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Technischer Projektmanager: Projektmanagement zwischen Wirtschaft und Technik

Langweilig wird es Florian Schwarzkopf bei seiner Arbeit nie: Egal, ob er wichtige Regularien für die Produktion ausarbeitet, Schulungen hält oder die Arbeitsplätze seiner Kolleginnen und Kollegen optimiert. Der 31-jährige Wirtschaftsingenieur schätzt die vielseitigen Aufgaben bei der Richard Wolf GmbH im baden-württembergischen Knittlingen.

Wirtschaftsingenieur hält einen Vortrag vor Publikum

Gute Ideen für einen Weltmarktführer: Seit Mai 2018 unterstützt Florian Schwarzkopf seinen Arbeitgeber als Wirtschaftsingenieur in der Stabsstelle Verbesserungsorganisation. Das Unternehmen ist einer der Weltmarktführer im Bereich medizinische Produkte und Systemlösungen. „Wir sind eine kleine Abteilung, die sich mit Prozessoptimierung und Projektmanagement beschäftigt. Unser führendes Team besteht aus drei Leuten und wird je nach Projekt durch Mitarbeiter der entsprechenden Fachabteilungen ergänzt“, erzählt er. Die Arbeit von Florian Schwarzkopf und seinen Kolleginnen und Kollegen ist meist projektbezogen und daher äußerst abwechslungsreich. „Bei mir gleicht kein Tag dem anderen und das macht meinen Job besonders spannend“, erklärt der 31-Jährige.

Er kümmert sich zum Beispiel seit mehr als einem halben Jahr um die Einhaltung von speziellen Regularien der Medizinprodukteverordnung (MDR). „Dafür baue ich eine Prozesslandschaft für die Fertigung auf und schaffe damit zunächst die theoretische Grundlage, wie unsere Produkte zu fertigen sind, um dies anschließend auch praktisch nachweisen zu können. So halten wir die Anforderungen der MDR ein und stellen sicher, dass wir unsere Produkte ohne erhöhtes Patientenrisiko herstellen können. Es handelt sich dabei um ein großes und aufwendiges Projekt, das viel Qualitätsmanagement beinhaltet“, führt Florian Schwarzkopf aus. Ein anderes Projekt, um das sich der 31-Jährige zuvor kümmerte, war der Umzug einer Fertigungsabteilung von einem Gebäude in ein anderes auf dem Firmencampus. „Dabei haben wir neben ökonomischen Verbesserungen auch die Ergonomie beachtet und beispielsweise neue Tische für die Mitarbeiter angeschafft.“

Produktionstechnik und -management als Schwerpunkt

Den Grundstein für seine Arbeit legte der Wirtschaftsingenieur im Studium. „Nach meinem Bachelorabschluss in BWL – Industrie stand für mich fest, dass ich meinen Horizont unbedingt noch erweitern muss. Am liebsten im Bereich Technik, denn das hat mich schon immer interessiert“, erklärt Florian Schwarzkopf. Und so schrieb er sich für den Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Mannheim ein. Als Vertiefungsfach wählte er Produktionstechnik und -management. „Das Besondere war, dass mir meine Kenntnisse in Betriebswirtschaftslehre anerkannt wurden und ich so in drei Semestern nur ingenieurwissenschaftliche Module hatte.“

„Mit Rückschlägen klarkommen“

Den typischen Arbeitstag gibt es für Florian Schwarzkopf nicht. „Ich bin regelmäßig in Gesprächen mit den Fachverantwortlichen, um Informationen für meine Projektarbeit zu beschaffen und zusammenzutragen", beschreibt er dennoch eine typische Tätigkeit. Zu den wichtigsten Arbeitstools des Wirtschaftsingenieurs zählen die Programme Excel für die Tabellenkalkulation und SAP für die Abwicklung von Geschäftsprozessen. Da der 31-Jährige in seinem Masterstudium als Vertiefungsfach Produktionstechnik gewählt hatte, wurde er perfekt auf seine späteren Aufgaben bei Richard Wolf vorbereitet.

Wer Wirtschaftsingenieur/in werden möchte, sollte seiner Meinung nach ein breites Wissen und Neugier für Technik mitbringen, Kommunikationsfähigkeit besitzen und gern im Team arbeiten. „Aber auch Beharrlichkeit ist in meinem Job sehr wichtig, denn viele Dinge müssen immer wieder aufs Neue wiederholt werden. Und gerade in der Projektarbeit muss man mit Rückschlägen klarkommen.“

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