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Studieren in den Benelux: Die Beneluxstaaten

Die Beneluxunion, bestehend aus Belgien, Niederlande und Luxemburg, wurde ursprünglich als Wirtschaftsunion gegründet. Heute ist die Verbindung vor allem politischer Natur. abi» hat interessante Fakten zu den einzelnen Ländern recherchiert.

Foto von der Stadt Bruegge in Belgien (Foto: Annika Voßen)

Steckbrief Belgien

Einwohner: knapp 11,5 Millionen

Fläche: knapp 30.700 Quadratkilometer

Hauptstadt: Brüssel

Staatsoberhaupt: König Philippe (Regierungschef: Premierminister Alexander De Croo)

Währung: Euro

Sprachen: Niederländisch, Französisch, Deutsch

Wirtschaft: Belgien ist eng in das Handelsnetz der Europäischen Union integriert. Die wichtigsten Handelspartner sind die Nachbarländer Frankreich, Deutschland und die Niederlande. Für die Wirtschaft des Landes sind der Dienstleistungssektor und die Industrie wichtig, aber auch der Tourismus spielt eine große Rolle. Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2020 bei 5,6 Prozent und damit unter dem EU-Durchschnitt.

Kulinarisches: Die Küche ist von den Nachbarländern, vor allem von Frankreich beeinflusst. Die wohl berühmteste kulinarische Erfindung des Landes sind Pommes frites. Außerdem sind Belgische Waffeln bekannt, ebenso Pralinen. Beim Bier sind die Belgier*innen für ihre Experimentierfreude berühmt beziehungsweise gefürchtet (etwa Champagner-Bier).

Besonderheiten: Comics sind in Belgien nicht nur sehr beliebt, aus dem Land stammen auch viele bekannte Comics und Comiczeichner, darunter Hergé (Tim und Struppi) und Peyo (Die Schlümpfe). Es gibt auch die Studienrichtung Comic.

Zahl der Hochschulen: Belgien hat elf Universitäten, hinzu kommen weitere Hochschulen.

DAAD-Förderungen 2020: 1.301 aus Deutschland
 

Steckbrief Niederlande

Einwohnerzahl: knapp 17,5 Millionen

Fläche: 41.543 Quadratkilometer

Hauptstadt: Amsterdam

Staatsoberhaupt: König Willem-Alexander (Regierungschef: Ministerpräsident Mark Rutte)

Währung: Euro

Sprachen: Niederländisch

Wirtschaft: Die meisten Arbeitskräfte sind im Dienstleistungssektor tätig, dahinter folgen Industrie und Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote lag 2020 bei 3,2 Prozent und damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Außerdem ist das Land bei Touristinnen und Touristen sehr beliebt – mit etwa 20 Millionen Besucherinnen und Besuchern jährlich gehört es zu einem der meistbesuchten Länder der Welt. 2018 gab es Tourismuseinnahmen in Höhe von knapp 22 Milliarden Euro.

Kulinarisches: Es gibt traditionell viele Ähnlichkeiten zur deutschen Küche. Die Niederlande sind allerdings auch sehr bekannt für ihren Käse wie Gouda. Wegen der Vergangenheit als See- und Kolonialmacht kamen kulinarische Einflüsse aus anderen Ländern in die Niederlande.

Besonderheiten: Die Niederlande haben in ihrer Geschichte viele Künstler*innen von Weltruhm hervorgebracht. Zu den „Alten Meistern“ zählen etwa Rembrandt van Rijn („Nachtwache“), Jan Vermeer („Frau mit Perlenohrring“) und Vincent van Gogh (abgeschnittenes Ohr).

Zahl der Hochschulen: Es gibt 13 Universitäten, eine Open University sowie 36 vom Staat finanzierte Fachhochschulen.

DAAD-Förderungen 2020: 2.436 aus Deutschland
 

Steckbrief Luxemburg

Einwohnerzahl: gut 626.000

Fläche: 2.586 Quadratkilometer

Hauptstadt: Luxemburg (Stadt)

Staatsoberhaupt: SKH Großherzog Henri (Regierungschef: Staats- und Premierminister Xavier Bettel)

Währung: Euro

Sprachen: Luxemburgisch, Französisch, Deutsch

Wirtschaft: Schwerpunkt der Luxemburger Volkswirtschaft ist der Finanzsektor. Wegen der günstigen steuerlichen Rahmenbedingungen haben viele internationale Unternehmen einen Sitz in Luxemburg, darunter zahlreiche Banken und Versicherungen. Außerdem gibt es mehrere Behörden der Europäischen Union, weswegen Luxemburg auch als internationales Verwaltungszentrum wichtig ist.

Kulinarisches: Landestypische Gerichte sind „Judd mat Gaardebounen“ (geräuchertes Schweinefleisch mit dicken Bohnen) und „Bouneschlupp“ (Bohnensuppe mit Kartoffeln). Zu den regionalen Spezialitäten zählen Ardennenschinken, Schwein in Aspik, Riesling-Pasteten, Krebse und Hechte.

Besonderheiten: Der Anteil der Menschen aus anderen Ländern ist sehr hoch: 2020 betrug der Ausländeranteil knapp 48 Prozent.

Zahl der Hochschulen: 1 Universität

DAAD-Förderungen 2020: 206 aus Deutschland