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Fünf nach Zwölf: Last Minute zum Ausbildungsplatz

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und du hast immer noch keinen Ausbildungsplatz? Das ist nicht optimal, aber kein Grund zur Panik. abi>> verrät dir, wie du auch kurz vor Torschluss noch eine passende Stelle findest und so im Berufsleben richtig durchstartest.

Eine junge Frau sitzt am Tisch und schaut in ein Buch.  (Foto: Lennart Preiss)

Unterstützung erhalten „Nachzügler*innen“ bei den Beraterinnen und Beratern der örtlichen Agenturen für Arbeit. Diese können zudem helfen, wenn noch kein Ausbildungsplatz in Sicht ist. „Wir haben Listen mit Unternehmen, die kurzfristig Azubis suchen“, erklärt Daniel Söllner, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Erlangen. Außerdem beraten und informieren Industrie- und Handels- sowie die Handwerkskammern auf Ausbildungsportalen. (siehe „Wo finde ich freie Ausbildungsplätze?“) Das Ausbildungsjahr beginnt je nach Bundesland in der Regel zwischen August und September, bewerben sollte man sich am besten mindestens ein Jahr zuvor – vor allem bei beliebten Berufen und großen Unternehmen. Bei schulischen Ausbildungen, zum Beispiel zum/zur Physiotherapeuten/-in oder Erzieher/in, muss man sich an die Fristen der Berufsfachschulen halten.

Bei Ausbildungen gilt genauso: Nicht verzweifeln, wenn es auf den ersten Blick zu spät zu sein scheint. „Über die sogenannte Nachvermittlung kann ein Arbeitgeber theoretisch jederzeit Auszubildende einstellen – allerdings müssen diese dann den Stoff nachholen, der an der Berufsschule bereits vermittelt wurde“, weiß Daniel Söllner. Sinnvoll sei in jedem Fall eine persönliche Nachfrage bei Unternehmen und den Berufsfachschulen, auch nach Ausbildungsstart. Initiativbewerbungen können ein Türöffner sein: Sollte ein Platz plötzlich frei werden, etwa, weil ein Azubi während der Probezeit kündigt, liegt die Bewerbung bereits vor.

Überbrückungsmöglichkeiten

Wer trotz allem keine passende Ausbildungsstelle gefunden hat, kann die Zeit sinnvoll überbrücken, zum Beispiel mit einem Freiwilligendienst, Work&Travel, Au-pair oder einem Schnupperstudium (siehe „Überbrückungsmöglichkeiten“).

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk der Bundesagentur für Arbeit für Berufe mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild.

berufenet.arbeitsagentur.de

Check-U – das Erkundungstool

Das Erkundungstool der Bundesagentur für Arbeit ist eine kostenfreie, bundesweite Online-Anwendung zur beruflichen Orientierung. Teilnehmer können vier Module bearbeiten (Fähigkeiten, soziale Kompetenzen, Interessen und berufliche Vorlieben) und erhalten eine Übersicht über passende Studienfelder und Ausbildungsberufe.

check-u.de

Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammern (IHK)

Die IHK-Lehrstellenbörse ermöglicht es, unter anderem nach Ausbildungsplätzen und dualen Studiengängen zu suchen. Über eine Suchmaske kann man nach verschiedenen Berufen suchen und ein Suchgebiet eingeben. Neue Angebote kann man sich per E-Mail zuschicken lassen. Zudem ist es möglich, Bewerbungsunterlagen ins System zu laden, die dann Unternehmen angezeigt werden können. Die Lehrstellenbörse gibt es außerdem als App.

ihk-lehrstellenboerse.de

Lehrstellenradar der Handwerkskammer

Das Lehrstellenradar hilft Abiturientinnen und Abiturienten bei der Suche nach freien Lehrstellen und Praktikumsplätzen. Auf der Website finden Interessierte bundesweit freie Plätze in über 130 Handwerksberufen. Der Datenbestand wird ständig durch die regional zuständigen Handwerkskammern gepflegt und aktualisiert. Das Radar gibt es auch als App.

lehrstellen-radar.de