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Kauffrau - Marketingkommunikation: Kreativ als Kauffrau

Laura Holecek absolviert das letzte halbe Jahr ihrer Ausbildung zur Kauffrau Marketingkommunikation bei der HABA-Firmenfamilie in Bad Rodach. Dass sie in ihrem Wunschberuf mit Spielwaren zu tun hat, bringt besonderen Spaß.

Das Foto zeigt ein Brettspiel. (Foto: Martin Rehm)

Ein Studium direkt nach dem Abitur kam für die 20-Jährige nicht in Frage. Viel eher interessierte sie sich für eine kaufmännische Ausbildung. Die HABA-Firmenfamilie kennt sie seit Kindertagen. Im Jahr 2018 bot es ihr den idealen Einstieg ins Berufsleben. Für die Richtung Marketingkommunikation hat sich Laura Holecek bewusst entschieden. „In dem Beruf bin ich kreativ tätig und die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich“, findet sie. „Die HABA-Firmenfamilie ist ein größeres Unternehmen, daher konnte ich verschiedene Abteilungen kennenlernen.“ In ihrer letzten Station, der Abteilung Brand & Communications, arbeitet die Auszubildende schon an eigenen Projekten.

Einige ihrer Stationen hat sie gemeinsam mit anderen Auszubildenden aus dem Unternehmen durchlaufen – wie zum Beispiel die Buchhaltung, das Controlling, den E-Commerce und den Einkauf. Andere Aufgabenbereiche bearbeiten wiederum nur angehende Kaufleute für Marketingkommunikation wie sie: Im Produktmanagement hat Laura Holecek Sortimentsplanung, Produktentwicklung und Vermarktung kennengelernt. Im Kundenmanagement geht es um Kundenbeziehung, die Kontakte zu Neukunden und die Pflege von Bestandskunden. Besonders spannend findet die Auszubildende die Schnittstellen. „Bei meiner Station im Einkauf habe ich etwa an der Bestellung von Drucksachen und Werbemitteln gearbeitet, die ich aktuell im Bereich Brand & Communication plane.“

Kreative Werbeideen

Porträt von Laura Holecek (Foto: privat) Porträt von Laura Holecek (Foto: privat)

Laura Holecek

Hier entwickelt sie zum Beispiel sogenannte Point of Sale Displays – eine spezielle Form von Verkaufsförderung im Einzelhandel, bei der mithilfe von Aufstellern in der Nähe der Kasse neue, saisonale der spezielle Produkte angeboten werden. Oder sie organisiert Veranstaltungen und Schulungen für Fachhändler*innen, in denen neue Produkte vorgestellt werden. Eine wichtige Aufgabe sind die Werbekampagnen für Endkunden. Für Kataloge, Internetseiten und Werbemittel plant Laura Holecek Fotoshootings und den Einsatz von Grafiker*innen und Texter*innen. Hier geht es um Organisation und Steuerung. Natürlich muss sie auch Budgets planen und die Kosten im Blick behalten.

Die Anforderungen im Beruf gehen aber über das typische kaufmännische Profil hinaus. „Wir können selbstständig arbeiten und kreativ eigene Ideen entwickeln“, sagt sie, „etwa bei der Redaktionsplanung für den Online-Auftritt.“ Besonderen Spaß macht ihr zudem der ständige Austausch mit den Kolleg*innen. „Selbstbewusstsein sollte man mitbringen“, erklärt sie. „Es kommt schon mal vor, dass wir in Meetings Konzepte vorstellen und vertreten müssen.“

Sicherer Auftritt

Darauf bereitet auch die Berufsschule vor, die im Blockunterricht stattfindet. Rhetorik und Präsentation ist eines der Themen, das für Kaufleute in Marketingkommunikation auf dem Plan steht. Weitere Fächer sind Recht, Medienplanung und Zielgruppenanalyse. Laura Holeceks Lieblingsthema ist Werbepsychologie. Ebenso werden klassische kaufmännische Aufgaben wie die Kosten-Leistungsrechnung in der Berufsschule, zugeschnitten auf den Einsatz im Industriemarketing oder in Werbeagenturen, erlernt.

„In meinem Ausbildungsberuf muss man flexibel sein“, sagt die 20-Jährige. Sie genießt die Abwechslung mit vielen Terminen neben der Arbeit am Schreibtisch.Dass sie mit Spielsachen zu tun hat, macht besonderen Spaß. „Ich arbeite gern mit Produkten zum Anfassen“, sagt sie. „Beim Marketing für Kinder kann man verspielt sein und am Ende begegnet man immer wieder der eigenen Kindheit.“

Wie es nach der Ausbildung weitergeht, entscheidet sie nach der Abschlussprüfung. Ein Studium oder eine Weiterbildung fasst sie ins Auge. In der HABA-Firmenfamilie werden zum Beispiel duale Studiengänge angeboten. Eine Zukunft in der Spielwarenbranche kann sie sich jedenfalls gut vorstellen.

Video: Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation

Der Artikel enthält ein Video mit weiteren Informationen.

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