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Neu an der Hochschule – Interview: „Alles, was der Vernetzung dient, ist gerade doppelt wertvoll“

Wie erstelle ich meinen Stundenplan, wie finde ich mich auf dem Campus zurecht und wie knüpfe ich – insbesondere in Zeiten von Corona – Kontakte zu Kommilitonen und Kommilitoninnen? abi» hat mit Dr. Ansgar Berger von der Zentralen Studienberatung der Universität Trier darüber gesprochen, was zu Beginn des Studiums bei der Orientierung hilft.

Eine Brille, ein Taschenrechner, Bargeld und Notizen auf einem Schreibtisch. (Foto: Martin Rehm)

abi» Herr Berger, mit welchen Fragen und Problemen kommen Studierende zum Start Ihres Studiums auf Sie zu?

Dr. Ansgar Berger: In den allermeisten Fällen geht es um Fragen der Studienplanung, also wie der eigene Studienplan zusammengestellt werden kann und wie man sich für Veranstaltungen und Prüfungen anmeldet. Einige Erstsemester merken auch ganz früh, dass ihr Studienfach sie nicht glücklich macht und wir überlegen dann gemeinsam, ob ein Wechsel sinnvoll ist.

abi» Was raten Sie in einem solchen Fall?

Dr. Ansgar Berger: Da geht es dann darum, Mut zu machen und einen realistischen Blick auf das eigene Fach zu werfen. Möglicherweise sieht das Ganze auch nach einem Semester schon anders aus. Aber nichts ist unumkehrbar und viele Studierende finden ihr Fach nach einigen Umwegen und Ausprobieren. Eine der wichtigsten Voraussetzungen bleibt, wirklich eine eigene Entscheidung zu treffen, die sich passend und stimmig anfühlt. Außerdem muss auch das Drumherum stimmen. Studieren bedeutet ja nicht nur neue Lerninhalte, sondern auch das Zurechtfinden in einem neuen sozialen Kosmos, vielleicht ein Umzug, einen eigenen Haushalt führen, neue Freunde finden und vieles mehr. Eben ein Aufbruch in eine ganz neue Lebensphase.

abi» Inwiefern beeinflusst die Corona-Pandemie den Studienstart?

Dr. Ansgar Berger: Im Moment geht es für viele darum, überhaupt im Studium anzukommen und Kontakte zu Studierenden und Dozierenden zu finden. Während einige ganz gut mit der digitalen Lehre zurechtkommen, haben andere Schwierigkeiten, sich zu motivieren und in ihre neue Rolle zu finden. Zum Glück gibt es jetzt viele digitale Orientierungs- und Beratungsangebote und auch Paten- oder Buddy-Programme helfen beim Einstieg.

Dr. Ansgar Berger: Der beste Tipp ist, immer die Augen aufzuhalten und bei allem mitzumachen, was angeboten wird. Ob das ein digitaler Ersti-Stammtisch der eigenen Fachschaft über Zoom ist, die Whatsapp-Seminar-Gruppe oder ein Online-Campus-Tag mit den Hochschulgruppen per Videokonferenz. Wichtig ist es, nicht zu denken, ich warte mal ab, bis alles wieder normal ist, sondern am besten jetzt die Möglichkeiten zu nutzen. Alles, was der Vernetzung dient und worüber ich andere Studierende kennenlernen kann, ist gerade doppelt wertvoll. Neben den Angeboten im Studium und an der Uni kann vielleicht auch helfen, über die Wohnsituation noch einmal nachzudenken. Vielleicht hilft es, den Schritt zu machen, in eine neue WG oder ein Wohnheim vor Ort zu ziehen, um wieder mehr Anschluss zu finden.

Zur Person

Ein Porträtfoto von Ansgar B. (Foto: Elke Janssen) Ein Porträtfoto von Ansgar B. (Foto: Elke Janssen)

Dr. Ansgar Berger

Dr. Ansgar Berger von der Zentralen Studienberatung der Universität Trier.

Weitere Informationen

studienwahl

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studienwahl.de

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Die Studiernendenwerke der Hochschulen vor Ort bieten sowohl Beratung zu Themen wie Studienfinanzierung als auch psychosoziale Beratung.
studentenwerke.de

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Neben einer umfrangreichen Studiengangssuche bietet der Hochschulkompass auch Informationen rund um das Thema Studium und Studienstart.
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