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Motive für die Hochschulwahl – Checkliste: Mit Plan an die richtige Hochschule

Die Entscheidung, wo und wie man studieren möchte, ist für viele wegweisend und prägend. Das Studium öffnet Berufswege, beeinflusst das persönliche Netzwerk und formt einen auch in seiner individuellen Entwicklung. Daher ist es wichtig, je nach Ausgangslage und Lerntyp das geeignete Modell für sich finden.

Bücherstapel (Foto: Martin Rehm)

Präsenz- oder Fernstudium

Wer für ein Präsenzstudium eingeschrieben ist, muss bei seinen Seminaren, Vorlesungen und Prüfungen vor Ort an der Hochschule sein. Dadurch sind Studierende aktiv ins Campusleben eingebunden, kennen Kommiliton*innen und Professor*innen persönlich und erleben durch den studentischen Lebensstil meist eine prägende Phase der Persönlichkeitsbildung. Bei einem Fern- bzw. Onlinestudium kann man sich den Lernstoff ortsunabhängig und zeitlich flexibel auch von Zuhause einteilen. Diese Variante eignet sich vor allem, um das Studium mit Beruf oder Familie zu kombinieren. Diese Freiheit erfordert allerdings auch viel Disziplin und Eigenmotivation.

Staatliche oder private Hochschule

Wer sich für ein privates Studium entscheidet, sollte sich zunächst informieren, ob der Studiengang akkreditiert ist, da man sonst Gefahr läuft, in einen Abschluss zu investieren, der staatlich nicht anerkannt wird. An privaten Hochschulen ist die Zulassung normalerweise nicht an den Abiturschnitt gebunden und erlaubt es, seinen Wunschstudiengang auch ohne NC-Beschränkung zu studieren. Die hohen Studiengebühren machen sich oftmals in einer modernen Ausstattung und kleineren Lerngruppen bemerkbar. Der enge Kontakt zur Privatwirtschaft verspricht Studierenden einen hohen Praxisbezug. Viele dieser Vorteile bieten mittlerweile aber auch viele staatliche Hochschulen kostenlos. Seit Abschaffung der Studiengebühren müssen Studierende an staatlichen Hochschulen nur noch den Semesterbeitrag zahlen.

Fachhochschule oder Universität

Nach der Umstellung auf Bachelor und Master haben sich die Studienabschlüsse an Universitäten und Fachhochschulen in Qualität und Anerkennung angeglichen. Unterschiede gibt es in der Regel lediglich beim Praxisbezug. Während das Wissen an der Uni meist theoretisch vermittelt wird und ein hohes Maß an Selbstständigkeit erfordert, punktet eine Fachhochschule mit kleineren Gruppen und einer schulischen Atmosphäre. Doch auch an Universitäten sorgen vorgeschriebene Praxissemester vermehrt für Arbeitserfahrung.

Heimatnähe oder Ferne

Für wen ein Studium in der Ferne oder doch lieber in Heimatnähe geeignet ist, hängt von den eigenen Vorlieben ab. Wer zu Hause oder in Pendelnähe bleibt, erhält sich die gewohnte Umgebung und bleibt nah an Familie und Freunden. Andere lockt die Ferne mit frischen Abenteuern, einem breiten Horizont und neuen Kontakten.

Stadt oder Land

Wer gerne ein vielseitiges Freizeitangebot und eine gute Verkehrsanbindung genießen möchte, wird in der Großstadt vielleicht glücklicher sein, muss allerdings auch höhere Lebenshaltungskosten einkalkulieren. Auf dem Land sprechen hingegen günstigere Mieten, kurze Wege und in der Regel ein engerer Kontakt zu den Dozenten für sich.