zum Inhalt

Bundeswettbewerb Informatik: Einfach mal mitmachen

Lorenzo Conti hat mit 14 Jahren – ganz spontan – am Bundeswettbewerb Informatik teilgenommen. Das erste Mal schied er bereits in der ersten Runde aus, im folgenden Jahr wurde er Bundessieger. Dabei arbeitet er immer nach dem Motto: „Versuchen kann man es – und dann sieht man ja, wie weit man kommt.“

Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch und arbeitet am Computer. (Foto: Hans-Martin Issler)

Vielleicht ist diese Art genau die richtige, um an einen echten Leistungswettbewerb heranzugehen: ganz entspannt. Auf diese Weise hat es zumindest bei Lorenzo Conti funktioniert. Er hat sich schon früh für Informatik interessiert. Die strukturierte Vorgehensweise, mit der er Aufgaben in der Informatik lösen kann, fasziniert ihn: „Ich finde es einfach gut, ein Problem logisch anzugehen“, sagt er. Genau diese Fähigkeit wird beim Bundeswettbewerb Informatik getestet: „Für das Lösen der Aufgaben braucht man logische Fertigkeiten“, erklärt er. „Es gibt ziemlich starre Regeln, aber innerhalb dieser Regeln muss man einen neuen Ansatz finden, kreativ sein. Das finde ich cool.“

Learning by doing

Ein Porträt-Foto von Lorenzo Conti. (Foto: privat) Ein Porträt-Foto von Lorenzo Conti. (Foto: privat)

Lorenzo Conti

In die erste Runde ist Lorenzo Conti „ganz naiv“ reingegangen: „Ich habe mir gedacht: Versuchen kann man es immer, und dann sieht man ja, wie weit man kommt.“ Unterstützung erhielt er von seinem Vater, der ihm die Programmiersprache C beibrachte, außerdem hatte er einen engagierten Informatiklehrer. „Ich hatte nicht viel Erfahrung“, erzählt Lorenzo Conti. „Aber ich habe während des Wettbewerbs vieles gelernt – nach dem Prinzip Learning by doing.“

Der Wettbewerb ist so aufgebaut, dass Aufgaben vorgegeben werden, die man selbst zu Hause lösen muss. In dem Jahr, in dem Lorenzo Conti am Wettbewerb teilnahm, lautete die Aufgabe in der zweiten Runde: Mauern aus kleinen Einheiten bauen. Und zwar so hoch, aber auch so stabil wie möglich, sodass die Fugen zwischen den Einheiten niemals übereinander liegen. Über solch einer Aufgabe muss man schon mal ein oder zwei Monate grübeln, Ansätze ausprobieren, verwerfen oder optimieren. „Die zweite Runde war deutlich anspruchsvoller als die erste“, erinnert er sich. Doch er gab nicht auf, blieb dabei, investierte Zeit. Am Schluss war seine Mauer 70 Einheiten hoch. Und siehe da: Als er sich mit anderen Teilnehmer(inne)n austauschte, wurde ihm klar, dass er wohl ein richtig gutes Ergebnis erzielt hatte.

Gemeinsam auf die Lösung kommen

In Erinnerung geblieben ist Lorenzo Conti vor allem die gute Zusammenarbeit mit den anderen Teilnehmer(inne)n. Als einer der jüngsten vor Ort kam er in die Endrunde. Trotzdem sah ihn niemand schief an oder versuchte gar, ihn zu übertrumpfen – schon gar nicht in der gemeinsamen Gruppenarbeit. Ganz im Gegenteil: „Es gab kein Konkurrenzdenken“, erinnert er sich. „Alle haben versucht, zusammen auf die Lösung zu kommen. Das war wirklich sehr angenehm.“ So entstand ein echtes Gemeinschaftsgefühl. Unter den Teilnehmenden waren jedoch nur wenige Mädchen. Lorenzo Conti fände es schön, wenn sich mehr Frauen trauen, an einem technischen Wettbewerb teilzunehmen. Ein paar Bekannte aus der Endrunde hat der 18-Jährige auch danach noch einige Male wiedergetroffen.

„Von meinem Sieg beim Bundeswettbewerb war ich wirklich sehr überrascht“, sagt Lorenzo Conti heute. Neben einem Preisgeld hat er nun auch ein Stipendium sicher in der Tasche. Gerade hat er das Abitur gemacht, im Herbst wird er in Bonn sein Studium beginnen. Welches Fach? Logisch: Informatik.

Video: Studium Informatik

Der Artikel enthält ein Video mit weiteren Informationen.

Weitere Filme findest du auf der abi» Videoübersicht.

Weitere Informationen

BERUFNET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild.
https://berufenet.arbeitsagentur.de 

Studiensuche

Die Studiensuche der Bundesagentur für Arbeit hilft dir bei der Auswahl von Studienort und Studienfach.
arbeitsagentur.de/studiensuche

Check-U - Das Erkundungstool der Agentur für Arbeit

Das Erkundungstool der Bundesagentur für Arbeit ist eine kostenfreie, bundesweite Online-Anwendung zur beruflichen Orientierung. Teilnehmer können vier Module bearbeiten (Fähigkeiten, soziale Kompetenzen, Interessen und berufliche Vorlieben) und erhalten eine Übersicht über passende Studienfelder und Ausbildungsberufe.
www.check-u.de 

Bundeswettbewerb Informatik

bwinf.de

Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)

gi.de

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI): Digitale Technologien

digitale-technologien.de

studienwahl.de

Der Studienführer ist ein Angebot der Stiftung für Hochschulzulassung und der Bundesagentur für Arbeit. Hier findest du alles zu den Themen Studienorientierung, Studienfelder und Hochschultypen.
studienwahl.de