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Bachelor live

Weiter Weg zur Bewerbung

Es steht für mich fest, dass ich gerne ein Semester im Ausland studieren möchte. Doch wo? Mexiko, Taiwan und Singapur stehen bei den außereuropäischen Ländern auf meiner Liste, Frankreich und Polen bei den europäischen. Inzwischen habe ich meine Bewerbung eingereicht und vielleicht wird mir die Person, die die Plätze vergibt, die Entscheidung abnehmen.
Bis zu Bewerbung war es jedoch ein weiter Weg. Allen, die sich gerade auch für Auslandssemester bewerben wollen, rate ich, sich zuerst um das Sprachzertifikat zu kümmern. Einige Universitäten verlangen offizielle und oft recht teure Tests wie beispielsweise den englischsprachigen TOEFL, während andere auch Tests akzeptieren, die zum Beispiel vom Anglistik- oder Romanistikinstitut der eigenen Universität angeboten werden. Wenn alle Studierenden ihre Bewerbungen zusammenstellen, sind die Plätze für die Tests jedoch heiß begehrt. Als ich mich drei Monate vor der Bewerbungsdeadline informierte, hatte ich Glück: Weil ein Platz frei wurde und ich nachrückte, konnte ich das geforderte Zertifikat rechtzeitig ablegen.
Ähnlich lange kann es dauern, bis man ein Dozentengutachten in den Händen hält: In einem solchen müssen die Dozierenden meist ankreuzen, wie sie den jeweiligen Bewerber im Vergleich zu den anderen Studierenden einschätzen, manchmal auch einen kleinen Text schreiben. Das Ganze kann sich durchaus länger hinziehen. Deshalb rate ich, möglichst früh einen Dozierenden zu kontaktieren! Übrigens braucht man dabei nicht schüchtern zu sein: Wie viele Studierende hatte auch ich das Problem, dass mich kaum Lehrende persönlich kennen. Daran sind sie aber gewohnt und verfassen oft auf Basis deines Lebenslaufes und deines Motivationsschreibens ein Gutachten. Eben solche Motivationsschreiben sind ohnehin bei fast jeder Bewerbung für einen Auslandsaufenthalt gefragt. Zum Glück lassen sich im Internet zahlreiche Tipps finden, wie man dieses möglichst persönlich gestaltet.
Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich meine Bewerbung inzwischen in den Briefkasten meiner Universität werfen konnte. Jetzt heißt es: Daumen drücken!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Feb 12, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Feb 12, 2018

Bachelor live

Und schon wieder ein Semester rum

Mit dem Start in den Monat Februar ist nicht nur der erste Monat des Jahres 2018 vorbei, sondern auch mein drittes Semester. Ich kann es kaum glauben, aber jetzt ist die offizielle Halbzeit meines Studiums eingeläutet. Drei Semester, anderthalb Jahre, drei Klausurphasen, mehrere Praktika, unzählige Univeranstaltungen, ECTS-Punkte und Referate später steht also das vierte Semester vor der Tür.
Ich habe trotzdem das Gefühl, kaum mehr zu wissen als an meinem ersten Tag. Natürlich klingelt es bei gewissen Begriffen und über Kunsthemen kann ich drei Semester später auch deutlich kunstvoller mitdiskutieren. Aber habe ich so viel mehr Wissen als zuvor? Fraglich. Natürlich hätte ich meine Semester entspannter und großzügiger angehen können, um mehr Tiefe zu bekommen. Aber hätte ich tatsächlich mehr gelernt, wenn ich statt 50 ECTS nur 30 gemacht hätte? Wie ich mich kenne, hätte ich den größeren Zeitrahmen eh nicht sinnvoll genutzt – hätte mir nicht nochmal alle vorgeschlagenen Literaturangaben durchgelesen und mir keine anderen, weiterführenden Vorlesungen angehört.
Und ohne anderen Kommilitonen genau solche lobenswerten Aktivitäten absprechen zu wollen: Ich sehe doch in den sozialen Medien, dass sie mehr feiern als ich. Ich bin kein Streber, aber ein zukunftsangstgetriebener Realist, und weiß, dass Kunstgeschichte ein heikles Fach ist, wenn man später erfolgreich in einen faszinierenden Beruf starten will. Um das zu ermöglichen, brauche ich etwas, das mich aus der Masse herausstechen lässt. Deshalb sammele ich so viele Erfahrungen und Kenntnisse durch Praktika und ähnliches wie ich nur kann.
Lange zu studieren und in einem geschützten Schwebezustand zu verweilen, mag für manche ein erstrebenswerter Zustand sein, für mich ist es das aber nicht. Deshalb fühlen sich diese drei Semester wie ein Sieg an. Ich habe in drei Semestern so viel geackert, gelitten und gearbeitet, dass ich das nächste Semester nur Praktika machen kann, danach im Auslandssemester nur wenig tun muss und das darauffolgende Semester entspannt meine Bachelorarbeit schreiben kann. Ich habe es geschafft und bin erleichtert.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Feb 7, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Feb 7, 2018

Bachelor live

Ich pack's selbst an!

Praktische Aufgaben sind in meinem Studium nicht die Regel, sodass ich zwar unfassbar viele Inhalte vermittelt bekomme, mein ganzes Wissen allerdings nur theoretisch angelegt ist – und mir oft gar nichts bringt.
Momentan bekomme ich diese Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis sehr deutlich zu spüren. Für meine Hausarbeit möchte ich ein qualitatives Interview führen, um eigene Ergebnisse zu meinem Thema zu erforschen. Eigentlich kein Problem, denn in den ersten beiden Semestern habe ich sowohl das Einführungs- als auch das Aufbaumodul in Methoden der empirischen Sozialforschung bestanden. Ganz so leicht ist es aber nicht. Ehrlich gesagt bin ich fast daran verzweifelt, geeignete Leitfragen für das Interview zu formulieren. Dabei kenne ich die goldenen Regeln: keine suggestiven Fragen, keine Vorwürfe, keine missverständliche Fragestellung und so weiter. Bei der praktischen Umsetzung des Wissens hapert es mangels Übung allerdings gewaltig.
Und wie leite ich ein solches Interview überhaupt ein? Sollte ich mit meinem Probanden anfangs ein bisschen Small Talk betreiben, um die Stimmung aufzulockern, oder ganz professionell bleiben und mich nur auf das Wesentliche konzentrieren? Reicht mein Handy, um das Interview aufzunehmen oder brauche ich ein professionelles Gerät? Und wenn das Interview aufgezeichnet ist, wie transkribiere ich es dann? Als ungeübte Interviewerin brauche ich sicher sieben- bis zehnmal so lange für die Transkription als für das Interview selbst.
Es heißt nicht umsonst „Übung macht den Meister“, nicht „Theorie macht den Meister“. Deswegen hätte ich mir gewünscht, in der Uni nicht nur die reine Theorie zu lernen, sondern auch die Gelegenheit zu bekommen, diese wenigstens auch einmal in der Praxis zu üben. Aber wie heißt es ebenfalls? Selbst ist die Frau.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Feb 7, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Feb 7, 2018