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(Virtuelle) Einführungsveranstaltungen – Erfahrungsbericht: Video statt Campusführung

Khris (24) aus München hat Großstadtleben gegen Kleinstadtcampus getauscht und studiert im zweiten Semester des Bachelorstudiengangs Global Communication in Business and Culture an der Hochschule Mittweida in Sachsen. Hier berichtet er von seinem Studienstart.

Protagonist Khris vor einer bekritzelten Haustür. (Foto: privat)

„Nach dem Abi wollte ich gerne etwas im Bereich Medien und Kommunikation studieren. Nach längerer Suche bin ich auf den Studiengang Global Communication in Business and Culture gestoßen, in dem interkulturelle Kompetenzen und Fachkenntnisse in Wirtschafts- und Medienwissenschaften vermittelt werden. Wir haben unter anderem Fächer wie Medienmanagement, Businessmanagement, International Affairs und Cultural Studies. Auch eine neue Fremdsprache steht im Laufe des Studiums auf dem Programm. Ich habe mich für Mandarin entschieden, weil ich glaube, dass die Bedeutung Chinas für die Weltwirtschaft immer weiter zunehmen wird.

Frühe Planung

Ein Porträtfoto von Khris. (Foto: privat) Ein Porträtfoto von Khris. (Foto: privat)

Khris

Im Januar vor meinem Studienstart besuchte ich eine Infoveranstaltung der Hochschule. Dabei erhielt ich nicht nur einen guten Einblick in den Studiengang, sondern konnte mich auch mit Studierenden austauschen, mit denen ich danach weiter in Kontakt war. Das hat mir sehr bei der Vorbereitung geholfen. Noch vor meinem Studienstart konnte ich mir zum Beispiel ansehen, an welchen Partnerunis Auslandssemester möglich sind. Der Aufwand hat sich gelohnt. Ich bewarb mich auf einen Praktikumsplatz beim Auswärtigen Amt in Kanada und erhielt eine Zusage von der Vancouver Island University für meinen Auslandsaufenthalt im vierten Semester.

Außerdem habe ich mich vorab für das Deutschlandstipendium beworben, mit dem ich einen Teil meines Studiums finanziere. Das empfehle ich wirklich jedem. Viele wissen nicht, dass für ein Stipendium nicht nur gute Noten, sondern auch Engagement und persönlicher Werdegang zählen. Auch der Sozial-Service der Uni berät bei der Finanzierung, bei der Vermittlung von Studentenjobs hilft der Career Service.

Eigentlich hatte ich geplant, fürs Studium nach Hamburg oder Berlin zu gehen. Von Mittweida hatte ich vorher noch nie gehört. Mittlerweile kann ich sagen, dass eine kleine Stadt und eine kleine Uni durchaus Vorteile haben: Man lernt sehr schnell neue Leute kennen, findet sich schnell zurecht und das überschaubare Freizeitangebot lenkt nicht so sehr vom Lernen ab. Auch meine Dozentinnen und Dozenten kennen mich seit dem ersten Semester alle mit Namen.

Interaktiver Studienstart trotz Corona

Unser Studierendenrat hat sich sehr viel Mühe gegeben, den Studienstart trotz Corona interaktiv zu gestalten. Es wurden zum Beispiel mehrere Online-Spieleabende veranstaltet. Da die Infektionszahlen zu diesem Zeitpunkt noch nicht so hoch waren, hat die Immatrikulationsfeier, bei der die Erstsemester von der Hochschule begrüßt werden, sogar noch in Präsenz stattfinden können – draußen und mit Abstand.

Bis zum Lockdown im November war ich für einige Vorlesungen auch ab und an auf dem Campus. Da nicht alle Einführungsveranstaltungen in Präsenz stattfinden konnten, hat die Hochschule jede Menge Videos zur Verfügung gestellt, in denen alles Wichtige zum Studium erklärt wurde. Zum Beispiel, wie die Online-Lernplattform oder die Ausleihe der Hochschulbibliothek funktioniert oder wen wir ansprechen können, wenn wir eine Frage haben.

Ich fand es hilfreich, mich über die Sozialen Medien der Hochschule auf dem Laufenden zu halten. Außerdem konnte ich mich so schon im Vorfeld mit Kommilitoninnen und Kommilitonen vernetzen, um zum Beispiel eine WG zu gründen. Generell ist es wichtig, zu Beginn einen Plan aufzustellen – etwa darüber, welche Literatur für welche Seminare benötigt wird, oder wie viele Klausuren, Referate und schriftliche Arbeiten anstehen. Sonst wird es schwer, den Überblick zu behalten. Und je mehr man sich in den Seminaren beteiligt und traut, Fragen zu stellen, umso leichter fällt einem das Lernen und Nacharbeiten hinterher.“