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Schritt 3

Ich weiß, was ich will – wo werde ich fündig?

Du weißt, was du willst? Herzlichen Glückwunsch! Nun wird es konkreter: Wie du herausfindest, wo du deinen Wunschstudiengang studieren kannst, wo du dich für deine bevorzugte Ausbildung oder ein duales Studium bewirbst, erfährst du hier.

Junger Mann in blauem T-Shirt sitzt an einer Bank auf dem Campus einer Hochschule und arbeitet an einem Laptop.

Bei der Recherche für den Wunschstudiengang oder die gewünschte Ausbildung helfen seriöse Internetportale und Datenbanken.

Wo studieren?

In der Studiensuche der Bundesagentur für Arbeit kannst du herausfinden, wo du deinen gewünschten Studiengang studieren kannst. Du kannst entweder direkt einen Suchbegriff eingeben oder eines von neun Studienfeldern auswählen, zum Beispiel Ingenieurwissenschaften, Rechts- und Sozialwissenschaften, Kunst und Musik oder Sprach- und Kulturwissenschaften. Anschließend kannst du deine Auswahl weiter spezifizieren und dir bundesweit alle entsprechenden Studienangebote anzeigen lassen.

Ausführliche Informationen zu Studienbereichen und zugehörigen Studienfeldern liefert studienwahl.de. Die Palette reicht von Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften über Wirtschaftswissenschaften bis hin zu Lehramt und öffentliche Verwaltung. Auf studienwahl.de kannst du dich außerdem über Hochschultypen, Studienabschlüsse, Bewerbung und Zulassung sowie Finanzierung informieren.

Detailliert Auskunft zu Studienmöglichkeiten und -bedingungen vor Ort geben die Internetauftritte der Hochschulen. Dabei ist es immer empfehlenswert, persönlich vorbeizuschauen. Jede Hochschule hat eine Zentrale Studienberatung und in Fachschaften findest du engagierte Studierende, die deine Fragen beantworten. Auch die Berater*innen deiner Agentur für Arbeit vor Ort können über die regionalen Studienangebote wertvolle Informationen geben.

Zulassungsbeschränkungen

Porträtfoto Ilka Hensel

Ilka Hensel

„Zulassungsbeschränkt heißt, dass nur eine begrenzte Zahl an Bewerber(inne)n zugelassen werden kann“, erklärt Klaus Arnold, Leiter des Studentensekretariats der Universität Leipzig. Oft ist dabei der Abischnitt ausschlaggebend, der sogenannte Numerus clausus (NC). Dieser gibt die Abi-Durchschnittsnote an, die im letzten Zulassungsverfahren ausschlaggebend war, um einen Studienplatz zu erhalten. Er ist abhängig von der Anzahl und dem Notenschnitt der eingegangenen Bewerbungen. „Der NC des vorletzten Semesters gibt eine grobe Orientierung, wie die eigenen Chancen stehen. Man sollte sich aber nicht davon entmutigen lassen, der NC schwankt von Jahr zu Jahr“, erklärt Ilka Hensel, Berufsberaterin in der Agentur für Arbeit Bautzen. Oft legen Hochschulen weitere Auswahlkriterien fest, die die Chance auf den Erhalt eines Studienplatzes erhöhen können.

Die Bewerbung für diese örtlich zulassungsbeschränkten Studiengänge lassen viele Hochschulen mittlerweile über das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) der Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) laufen. Die Bewerbung für die bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengänge Human-, Zahn-, Tiermedizin und Pharmazie erfolgt ebenfalls zentral bei der SfH (hochschulstart.de).

Für einige Studiengänge, etwa im kreativen Bereich, für Musik oder Sport müssen Bewerber*innen ihre Eignung nachweisen – durch das Einreichen einer Mappe mit Arbeiten, ein Vorspielen oder eine Sporteignungsprüfung.

Wer bildet aus?

Auf Berufswahlmessen – die in Pandemiezeiten auch virtuell stattfinden – stellen sich Betriebe vor. Meist sind die Ausbildungsleiter*innen zugegen, beantworten Fragen und geben Hinweise zur Bewerbung.

In der Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit findest du aktuelle Ausbildungsplätze in Unternehmen. Auf KURSNET kannst du gezielt nach schulischen Ausbildungen suchen. Und mit AzubiWelt hast du Informationen rund um die Ausbildung handlich als App auf deinem Smartphone. Natürlich wissen auch die Berater*innen deiner Agentur für Arbeit über den regionalen Ausbildungsmarkt Bescheid und können dir bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle oder dualen Studiengängen helfen. Weitere gute Anlaufpunkte sind die Lehrstellenbörsen der Industrie- und Handelskammern (ihk-lehrstellenboerse.de) und der Handwerkskammern (handwerk.de/lehrstellen-radar).

Fristen fest im Blick

So früh wie möglich solltest du dich über Bewerbungsfristen informieren. Denn bei der Studienbewerbung sind das oft gesetzliche Ausschlussfristen. „Zu diesem Zeitpunkt müssen die Dokumente vorliegen – da zählen keine Ausreden“, macht Klaus Arnold deutlich.

Für zulassungsfreie Studienplätze hingegen kannst du dich oft noch bis kurz vor Studienbeginn einfach einschreiben. Manchmal gibt es aber auch hier Bewerbungs- oder Einschreibungsfristen zu beachten. Für eine Ausbildung bewirbst du dich in der Regel bereits ein Jahr, manchmal eineinhalb Jahre, vorher. Gerade bei gewerblichen und handwerklichen Ausbildungsberufen ist es jedoch durchaus möglich, noch im gleichen Jahr eine Lehrstelle zu finden.

abi» 05.10.2020

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