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Doppelt qualifizierende Ausbildung: Außenhandelsassistentin: Aufstiegschancen dank Zusatzqualifikation

Weil ihr die internationale Ausrichtung gefiel, entschied sich Lisa Pfältzer (23) für eine Ausbildung zur Industriekauffrau mit Zusatzqualifikation Außenhandelsassistentin. Inzwischen ist sie als Einkäuferin in ihrem ausbildenden Unternehmen tätig.

Eine junge Frau mit Headset sitzt an ihrem Schreibtisch und lächelt. (Foto: Bernhard Haselbeck | Bundesagentur für Arbeit)

Ihr Abitur hat Lisa Pfältzer auf einem Wirtschaftsgymnasium gemacht. „Die Fächer Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft fanden auf Englisch statt“, berichtet die 23-Jährige. „Mit diesem internationalen Profil bot es sich also an, eine Ausbildung zu wählen, die mit Außenhandel zu tun hat.“ Sie bewarb sich bei der Kurt Eberle GmbH, einem Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie in der Nähe von Pforzheim. Während andere Auszubildende die Fächer Deutsch und Geschichte lernten, belegte Lisa Pfältzer aufgrund ihrer Zusatzqualifikation die Fächer Außenhandel und Fremdsprachen. Neben Wirtschaftsenglisch lernte sie auch Spanisch – eine für die Auszubildende ganz neue Sprache.

„Für die Inhalte im ersten Ausbildungsjahr hatte ich durch das Wirtschaftsgymnasium gute Vorkenntnisse. Das zweite Jahr hatte es dann schon in sich“, blickt Lisa Pfältzer zurück. Bereits nach zwei Jahren konnte sie vor der Industrie- und Handelskammer ihre Prüfung als Industriekauffrau mit Zusatzqualifikation Außenhandelsassistentin abschließen. „Auch diese kurze Ausbildungsdauer war für mich ein Argument, die sogenannte „Abiturientenausbildung“ zu wählen.“ Seit Juli 2021 arbeitet sie nun als Einkäuferin bei Kurt Eberle.

Betriebswirtschaft mit internationaler Perspektive

Ein Porträt-Foto von Lisa Pfältzer. (Foto: privat) Ein Porträt-Foto von Lisa Pfältzer. (Foto: privat)

Lisa Pfältzer

Während ihrer Ausbildung lernte Lisa Pfältzer die unterschiedlichsten Bereiche im Unternehmen kennen: Vertrieb, Einkauf, Buchhaltung, Personal, Fertigung und das technische Büro. Pro Fachbereich war sie zweimal zwei bis vier Monate im Einsatz. Eineinhalb Tage in der Woche ging sie zur Berufsschule und lernte viel Betriebswirtschaftliches, beispielsweise Kalkulation, Geschäftsprozesse oder Investitionsentscheidungen. „Diese Vielfalt an Themen hat mir sehr gut gefallen“, sagt die ehemalige Auszubildende. „Und durch den Außenhandelsbezug habe ich dann gleich auch noch die internationale Perspektive auf ein Unternehmen kennengelernt.“

Auch wenn sie bei ihrem Arbeitgeber noch keine internationalen Berührungspunkte hat, kann sie als Einkäuferin zunächst ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse einsetzen und hat viel Kontakt zu den Lieferanten ihres Unternehmens. „Mein Plan ist, jetzt erst einmal Berufserfahrung zu sammeln und mich dann eventuell zu spezialisieren“, berichtet die Außenhandelsassistentin. „Fachlich möchte ich mich auf jeden Fall im Einkauf und in der Technik weiterbilden um unsere Produkte noch besser zu verstehen.“

Ihre Erfahrungen für alle, die auch eine Doppelt qualifizierende Ausbildung anstreben: „Die Ausbildung ist aufgrund der kurzen Zeit sicher kein Spaziergang. Aber wenn man sich von Anfang an gut in die Grundlagen einarbeitet und Brücken schlägt zwischen der Theorie und den Bereichen im eigenen Unternehmen, sind die Anforderungen gut zu schaffen.“