichern den Bachelorstudiengang im dritten und vierten Semester. Während wir in allen weiteren Vorlesungen, Übungen und Seminaren zum Beispiel analysieren, wie Sexualität in Medien repräsentiert wird oder wie YouTube im Vergleich zum Fernsehen charakterisiert werden kann, werden wir in den vier Medienpraxiskursen selbst aktiv. Dabei können wir uns aus Radio, Video, Online und Fotografie zwei Medien aussuchen. Meine Wahl fiel auf Video und Online, denn auf Webseiten, in Social-Media-Posts und Co. werden oftmals Videos wie Interviews oder Imagefilme eingebunden werden.
Wie viel man in den Medienpraxiskursen tatsächlich lernt, ist davon abhängig, wie sehr man sich engagiert. Einen eigenen Blog anlegen, Interviews führen, die Unikamera ausleihen und ausprobieren – all das hilft dabei, in den Kursen Fragen stellen zu können und die Technik hinter Blogs, Webseiten, Sozialen Netzwerken, Kameras und Schnittprogrammen zu verstehen. Wer sich für Medienwissenschaft interessiert, dem kann ich deshalb nur raten, einen Studiengang zu wählen, der auch Praxisinhalte enthält: Mit mehr Praxis macht nämlich auch die Theorie mehr Spaß!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jan 25, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jan 25, 2018

Bachelor live

Studieren in Venedig

Es ist ein frischer Wintermorgen und viel, aber auch viel zu früh und zu kalt. Ich stehe am Stadtrand von Venedig an einer Haltestelle des Wasserbusses und warte auf das Boot zum Flughafen. Die Sicherheitskontrolle ist trotz der unmenschlichen Zeit voller Reisender. Dann sitze ich im Flieger. Die Lagunenstadt wird kleiner und kleiner.
Ich verlasse Venedig, obwohl ich mich auf den ersten Blick in die Stadt verliebt habe.
Schon im Februar voriges Jahr war ich begeistert gewesen, als ich das erste Mal die Kanäle überquerte und durch die engen Gassen wandelte. Nun besuche ich also eine Freundin, die gerade in Venedig studiert.
Die Stadt hat verschiedene Universitäten und Hochschulen und beherbergt dadurch auch internationale Studierende. Am Campo, wie der Campus hier heißt, kann man zwischen den Vorlesungen eine hervorragende Pizza genießen. Die Bibliothek erreicht man – wie alles in der Stadt – nur über die Kanäle mit dem Vaporetto, dem Wasserbus. Am Canal Grande ziehen die Villen der Stadt vorbei. Möchte man entspannen oder mal in einer etwas anderen Umgebung lernen, so ist man in Windeseile auf dem Lido, einer großen Sandbank, und hat die Weite des Mittelmeers vor sich.
Geht die Sonne unter, steht man im Idealfall gerade auf dem Dach eines Luxuskaufhauses, beobachtet das Treiben auf dem Kanal unten und erspäht am Horizont die Alpen. Die Touristen der Kreuzfahrtschiffe verlassen langsam wieder die Stadt – nachhaltig reisen tut hier kaum jemand.
Am Abend trifft man sich in Venedig nicht im Wirtshaus, sondern in kleineren Bars. Hier isst man ein „tramezzini“, ein kleines belegtes Brot, und trinkt einen „Spritz“, ehe man weiterzieht. Wirkliche Gemütlichkeit kommt da nicht auf, aber irgendwie hat es doch was.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jan 24, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jan 24, 2018