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24.03.2025 | orientieren
Luzia Weber, Johanna Sheffield und Paul Herbert erzählen, warum sich nach dem Abitur für einen Bundesfreiwilligendienst, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr und ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden haben. Was hat sie zu dieser Entscheidung bewegt, wie sieht ihr Alltag aus und welche Erfahrungen nehmen sie für ihren weiteren Lebensweg aus dieser Zeit mit?
Der Artikel enthält ein Video mit weiteren Informationen.
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Johanna: Ich bin die Johanna Sheffield, 18 Jahre alt und mache hier bei der Stadtmission/Diakonie beim Martin-Luther-Haus mein Freiwilliges Ökologisches Jahr.
Paul: Mein Name ist Paul Vincent Herbert. Ich bin 19 Jahre alt und ich mache hier in der Grundschule in Weißendorf ein Freiwilliges Soziales Jahr.
Luzia: Ich bin Luzia Weber, ich bin 18 Jahre alt und ich mache meinen Bundesfreiwilligendienst in der Onlineredaktion beim LBV, also beim Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern.
Johanna: Nach dem Abi hatte ich noch nicht ganz so einen Plan, was ich jetzt eigentlich machen will. Also ich wusste, ich will studieren, aber noch nicht gleich. Ich habe erst mal eine Pause gebraucht von dem Rumsitzen, viel lernen, Prüfungen schreiben.
Paul: Ich wusste nicht, was für eine Ausbildung oder Studium ich machen will. Und die Option, dass ich einfach nichts mache, die gab es auch nicht und deswegen hat sich dann ein FSJ sehr gut angeboten.
Luzia: Ich war nach meinem Abitur total orientierungslos. Ich wusste noch gar nicht, wohin es für mich beruflich irgendwann mal geht und deshalb fand ich das total cool, dass es die Möglichkeit gibt, dass ich irgendwie ein Jahr lang was Sinnvolles mache und mit anpacke und dann noch Zeit habe, mich so ein bisschen zu orientieren und total viel kennenzulernen, Neues zu lernen.
Johanna: Ich fand auf jeden Fall eben den Aspekt mit den Tieren cool. Also Tiere mochte ich schon immer total gerne. Und dann habe ich gedacht: "Ach ja, so mit Tieren arbeiten ist dann vielleicht auch was für mich."
Paul: Meine Mutter ist hier Lehrerin an der Grundschule und ich habe auch schon überlegt, ob ich etwas in Richtung Lehramt oder so studieren will.
Luzia: Weil ich hier total viel Neues kennenlerne und die Möglichkeit habe, mich beruflich so ein bisschen weiter zu orientieren. Und ich finde es total cool, dass ich das Ganze eben noch im Naturschutz machen kann, weil mir das total wichtig ist.
Johanna: Hier am Reiterhof findet eben Reittherapie statt. Ich bin hauptsächlich für die Tierpflege zuständig. Also ausmisten, abmisten, Tiere füttern, Medikamente geben, wenn nötig. Ab und zu dürfen wir auch was mit den Tieren selbst machen. Also in der Halle laufen lassen, führen, putzen. Also halt dann vor allem die Pferde und Ponys. Und wir machen ein paar Arbeiten mit dem Traktor am Hof.
Paul: Mittlerweile habe ich so feste Stunden, wo ich dann bei bestimmten Lehrern bin. Zum Beispiel fahre ich manchmal mit zum Schwimmen in der ersten und zweiten Stunde ins Atlantis oder ich helfe den Partnerklassen beim Sport oder so. Ich mache auch manchmal Einzelunterricht mit Schülern, die nicht so ganz hinterherkommen oder helfe den Lehrern beim Korrigieren. Also vormittags bin ich dann immer hier so in der Schule und dann mache ich eine Mittagspause und dann nachmittags gehe ich in die GTS. Das ist die offene Ganztagsschule und da betreue ich ein bisschen die Kinder und spiele mit denen und mache noch Hausaufgaben.
Luzia: An sich mache ich die Social Media Posts zusammen mit meinen Kolleginnen und ich kümmere mich um die Instandhaltung der Website. Also falls da neue Inhalte drauf müssen oder alte Inhalte aktualisiert werden müssen, dann helfe ich da. Und sonst mache ich auch noch so allgemeine Kommunikationsaufgaben, die anfallen, weil die Onlineredaktion ja quasi im Kommunikationsteam mit drin ist.
Johanna: Ich habe auf jeden Fall noch viel mehr dazu gelernt und auch mehr Hintergründe dazu. Weil wir haben fünf Seminare übers Jahr verteilt und jedes Seminar hat ein Thema. Wir hatten schon das Thema Boden und das Thema Nachhaltigkeit und da haben wir schon sehr, sehr viel gelernt. Also zum Beispiel. Mir war schon vorher klar, zum Beispiel bei tierischen Produkten, dass man jetzt nicht das mit der schlechtesten Haltungsform kauft. Aber was da wirklich dahintersteckt - ja, das habe ich jetzt erst gelernt und es hat mich auf jeden Fall schon viel weiter gebracht.
Paul: Also ich weiß auf jeden Fall, dass man den Beruf als Lehrer nicht unterschätzen darf. Also ich bin auch, manchmal kommt es vor, dass Lehrer ausfallen. Meistens werden die Klassen dann aufgeteilt. Aber ab und zu bin ich dann auch selber alleine in der Klasse. Und sich da durchsetzen zu können und dass die Kinder auch das machen, was man will, ist schon wirklich sehr schwer und sehr anstrengend. Also grundsätzlich kann ich mir vorstellen, das in Zukunft zu machen. Sowas in der Art. Ich mag das Soziale, das du sehr viel Kontakt hast mit Menschen und vor allem auch mit den Kindern. Grundsätzlich macht das auf jeden Fall sehr viel Spaß.
Luzia: Meine Artenkenntnis hat sich auf jeden Fall sehr verbessert. Ich würde sagen, ich war jetzt nicht total schlecht, als ich angefangen habe, aber ich habe so viele neue, coole Arten entdeckt und kennengelernt. Ich würde sagen, ich habe auf jeden Fall gelernt, dass ich in Zukunft mal mit Menschen zusammenarbeiten will, also irgendwie in einem Team. Ich habe total gemerkt, dass es mir gar nicht liegt, so alleine in einem Raum zu sitzen und einfach meine Tätigkeit zu machen, sondern mir ist es schon sehr wichtig, dass ich das irgendwie mit anderen Menschen zusammen mache und dass man dann auch so Erfolgserlebnisse zusammen feiert. Das fand ich total schön und voll bereichernd.
Johanna: Zum Glück habe ich keine Ausgaben für Unterkunft und sowas, weil ich noch zu Hause wohne. Ansonsten kriegen wir eben Gehalt, also knapp 800 € im Monat. Und von dem Gehalt habe ich mir Arbeitsklamotten gekauft und bezahle auch das Deutschlandticket, mit dem ich halt dann immer mit den Öffis hierher fahre.
Paul: Meine Mutter, die arbeitet an der Grundschule in Weißendorf und die kann mich dann immer mitnehmen am Morgen. Das ist sehr praktisch und somit wohne ich dann auch noch zu Hause. Mein Träger ist das erzbischöfliche Jugendamt in Bamberg und die Caritas und die zahlen mir pro Monat, am Anfang waren es glaube ich 741 € und jetzt hat es sich aber erhöht. Ich glaube um noch mal 20 € mehr, also so um die 760 € dann.
Luzia: Finanziell ist es so, dass ich von meinem BFD-Gehalt, das sind 423 € im Monat, sehr gut leben kann, weil in der BFD-Stelle hier im Haus quasi noch der WG-Platz dabei ist. Das heißt, ich muss keine Miete zahlen, nur so essen und was man sonst noch so braucht und dann bleibt auf jeden Fall auch noch viel für Freizeit oder so übrig.
TIPPS:
(c) 03/2025, Bundesagentur für Arbeit; Transkript: jt
Stand: 24.03.2025
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