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„Ein Experimentierfeld für Kreativität“

Detailaufnahme vom Vermischen der Farben mit einer Spachtel.
Der Wettbewerb „jugend creativ“ möchte jungen Menschen die Möglichkeit geben, ihre Kreativität zu entfalten.
Foto: Matthias Rietschel

jugend creativ – Interview

„Ein Experimentierfeld für Kreativität“

Kathleen Wallner ist PR-Referentin beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und dort Projektverantwortliche für „jugend creativ“. Für abi» berichtet sie, was der Wettbewerb erreichen will, wie er aufgebaut ist und warum junge Menschen von einer Teilnahme profitieren.

abi>> Frau Wallner, welche Art Wettbewerb ist „jugend creativ“ und was wollen die Initiatoren damit erreichen?

Kathleen Wallner: Die Genossenschaftsbanken aus mehreren Ländern entwickelten vor genau 50 Jahren die Idee zu einem Wettbewerb für Kinder und Jugendliche über Landesgrenzen hinweg. 1970 luden die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken dann zum ersten Wettbewerb ein. Seitdem rufen wir jährlich Kinder und Jugendliche auf, sich mit einem wichtigen Thema unserer Zeit auseinanderzusetzen und ihre Gedanken dazu künstlerisch in Bildern oder Kurzfilmen festzuhalten. Wir möchten dabei der Zielgruppe ein Experimentierfeld für ihre Kreativität bieten.

abi>> Für wen ist der Wettbewerb gedacht, und wie kann man teilnehmen?

Ein Porträt-Foto von Kathleen Wallner

Kathleen Wallner

Foto: Anja Schulze

Kathleen Wallner: „jugend creativ“ richtet sich an Kinder und Jugendliche im Schulalter – von der ersten bis zur 13. Klasse. Auch Jugendliche, die die Schule bereits verlassen haben, aber nicht älter als 20 Jahre sind, dürfen teilnehmen. Die Ausschreibung und die Teilnahmeunterlagen sind jedes Jahr zum Wettbewerbsstart Anfang Oktober bei den veranstaltenden Volks- und Raiffeisenbanken erhältlich. Interessenten können sich auch unter www.jugendcreativ.de informieren.

abi>> Wie läuft der Wettbewerb ab?

Kathleen Wallner: Die Beiträge müssen bis Ende Februar bei der örtlichen Volksbank oder Raiffeisenbank eingereicht werden. Fachkundige Jurys aus Künstlern, Kunstpädagogen und Medienexperten bewerten die Arbeiten und wählen die Gewinner in fünf verschiedenen Altersgruppen auf Ortsebene aus. Die besten Arbeiten gehen dann an die nächste Auswahlstufe auf Landes- und Bundesebene. Im Bereich Bildgestaltung werden sogar auf internationaler Ebene Auszeichnungen vergeben.

abi>> Nach welchen Kriterien werden die Preise vergeben?

Kathleen Wallner: Bei der Bewertung achtet die Jury vor allem darauf, welche Idee die Teilnehmer realisierten, wie sie die gestalterischen Mittel einsetzten und ihre eigene Sichtweise und „Handschrift“ einbrachten. Alle Gewinner erhalten eine Urkunde und werden bei einer feierlichen Siegerehrung ausgezeichnet. Außerdem gibt es verschiedene Sach- und Geldpreise. Die Bundessieger werden zu einem einwöchigen Kreativworkshop eingeladen. Dort können sie, angeleitet von Profis, nach Herzenslust in verschiedenen Werkstätten malen, zeichnen, fotografieren und filmen.

abi>> Fallen Ihnen Beispiele herausragender Arbeiten der vergangenen Jahre ein?

Kathleen Wallner: Aus der unglaublich großen Zahl von Bildern und Filmen einzelne Arbeiten herauszuheben, ist schlicht unmöglich. Jedes Jahr erreichen uns aufs Neue sehr vielfältige, eindrucksvolle Beiträge. Manche Teilnehmer überzeugten mit ihrem Talent über Jahre hinweg die Jurys. Einige wurden motiviert und gefördert, ihre Begabung zum Beruf zu machen – als freier Künstler, Kunstpädagoge oder Regisseur.

abi>> Inwiefern profitieren junge Menschen zudem von einer Teilnahme?

Kathleen Wallner: Bei „jugend creativ“ können sie sich intensiv mit einem Thema auseinandersetzen, ihre eigenen Sichtweisen entwickeln und mit verschiedenen Gestaltungsmitteln experimentieren. Sich kreativ auszudrücken und eine Haltung zu einem Thema einzunehmen, ist ein wichtiger Teil der Persönlichkeitsentwicklung, den „jugend creativ“ fördern will.

abi>> 15.06.2018